= Zweiter Aufzug. 35
spielen. Ist Ihnen, als Sie gestern im Wohnzimmer der Frau
Nowac> waren, nichts aufgefallen ?
Nicolai (na< kurzem Besinnen).
Ich wüßte nicht . . . (treuherzig) ic< hatte so viel Wichtigeres
in dem kurzen Augenbli> zu thun.
Cornelius.
Haben Sie nicht einen reich gede>ten Tisch mit Austern
und Champagner bemerkt?
Nicolai.
Ja, allerdings. Fräulein Hedwig, Sie werden sich auch
entsinnen, daß ich Sie darnach fragte. Aber Sie baten mich
ja merkwürdiger Weise nicht weiter zu forschen.
Cornelius.
Also auch Ihnen hat sie jede Auskunft verweigert ? Nun,
verehrter Herr Doktor, das ist der Grund, weswegen zwischen
mir und Fräulein Nowac> mit dieser Stunde Alles a: "g?-hört
hat. |
| Nicolai (freundlich).
Aber Fräulein Hedwig!
Cornelius.
Ich bitte, urtheilen Sie nun selbst. I< kam zu Frau
Nowa> und fand dort einen, als Roue bekannten Herrn, der
soeben ein zartes Stelldichein mit einer . . . „Dame“ gefeiert
hatte.
Nicolai (inmer uoch freundlich).
Ah, das ist ja gar nicht möglich.
Cornelius.
Bitte, hören Sie weiter. Fräulein Hedwig verweigert mir
nun heute, als ich sie auf ihr Gewissen frage und zwar ganz
absichtlich, jede Auskunft über die Dame.
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