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Volume 14. Die Extrapost-, Courier- und Stafetten-Beförderung A. Extrapost- und Courier-Beförderung

Full text: Post-Handbuch für Berlin (Public Domain) Issue1840 (Public Domain)

458 Extrapost- ete: Beförderung im. Inlande. 
der übrig bleibt, wenn die Entfernung abgerechnet wird, auf welcher 
die Extrapost-Beförderung, stattgefunden ae 
SANT 
\. 1. Zahlung für Relais - Pferde, 
‘Der Reisende.kann verlangen, dafs ihm auf‚langen; oder.sonst beschwer- 
Jichen. Stationen, auf. vorhergegangene schriftliche, Bestellung, Pferde entgegen- 
gesandt, und möglichst auf der Hälfte des Weges, insofern ‚dort ein Unterkom- 
men: zw finden ist,„aufgestellt werden. „Wenn.in. solchen Fällen die, Entfernung 
von einem Pferdewechsel ‚zum, andern, weniger 'als zwei ‚Meilen, beträgt, mufs 
dennoch: das; Extrapostgeld.für, zwei: Meilen entrichtet, werden. Die Bestellung 
mufs die Stunde enthalteny zu, welcher die Pferde auf ‚dem Relais, bereit stehen 
sollen. Trifft der Reisende später ein, so ist von der siebzehnten Viertelstunde 
ab das reglementsmäfsige Wartegeld zu zahlen. — Für die Reisen Allerhöchster 
und Höchster Herrschaften bestehen besondere Vorschriften, 
; “ $. 12. 
j Zahlung‘ bei Königl. Dienstreisen, 
‘Dei Reisen in, Königl. Dienst- Angelegenheiten gelten atısnahmsweise fol- 
gende Jestimmungen: © 
»\ Für alle Touren unter und bis zu einer. Meile wird die‘ Zahlung für 
eine Meile geleistet... Für alle Touren über eine Meile wird nach der 
wirklichen. Meilenzahl bezahlt, nn 
Wenn die Dienstgeschäfte des Reisenden‘ an einem Orte, wohin er 
mit Extrapost befördert worden ist, und woselbst sich keine Station 
befindet, nur einen Aufenthalt von vierundzwanzig Stunden erfordern, 
so sollen die Postpferde dessen Rückkehr oder Weiterreise abwarten 
und die Fahrt verrichten. Alsdann mufs jedoch, aufser der Hälfte des 
Extrapostgeldes und der übrigen Post-Gebühren, noch‘ das‘ Wartegeld 
von 2} Sgr. für jede Stunde und für jedes Pferd, und zwar für die- 
jenige Zeit entrichtet werden, welche am Aufenthaltsorte über sechs 
Stunden hinaus zugebracht: worden ist. Für‘ die‘ ersten sechs Stunden 
wird" kein; Wartegeld entrichtet. . 
Bei dem: längeren“ Aufenthalte ‚eines, solchen Reisenden „gehen die 
Pferde ledig zurück. Die dem Aufenthalts- Orte zunächst. belegene 
Station, ‚oder diejenige /Station, welche. auf ‚der, Weiterreise ‚zuerst 
berührt wird, ist aber. verpflichtet, den Reisenden, auf sein. Verlangen 
zu der, von ihm genau zu bestimmenden, Zeit ‚abholen zu Jassen.; In 
allen Fällen dieser Art sind die vollen reglementsmäfsigen Extrapost- 
Kosten zu entrichten, 
41 Wenn der-Reisende genöthigt ist, unterwegs anzuhalten und Umwege 
zu machen, so werden die Extrapost-Kosten für die wirkliche Distanz 
des: Umweges bezahlt, und. für, den, Aufenthalt ist. das. reglements- 
mäfsige Wartegeld zu entrichten, 
8, 
Berechnung, der Viertel- etc. Meilen und der Bruchpfennige etc. 
Nach: Verhältnifs der für, eine Meile bestimmten Sätze ist ‚für die, über- 
schiefsenden. Viertel- ‚etc. Meilen die Zahlung zu leisten. Die überschiefsenden 
Bruchpfennige werden bei den, einzelnen Beträgen für volle Pfennige gerechnet. 
Bei Berechnung des ganzen Betrags des Postgeldes und der Neben - Ausgaben 
werden für U oder ”? überschiefsende Pfennige 3 Pf, oder A 
en - - Ü 
angesetzt. 
$. 14 
; Extrapost,. Tarif. 
Auf jeder Extrapost-Expedition befindet sich ‚ein Extrapost-Tarif, aus wel- 
chem der Reisende ‚den für jede Station zu; zahlenden! Betrag des Postgeldes 
und aller Nebenkosten genau’: ersehen kann... 
ZN
	        
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