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I. Der Arbeitgeber

Full text: W. Spindler Berlin (Public Domain)

DIE APPRETUR- UND PLÄTTSALE 
Wie beim Stärken und Plätten die Hausfrau der Wäsche erst Glanz und neues Ansehen giebt, so ist es auch 
nothwendig, den gewaschenen und gefärbten Gegenständen vor dem Verlassen der Fabrik eine Appretur zu verleihen, 
wenn dieselben nicht matt und unansehnlich sich präsentiren sollen. Zertrennte seidene Kleider werden in Kalandern, 
Bügelmaschinen und Pressen fertiggestellt. Neue seidene Stoffe werden gesengt, gedämpft, cylindrirt und gepresst, 
wenn nöthig, auch. mit Appreturmasse versehen. 
Zertrennte wollene, halbwollene, baumwollene Kleidungsgegenstände werden auf verschiedensten Maschinen 
appretirt und fertiggestellt und, wenn verlangt, ausgebessert. 
Die erhebliche Zahl der Plätteisen wird durch Gas mit Beimischung von Pressluft geheizt und von den in den 
Plättsälen beschäftigten Mädchen leicht und einfach gehandhabt. 
Für die Damenwelt sei auch noch angeführt, dass Plüsch, welcher durch Druckstellen oder Regenflecke 
unansehnlich geworden ist, leicht dauernd ein gefälliges Muster eingepresst erhält, wenn er durch gravirte heisse Metall- 
walzen gegangen ist, und dass seidene Bänder durch Moire-Maschinen wieder neu moirirt werden. 
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