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Full text: RGRE-Infobrief (Rights reserved) Issue 2017,1 (Rights reserved)

| Council of European Municipalities and Regions | Conseil des Communes et Régions d`Europe | Συµβολιο των Ευρωπαικ ∆ηµων και περιϕεριων | Consejo de municipios y regiones de europa | Consiglio dei comuni e delle regioni d`Europa | Raad der Europese gemeenten en regios | Conselho dos municipios e regiòes da Europa | RGRE | Gereonstraße 18 – 32 | 50670 Köln Rat der Gemeinden und Regionen Europas | Deutsche Sektion Datum Februar 2017 Unser Zeichen 81.00.06 Telefon +49 221 3771-0 Durchwahl 3771-3 15 Telefax +49 221 3771-7 315 R G R E – I N F O B R I E F 1 /2 0 1 7 Bearbeitet von Lyudmyla Dvorkina / Leonard Schmidt Infobrief für Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen in Rat und Verwaltung IN EIGENER SACHE Bitte teilen Sie uns mit, wenn sich Ihre E-Mail-Anschrift ändert. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: infobrief(at)rgre.de. Bitte fügen Sie dieser E-Mail auch Ihre Anschrift sowie Ihre Mitgliedsnummer bei. Wir danken für Ihre Hilfe und wünschen angenehme Lektüre. Ihr RGRE-Team Hinweis: Die im Infobrief aufgeführten Informationen sind mit größter Sorgfalt recherchiert. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der genannten Daten können wir allerdings keine Gewähr übernehmen. Gereonstraße 18 - 32, 50670 Köln ;  Telefon +49 221 3771-0 Telefax +49 221 3771-128 Durchwahl +49 221 3771-311 und +49 221 3771-312 Internet: www.rgre.de  Mail: post@rgre.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn Konto 30 212 153 (BLZ 370 501 98)  IBAN: DE15 3705 0198 0030 2121 53 SWIFT-BIC: COLSDE33 RGRE Infobrief 1 /2017 INHALTSVERZEICHNIS DEUTSCHE SEKTION DES RGRE ....................................................................... 2 I. Umfrage: Kommunale Partnerschaftsaktivitäten rund um Migration und Integration .......... 2 Online-Umfrage zur Zwischenevaluation des EU-Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger ..................................................................................................................................... 2 II. EUROPÄISCHER RGRE (CEMR)......................................................................... 3 CEMR-Arbeitsprogramm für das Jahr 2017 .......................................................................... 3 III. EUROPÄISCHE UNION.......................................................................................... 4 Maltesische EU-Ratspräsidentschaft ...................................................................................... 4 IV. EUROPARAT ............................................................................................................ 4 Die Woche der lokalen Demokratie ....................................................................................... 4 V. KOMMUNALE ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT ................................ 5 Fünf Jahre Engagement Global .............................................................................................. 5 VI. VERÖFFENTLICHUNGEN / ÖFFENTLICHE KONSULTATIONEN ............ 5 Bericht der EU-Kommission über die Unionsbürgerschaft 2017 .......................................... 5 Europäischer Solidaritätskorps – Öffentliche Konsultation ................................................... 6 Literaturempfehlung ............................................................................................................... 6 Zeitschriftenspiegel ................................................................................................................ 6 VII. PARTNERSCHAFTSARBEIT ................................................................................ 7 Kommunales Partnerschaftsgesuch aus der Ukraine: ............................................................ 7 TWINNING Website ............................................................................................................. 8 VIII. VERANSTALTUNGEN/WETTBEWERBE/SONSTIGES .................................. 8 Stiftungspreis 2017 „Die lebendigste Städtepartnerschaft“ ................................................... 8 Europäischer Jugendkonvent 2017......................................................................................... 8 Projektförderung der Robert Bosch Stiftung „Werkstatt Vielfalt“ ........................................ 9 15 Jahre ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch .............. 9 Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“ .............................................................. 9 Aufruf des AdR: Bürgerdialoge „Reflecting on Europe“ .................................................... 10 1 RGRE Infobrief 1 /2017 I. DEUTSCHE SEKTION DES RGRE Umfrage: Kommunale Partnerschaftsaktivitäten rund um Migration und Integration Vor einiger Zeit hat der Rat der Gemeinden und Regionen Europas – Deutsche Sektion eine Umfrage unter deutschen Kommunen durchgeführt, um einen Eindruck darüber zu bekommen, inwieweit kommunale (Projekt-)Partnerschaften dazu herangezogen werden, der Flüchtlingsproblematik auf europäischer Ebene zu begegnen. Wir interessierten uns konkret dafür, ob und wie die Kommunen den Austausch und die Kooperationsstrukturen mit ihren kommunalen Partnern in Europa auch für das Thema Migration und Integration nutzen. Einige unserer deutschen Kommunen konnten dabei von interessanten und vielfältigen Projekten mit ihren europäischen Partnerkommunen berichten, die allesamt den Ansatz verfolgten, durch gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausche weitere Beiträge zur Aufnahme und Integration von Geflüchteten zu leisten. Die ausführliche Dokumentation und Auswertung der Umfrage zu kommunalen Partnerschaftsaktivitäten rund um Migration und Integration finden Sie auf der RGRE-Webseite unter der Rubrik Partnerschaftsarbeit, Sonstiges/Förderung: http://www.rgre.de/fileadmin/redaktion/pdf/parbeit_hinweise/Feb_2017_Umfrage_kommunale_ Partnerschaften_Migration.pdf. Online-Umfrage zur Zwischenevaluation des EU-Programms Europa für Bürgerinnen und Bürger Die aktuelle EU-Förderperiode 2014-2020 steuert auf ihre Halbzeit in 2017 zu. Damit verbunden sind Zwischenevaluationen, anhand derer geprüft wird, ob die Programme die vorgegebenen Ziele erreichen. Dies betrifft auch das Bürgerschaftsprogramm. Damit diese Evaluation möglichst aussagekräftig ist, sind auch Sie gefordert: Es gibt eine frei zugängliche Online-Umfrage zum Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger«, im Rahmen derer Sie die Gelegenheit haben, Ihre Erfahrungen mit dem Programm mitzuteilen. Eine Teilnahme ist bis zum 10. April 2017 möglich. Die Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) und die Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (KS EfBB) unterstützen die Evaluation der EU-Kommission und möchten Sie bitten, sich die Zeit zu nehmen, an dieser etwa zehnminütigen Umfrage mitzuwirken. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihre Kommune bereits eine Förderung aus dem Programm erhalten hat, sich beworben hat, aber nicht ausgewählt wurde oder aus bestimmten Gründen erst gar keinen Antrag in einer der vier Fördermaßnahmen des Programms gestellt hat. Die online gesammelten Ergebnisse fließen direkt in die Bewertung des Programms und die weitere Ausgestaltung ein. Sie können sich also aktiv an der Weiterentwicklung beteiligen. Darüber hinaus möchten wir Sie darum bieten, Ihre Hinweise und Anmerkungen zum Bürgerschaftsprogramm zusätzlich an die Geschäftsstelle der Deutschen Sektion des RGRE zu senden (Frau Lyudmyla Dvorkina, E-Mail: lyudmyla.dvorkina@staedtetag.de; Tel.: 0221- 3771-315). 2 RGRE Infobrief 1 /2017 Nach Erhalt der Rückmeldungen aus den Kommunen wird der RGRE eine Stellungnahme erarbeiten und anschließend die erhaltenen Vorschläge an die EU-Kommission mit der Bitte um Berücksichtigung weiterleiten. Auf diesem Wege möchte der RGRE die kommunalen Antworten zur Halbzeitevaluierung des Bürgerschaftsprogramms an die EU-Kommission nutzen, um damit zu einer möglichst vorteilhaften zukünftigen Ausgestaltung des Programms aus kommunaler Perspektive beizutragen. Sie erreichen die Umfrage unter folgendem Link: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/EFCMIDTERMSurvey2017. Weitere Informationen zu der Umfrage und der Zwischenevaluation können Sie hier abrufen: https://ec.europa.eu/homeaffairs/content/public-consultation-mid-term-evaluation-europecitizens-programme-2014-2020_en. II. EUROPÄISCHER RGRE (CEMR) CEMR-Arbeitsprogramm für das Jahr 2017 Der europäische Dachverband „Council of European Municipalities and Regions“ (CEMR) hat in seinem Arbeitsprogramm die Schwerpunkte für das Jahr 2017 dargestellt. Der CEMR schreibt dem Jahr 2017 aufgrund des ereignisreichen vergangenen Jahres eine zukunftsweisende Bedeutung für die EU zu und möchte aktiv an einer nachhaltigen Gestaltung der Europäischen Union mitwirken, die die Belange der Bürger/innen stärker berücksichtigt und eine wirkungsvolle Beteiligung der kommunalen und regionalen Regierungen ermöglicht. Dies spiegelt sich in dem Kernpunkt des Arbeitsprogramms „Future of Europe“ wieder, womit sich der CEMR an der Entwicklung einer Vision für Europa 2030 beteiligen möchte. Insbesondere die politische und legislative Einbindung lokaler Regierungen als essentielle Verbindungsstelle zwischen europäischen Entscheidungsträgern und Bürger/innen soll gestärkt werden, um somit auch die demokratische Legitimität der EU zu erhöhen. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Ausschuss der Regionen und weiteren relevanten Institutionen der EU essentiell. Auch das Thema Migration steht erneut im Fokus, wobei nun aufgrund der abnehmenden Migrationszahlen ein besonderes Augenmerk auf die langfristige Integration von Flüchtlingen gelegt wird. Insbesondere die Unterstützung der lokalen Behörden durch EU-Fördermittel, die Stärkung des Mehrebenensystems und der vermehrte Austausch von bewährten Verfahren in allen Bereichen von Migration sollen hervorgehoben werden. Dazu wird der CEMR auch die Entwicklungen zur Reform des Dublin-Verfahrens, zur geplanten Schaffung eines einheitlichen europäischen Asylsystems, sowie die Migrationspartnerschaften mit Drittstaaten genau verfolgen. Das komplette Arbeitsprogramm des CEMR für 2017 ist unter folgendem Link einsehbar: http://www.ccre.org/img/uploads/piecesjointe/filename/CEMR_Work_Programme_2017_EN.pd f. 3 RGRE Infobrief 1 /2017 III. EUROPÄISCHE UNION Maltesische EU-Ratspräsidentschaft Die Republik Malta hat am 01. Januar 2017 die Ratspräsidentschaft der EU für das erste Halbjahr 2017 von der Slowakei übernommen. Die Ratspräsidentschaft steht unter dem Motto „rEUnion“ und setzt programmatisch die sechs Themenschwerpunkte „Migration“, „Binnenmarkt“, „Sicherheit“, „Soziale Eingliederung“, „Europas Nachbarn“ und „Maritimes“. In wichtigem Feld Migration wird auf ein gemeinsames europäisches Asylsystem hingearbeitet, hierbei soll anstatt des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen eine vollwertige Europäische Agentur entstehen. Zudem steht die Bekämpfung der Ursachen für Migration auf der Agenda, was sich auch im Punkt „Europas Nachbarn“ niederschlägt. Die Förderung der multilateralen Beziehungen und die Stabilisierung der südlichen Nachbarn Europas in Afrika und dem Nahen Osten sind dort ein wichtiger Bestandteil. Im Hinblick auf den europäischen Binnenmarkt werden Schwerpunkte im Bereich der Digitalisierung (Abschaffung der Roaming-Gebühren, Fortschritte beim Geoblocking, kostenloses WIFI) und beim Thema Energieeffizienz und Energieversorgungssicherheit gesetzt. Auch ist der Ausbau des Europäischen Fonds für strategische Investitionen eine Priorität. Des Weiteren wird dem Kampf gegen den Terror und der Sicherung der EU-Außengrenzen viel Platz eingeräumt. Dies schließt die Schaffung eines Reiseinformations- und Genehmigungsprogramms (ETIAS) ein. Im sozialen Bereich gilt es die Gleichstellung der Geschlechter, auch auf dem Arbeitsmarkt voranzutreiben. Im Kontext von Gleichstellung wird auch eine Konferenz auf Ministerebene zu LGBTIQ-Themen stattfinden. Weitere Informationen zum EU-Ratsvorsitz Maltas sind unter folgendem Link abrufbar: http://www.eu2017.mt. IV. EUROPARAT Die Woche der lokalen Demokratie Vom 09.-15.10.2017 findet die Europäische Woche der Lokalen Demokratie (EWLD) statt, die jährlich vom Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE) koordiniert wird. Die Initiative richtet sich an lokale Behörden aus den 47. Mitgliedstaaten des Europarates sowie an ihre Verbände, Bürger und Nichtregierungsorganisationen. Diese sind eingeladen, sich zu registrieren und öffentliche Veranstaltungen zu organisieren, um die demokratische Teilhabe an der Basis zu fördern. Thema der diesjährigen EWLD ist die Würdigung der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung. Weitere Informationen sind erhältlich bei der zuständigen EWLDProjektkoordinatorin Orsolya Gancsos, Tel: +33(0) 388 413223, Mail: de-mocracy.week(at)coe.int und auf der folgenden Webseite http://www.congress-eldw.eu/en/. 4 RGRE Infobrief 1 /2017 V. KOMMUNALE ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT Fünf Jahre Engagement Global Anlässlich der Jubiläen von Engagement Global (5 Jahre) und ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (20 Jahre) haben die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und die Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) der im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aktiven „Engagement Global“ ein gemeinsames Papier überreicht. Dieser sogenannte „Zwischenruf“ betont die Potenziale kommunaler Entwicklungszusammenarbeit und den Gestaltungswillen der kommunalen Ebene sowie die bedeutende Rolle von „Engagement Global“ als kompetenter, zuverlässiger und starker Partner für Städte, Gemeinden und Landkreise. Den Blick gen Zukunft gerichtet enthält „der Zwischenruf“ auch Möglichkeiten und Zielsetzungen, die sich die kommunale Ebene für den Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten dringend erhofft. VI. VERÖFFENTLICHUNGEN / ÖFFENTLICHE KONSULTATIONEN Bericht der EU-Kommission über die Unionsbürgerschaft 2017 Die EU-Kommission hat Ende Januar 2017 den dritten Bericht über die Unionsbürgerschaft veröffentlicht. Seit 2010 gibt die Kommission alle drei Jahre diesen Bericht heraus, um über die Initiativen zur Stärkung der Unionsbürgerschaft zu informieren und gleichzeitig die EUBürgerinnen und Bürger über ihre Rechte und Möglichkeiten aufzuklären. Für diesen Bericht wurde auch die Meinung der Bürgerinnen und Bürger anhand von öffentlichen Konsultationen und Erhebungen ausgewertet und in das Papier einbezogen. Der Bericht befasst sich inhaltlich mit den vier Hauptbereichen: Stärkung der mit der Unionsbürgerschaft verbundenen Rechte und der gemeinsamen Werte der EU; Steigerung der Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger am demokratischen Leben in der EU; Vereinfachung des täglichen Lebens der EU-Bürger; Stärkung der Sicherheit und Förderung der Gleichberechtigung. Um diese Ziele zu erreichen möchte die Kommission in Zukunft neben einer europaweiten Informationskampagne zur Stärkung des Bewusstseins über die Unionsbürgerschaft auch eine verstärkte europäische Debattenkultur über den Ausbau von Bürgerdialogen fördern. Des Weiteren sollen bürokratische Prozesse für die EU-Bürgerinnen und Bürger mit einem einzigen digitalen Zugangstor für Verwaltungsfragen vereinfacht sowie die europäische Freiwilligenarbeit unterstützt werden. Hierzu wurde im Dezember 2016 das Europäische Solidaritätskorps ins Leben gerufen, womit jungen Menschen ermöglicht wird, sich ehrenamtlich für gute Zwecke einzusetzen. Den vollständigen Bericht über die Unionsbürgerschaft 2017 sowie ein „Factsheet“ mit den wichtigsten Inhalten stehen hier auch in deutscher Sprache zum Download bereit. 5 RGRE Infobrief 1 /2017 Europäischer Solidaritätskorps – Öffentliche Konsultation Die EU-Kommission hat am 6. Februar 2017 eine öffentliche Konsultation zu dem kürzlich eingerichteten Europäischen Solidaritätskorps gestartet. Hintergrund hierfür ist die Ausarbeitung eines Legislativvorschlags der EU-Kommission zur rechtlichen Grundlage des Europäischen Solidaritätskorps. Die Kommission möchte mit ihrem Vorschlag den Bedürfnissen und Erfahrungen der EU-Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen, weshalb junge Menschen, Lehrkräfte, Jugendarbeiter, Organisationen, Arbeitgeber und sonstige Interessenträger nun bis zum 02. April 2017 ihre Bewertungen und Meinungen beitragen können. Das im Dezember 2016 eingeführte Europäische Solidaritätskorps bietet jungen Menschen in Europa die Möglichkeit, im Rahmen von Projekten für einen Zeitraum zwischen zwei und zwölf Monaten Freiwilligendienst zu leisten, ein Praktikum oder eine Ausbildung zu absolvieren oder eine Stelle anzutreten. Nähere Informationen zum Europäischen Solidaritätskorps finden Sie hier. Literaturempfehlung Sterl, Barbara: Die Europäisierung der Kommunen: zwischen Absorption und Transformation. Aus der Reihe: Schriftenreihe des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung, BadenBaden, Nomos 2016. Zeitschriftenspiegel Fundstelle Ausgabe Autor/in Titel des Artikels Kommunalpolitische Blätter 12/2016 S. 42f. Die öffentliche Verwaltung 24/2016 S. 1021ff. Frenz EU-Zuständigkeiten nach dem Brexit Stadt und Gemeinde interaktiv 11/2016 S. 499ff. Bauer Die Städteagenda für die EU Der Landkreis 12/2016 S. 735f. Schäuble Wie geht es weiter mit Europa? Der Landkreis 12/2016 S. 733ff. Schulz Europa ist ein Ort der Hoffnung Europarecht 05/2016 S. 490ff. Mögele Die Durchführung der EUFörderpolitiken durch die Mitgliedstaaten im Spannungsfeld europäischen Verwaltungs- und Haushaltsrechts: ein Werkstattbericht aus der Praxis der Verkehrsprojekte in Kommunen voranbringen 6 RGRE Infobrief 1 /2017 europäischen Mehrebenenverwaltung Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht VII. 1-2/2017 S. 28ff. Brauneck Energieunion: Neues Weisungsrecht der EU-Kommission für zwischenstaatliche Abkommen? PARTNERSCHAFTSARBEIT Kommunales Partnerschaftsgesuch aus der Ukraine: Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Fastiv richtete an uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch, in dem die Stadt Fastiv gerne eine Städtekooperation oder –partnerschaft mit einer deutschen Kommune anstrebt. Fastiv, das ca. 50. 000 Einwohner zählt, liegt rund 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kiew im Kiewer Gebiet. Wegen seiner günstigen geographischen Lage als Transport- und Eisenbahnkreuz besitzt die Stadt eine starke industrielle Prägung. Mehrere der größten Eisenbahnunternehmen der Ukraine wie etwa die „Refrigerator Wagon Company“ haben ihren Sitz oder Standorte dort. In Festiv befindet sich der wirtschaftlich dynamischer Industriepark „Fastindustry“ mit einer Gesamtfläche von 15 Hektar. Dort sind viele nationale und internationale Industriefirmen ansässig. Zum Beispiel hat das Baustoff-Unternehmen Kreisel, Teil der deutschen Fixit-Holding, 2008 dort einen Produktionsstandort eröffnet. Insgesamt umfasst der Industriepark die Branchen Maschinenbau, Brauereien, Druck- und Papiererzeugnisse, Verpackungsmaterialien, Chemieprodukte sowie Heizungstechnik. Zudem werden auch Agrarerzeugnisse industriell weiterverarbeitet, so dass dort große Agrarproduzenten ansässig sind. Ausländische Investoren im Industriepark „Fastindustry“ sind unter anderem Firmen aus Deutschland, Zypern, Norwegen und China, was die internationale Ausrichtung des Industrieparks unterstreicht. Die Stadt Fastiv möchte nun die Zusammenarbeit mit deutschen Kommunen, vor allem im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, anregen und die Revitalisierung der lokalen und regionalen Wirtschaft fortführen. Durch Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, Arbeitsämtern und Ausbildungseinrichtungen soll die Ansiedlung ausländischer Firmen im Industriepark auch von öffentlicher Seite unterstützt werden. Dabei gelten für ausländische Investoren besondere Konditionen unter den ukrainischen Gesetzesbestimmungen für Industrieparks. Zudem interessiert sich die Stadt Fastiv für gemeinschaftliche zivilgesellschaftliche Projekte in Zusammenarbeit mit ausländischen Kommunen oder Nichtregierungsorganisationen, die die regionale Entwicklung in den Bereichen Soziales, Bildung oder Wirtschaft fördern. Kommunen, die sich für eine Partnerschaft interessieren, erhalten weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, Tel: 0221/3771-315, Frau Dvorkina (E-Mail: lyudmyla.dvorkina@staedtetag.de). 7 RGRE Infobrief 1 /2017 TWINNING Website Die folgenden Kommunen haben auf der Twinning-Website des europäischen Dachverbandes des CEMR ein Gesuch eingestellt und ihr Interesse am Aufbau einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune geäußert: TSCHECHIEN: Obec Jenstejn: eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 15 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Prag und gehört zum Okres Praha-východ. Die Gemeinde zählt ca. 1. 147 Einwohner. Der verlinkte Ortsname führt Sie auf die entsprechende Seite im Twinning-Portal. Dort finden Sie nähere Angaben zu den Gesuchen und auch die Namen, Telefonnummern oder E-MailAdressen der Kontaktpersonen. VIII. VERANSTALTUNGEN/WETTBEWERBE/SONSTIGES Stiftungspreis 2017 „Die lebendigste Städtepartnerschaft“ Die Stiftung „Lebendige Stadt“ ruft alle Kommunen dazu auf, sich für den Stiftungspreis 2017 zu bewerben. Gesucht werden kommunale Partnerschaften, die sich aufgrund ihrer besonderen Kreativität, Dynamik und des interkulturellen Austauschs auszeichnen und somit wichtige Beiträge zum Dialog und Kontakt zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Religion oder Kultur leisten. Nähere Informationen zum Stiftungspreis 2017 und das Bewerbungsformular können Sie hier einsehen. Die Bewerbungsfrist ist der 17. März 2017. Europäischer Jugendkonvent 2017 Vom 9.-12. März 2017 sind 150 Vertreter/innen von Jugendorganisationen aus ganz Europa eingeladen, am Europäischen Jugendkonvent (European Youth Convention, EYC) in Straßburg teilzunehmen. Dort wollen die engagierten Jugendlichen eine neue europäische Verfassung entwickeln und ihre Ideen anschließend Politikern und Entscheidungsträgern der EU präsentieren. Ausgerichtet wird der ECY vom französischen Verband der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF), die mit über 30 000 Aktivisten die größte pro-europäische Jugendorganisation bildet. Bewerben können sich Vertreter/innen von Jugendorganisationen aller Ausrichtungen, die sich zu demokratischen Werten bekennen. Die Teilnahmekosten betragen 40 Euro und enthalten Unterkunft und die meisten Mahlzeiten. Es werden außerdem die Fahrkosten in Höhe von bis zu 100 Euro erstattet. Bewerbungen für die Teilnahme können auf der Website des ECY getätigt werden. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen zu der Veranstaltung. 8 RGRE Infobrief 1 /2017 Projektförderung der Robert Bosch Stiftung „Werkstatt Vielfalt“ Das Programm „Werkstatt Vielfalt“ der Robert Bosch Stiftung wurde ins Leben gerufen, um lokale und stadteilspezifische Bürgerprojekte zu unterstützen, die das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion oder sozialer Gesellschaftsschichten fördern. So soll das Verständnis und der Austausch der Bürger untereinander im unmittelbaren Lebensumfeld gestärkt werden, sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Sensibilisierung für andere Lebensformen oder Lebensumstände erreicht werden. Die bereits neunte Ausschreibungsrunde des Programms „Werkstatt Vielfalt“ wird von der Stiftung Mitarbeit im Auftrag der Robert Bosch Stiftung durchgeführt und fördert Einzelprojekte mit bis zu 7. 000 €. Dabei werden neben der finanziellen Unterstützung auch Expertenberatungen im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Projektideen ermöglicht. Projektanträge können in Form eines Antragsformulars, das auf der Website zum Download bereitsteht, noch bis zum 15. März 2017 postalisch eingesendet werden. Weitere Informationen und nähere Erläuterungen zur Antragsstellung finden sie hier: http://www.mitarbeit.de/werkstatt_vielfalt.html 15 Jahre ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch Das ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Das Koordinierungszentrum wurde im Jahr 2001 als Einrichtung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründet und arbeitet seitdem erfolgreich in enger Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Behörde für Jugendaustausch mit Israel (Israel Youth Exchange Authority) daraufhin, den deutsch-israelischen Jugendaustausch zu fördern. ConAct übernimmt hierbei vor allem eine Funktion als Service- und Informationszentrum und bietet wertvolle Beratung und Förderung für deutsch-israelische Jugendaustausche an, organisiert Fachseminare für Jugendgruppen-Leiter/innen und wirkt auch an der Konzeption neuer Partnerschaftsprojekten und Ideen mit. Insgesamt werden jährlich circa 300 Projekte mit bis zu 7000 Teilnehmern durch das Zentrum gefördert. Anlässlich des Jubiläums hat ConAct nun eine Jubiläumsbroschüre erstellt, die unter dem Link www.conact-org.de/jubilaeum-2015/jubilaeumsbroschuere abrufbar ist, aber auch kostenlos bestellt werden kann. Zusätzlich sind auf der Homepage viele weitere Informationen über das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch zu finden. www.conact-org.de. Ideenwettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go!“ Die Robert Bosch Stiftung hat gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg einen Wettbewerb zur Förderung von transnationalen Austauschprojekten gestartet. Bewerben können sich Teams bestehend aus drei Projektpartnern (jeweils ein Partner aus Frankreich, Deutschland und einem weiteren EU-Mitgliedsstaat), die ein Austauschprojekt verwirklichen möchten und hierzu Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen wollen. Der Wettbewerb „On y va – auf geht’s – let’s go“ unterstützt ausgewählte Projekte mit bis zu 9 RGRE Infobrief 1 /2017 5. 000 €, der Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017. Weitere Informationen über den Ideenwettbewerb können Sie auf der Website einsehen, dort befindet sich unter anderem auch das Online-Bewerbungsformular. Aufruf des AdR: Bürgerdialoge „Reflecting on Europe“ „Reflecting on Europe - Nachdenken über die Gegenwart und Zukunft Europas“ ist eine Initiative des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), um Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Vorstellungen von einer zukünftigen Europäischen Union einzubringen. Die Initiative antwortet hiermit auf das dringende Erfordernis, Europäische Politikgestaltung näher an die Menschen vor Ort zu tragen. In diesem Zusammenhang unterstützt der AdR im Jahr 2017 lokale Veranstaltungen, die in Form von Bürgerdialogen durch die Initiative von AdR-Mitgliedern im Zusammenspiel mit Regionen, Kommunen, ihren Verbänden und EU-Institutionen vor Ort stattfinden. Die Details zur finanziellen und logistischen Unterstützung der Bürgerdialoge durch den AdR können dem Informationsblatt entnommen werden. Veranstaltungen in Deutschland sind für das Frühjahr 2017 sowie den Herbst 2017 geplant. Konkret wurde vom Vorsitz der deutschen AdR-Delegation das Zeitfenster vom 22. Mai bis 09. Juni 2017 und vom 16. Oktober bis 16. November 2017 für die Bürgerdialoge vorgeschlagen. Da der AdR in die Vorbereitungen eingebunden ist, müssten Veranstaltungsvorschläge mindestens drei Monate vor dem geplanten Veranstaltungstermin beim AdR eingegangen sein. Das bedeutet, dass die nächstmögliche Frist für die Einreichung von Veranstaltungsvorschlägen ab Mitte Juli 2017 für die Veranstaltungen in dem Zeitraum vom 16. Oktober bis 16. November 2017 liegt. Das Antragsverfahren sowie Berichte über bisherige Veranstaltungen können hier eingesehen werden: http://cor.europa.eu/de/events/Pages/cor-local-events.aspx. Voraussetzung für eine Interessenbekundung wäre zunächst die Kontaktaufnahme mit einem AdR Mitglied aus Ihrer Region, das die geplante Veranstaltung mitträgt. Zu diesem Zweck finden Sie hier die Liste der deutschen AdR-Mitglieder und ebenfalls die Kontaktdaten zu den Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsebene. Im AdR selbst wäre Herr Wolfgang Petzold wolfgang.petzold(at)cor.europa.eu, Telefon +32 2 282 23 58, Ansprechpartner bei Nachfragen. 10
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