-. 305 ==Der
Kleine, den er sonst nie bei ihr ges
sehen, gefällt ihm ausnehmend, er rühmt dessen
Anmuth und Wißt, erfährt, daß sie bereits verheurathet
gewesen und jetzt -Wittwe fei, findet
fie heut lieblicher , als je, und hält faum an
siH, in Gegenwart Aller ihr seine Liebe zu gestehen.
Als die Familie von B.<.. si< entfernt hat,
fragt der alte Graf seinen Sohn, was er von
der ihm bestimmten Braut urtheile, Rudolf
erzählt und endet mit Worten des Entzückens!
So' eile denn -- spricht hierauf der Greis
-- so eile, mein Sohn, ihr Deine Hand zu 2
ben! Ein Menschenleben hindurch mußt Du ihr
Gutes thun, um das Unrecht zu vergüten, was
Du ihr zugefügt.
Rudolf steht erschro>enz der Greis erzählt
= und in wenigen Tagen ist die Vermählung,
Adelheit fand in der glücklichsten Ehe Entschädigung
für ihren -vielfaßen Kummer.