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Full text: RGRE-Förderbrief (Rights reserved) Issue 2015,5 (Rights reserved)

| Council of European Municipalities and Regions | Conseil des Communes et Régions d`Europe | Συµβολιο των Ευρωπαικ ∆ηµων και περιϕεριων | Consejo de municipios y regiones de europa | Consiglio dei comuni e delle regioni d`Europa | Raad der Europese gemeenten en regios | Conselho dos municipios e regiòes da Europa | RGRE | Gereonstraße 18 – 32 | 50670 Köln Rat der Gemeinden und Regionen Europas | Deutsche Sektion Datum November 2015 Unser Zeichen 81.06.01 R G R E - F Ö R D E R B R I E F 5 /2 0 1 5 Telefon +49 221 3771-0 Durchwahl 3771-3 15 Telefax +49 221 3771-1 28 Bearbeitet von Lyudmyla Dvorkina Förderbrief für Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen in Rat und Verwaltung IN EIGENER SACHE Bitte teilen Sie uns mit, wenn sich Ihre E-Mail-Anschrift ändert. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: foerderbrief(at)rgre.de. Bitte fügen Sie dieser E-Mail auch Ihre Anschrift sowie Ihre Mitgliedsnummer bei. Wir danken für Ihre Hilfe und wünschen angenehme Lektüre. Ihr RGRE-Team Hinweis: Die im Förderbrief aufgeführten Informationen sind mit größter Sorgfalt recherchiert. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der genannten Daten können wir allerdings keine Gewähr übernehmen. Gereonstraße 18 - 32, 50670 Köln ;  Telefon +49 221 3771-0 Telefax +49 221 3771-128 Durchwahl +49 221 3771-311 und +49 221 3771-312 Internet: www.rgre.de  Mail: post@rgre.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn Konto 30 212 153 (BLZ 370 501 98)  IBAN: DE15 3705 0198 0030 2121 53 SWIFT-BIC: COLSDE33 RGRE Förderbrief 5/2015 INHALTSVERZEICHNIS I. AUSSCHREIBUNGEN UND AUFRUFE ................................................................... 2 Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen: EU-Programm EaSI, Unterprogramm PROGRESS............................................................................................................................ 2 Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen: EU-Programm Erasmus+/Neuer Programmleitfaden ................................................................................................................. 2 Horizont 2020: Arbeitsprogramm (2016-2017) und Ausschreibungen veröffentlicht........... 4 Aufruf: EU-Programm INTERREG NWE, Transnationale Zusammenarbeit ....................... 5 II. FÖRDERNACHRICHTEN.......................................................................................... 5 Neuer Leitfaden für eine bessere Verwendung von EU-Geldern .......................................... 5 Bürokratieabbau bei INTERREG: Stellungnahme des AdR verabschiedet........................... 5 Bericht des EU-Parlaments mit Verbesserungsvorschlägen für die EU-Kohäsionspolitik.... 6 Das INTERREG Nordseeprogramm 2014-2020.................................................................... 6 Fördermöglichkeiten für Flüchtlingsarbeit und Integration ................................................... 7 III. PROJEKTPARTNERSUCHE ..................................................................................... 7 Projektpartnergesuch aus Spanien: URBACT III .................................................................. 7 Projektpartnergesuch aus dem Vereinigten Königsreich: Interreg NWE .............................. 8 Projektpartnergesuch aus dem Vereinigten Königsreich: Interreg NWE, Energy Recycling in Trains.................................................................................................................................. 8 IV. VERANSTALTUNGEN/WETTBEWERBE/SONSTIGES ...................................... 9 Seminar »Europa gemeinsam gestalten. Das EU-Programm ›Europa für Bürgerinnen und Bürger‹ (2014–2020)« ............................................................................................................ 9 Erasmus+ Infotag ................................................................................................................... 9 Seminar zu Concept Notes im Rahmen von EuropeAid-Ausschreibungen ........................... 9 Informationsveranstaltung zu Erasmus+ für neue Antragstellerinnen und Antragsteller .... 10 Seminar zur Flüchtlingsarbeit .............................................................................................. 10 1 RGRE Förderbrief 5/2015 I. AUSSCHREIBUNGEN UND AUFRUFE Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen: EU-Programm EaSI, Unterprogramm PROGRESS Das EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation „EaSI“ ist ein direkt von der EU-Kommission verwaltetes Finanzierungsinstrument. EaSI hat zum Ziel, die Union in Bezug auf die Förderung eines hohen Niveaus hochwertiger und nachhaltiger Beschäftigung, die Gewährleistung eines angemessenen und fairen sozialen Schutzes, die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu unterstützen und zur Umsetzung der Strategie Europa 2020 beizutragen. EaSI umfasst drei Unterprogramme: PROGRESS, EURES und das Progress-Mikrofinanzierungsinstrument. Noch bis zum 16. November 2015 besteht die Möglichkeit für die Einreichung von Projektvorschlägen (Aufforderung: VP/2015/011) für sozialpolitische Innovationen zur Unterstützung der Reformierung der Sozialdienstleistungen innerhalb des Unterprogramms PROGRESS. Zweck dieser Aufforderung ist die Förderung von Innovation in den Organisationen, die sich auf die integrierte Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen konzentrieren und die Integration der Nutzer in den Arbeitsmarkt unterstützen. Außerdem soll diese Aufforderung dazu beitragen, die Umsetzung der Empfehlung zur aktiven Eingliederung und des Sozialinvestitionspaketes sowie der Initiative zur Verbesserung der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Insgesamt 10,8 Mio. Euro stehen für diese Aufforderung zur Verfügung. Die beantragte Finanzhilfe muss mindestens 750.000 Euro und darf höchstens 2 Mio. Euro betragen. Durch die Finanzierung der EU können maximal 80 % der förderfähigen Gesamtkosten des Projektes übernommen werden. Antragsberechtigt sind öffentliche, private oder gemeinnützige Einrichtungen, eingetragene juristische Personen mit Sitz in einem der an EaSI/PROGRESS teilnehmenden Länder: EUMitgliedstaaten, Island, Norwegen, Albanien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und die Türkei. Die finanzielle Unterstützung wird einem Konsortium von Akteuren (Hauptantragsteller und Mitantragsteller) gewährt, wobei an dem Vorschlag ein oder mehrere Mitantragsteller beteiligt sein können. Weitere Informationen zu der Aufforderung im Rahmen des EaSi-Programms /PROGRESS können hier abgerufen werden. Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen: EU-Programm Erasmus+/Neuer Programmleitfaden Am 20. Oktober 2015 wurde im Amtsblatt der EU der Erasmus+ Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen 2016 veröffentlicht. Der Erasmus+ Aufruf richtet sich an öffentliche und 2 RGRE Förderbrief 5/2015 private Einrichtungen aus den EU-28 Mitgliedstaaten, Island, Lichtenstein und Norwegen, der Türkei und Mazedonien, die in allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport tätig sind. Außerdem können auch Gruppen junger Menschen, die in der Jugendarbeit und nicht unbedingt in einer Jugendorganisation beschäftigt sind, Mittel für die Lernmobilität von jungen Menschen und Jugendbetreuern sowie für strategische Partnerschaften im Bereich Jugend beantragen. Im nächsten Jahr stehen 2,2 Mrd. Euro für Erasmus+ bereit und bis zum Jahr 2020 ist das Programm mit einem Gesamtbudget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Folgende Fristen für die Einreichung von Anträgen sind zu beachten: Leitaktion 1 Mobilität von Einzelpersonen im Bereich Jugend Fristen 2. Februar 2016 Mobilität von Einzelpersonen im Bereich allgemeine und berufliche Bildung 2. Februar 2016 Mobilität von Einzelpersonen im Bereich Jugend 26. April 2016 Mobilität von Einzelpersonen im Bereich Jugend 4. Oktober 2016 Gemeinsame Masterabschlüsse im Rahmen von Erasmus Mundus 18. Februar 2016 Großveranstaltungen Europäischer Freiwilligendienst Leitaktion 2 1. April 2016 Fristen Strategische Partnerschaften im Bereich Jugend 2. Februar 2016 Strategische Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend 26. April 2016 Strategische Partnerschaften im Bereich Jugend 4. Oktober 2016 Wissensallianzen, Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten 26. Februar 2016 Kapazitätsaufbau im Bereich Hochschulbildung 10. Februar 2016 Kapazitätsaufbau im Bereich Jugend 2. Februar 2016 Kapazitätsaufbau im Bereich Jugend 1. Juli 2016 Leitaktion 3 Treffen von jungen Menschen und Entscheidungsträgern Fristen 2. Februar 2016 3 RGRE Förderbrief 5/2015 des Bereichs Jugend 26. April 2016 4. Oktober 2016 Jean-Monnet-Aktionen Lehrstühle, Module, Spitzenforschungszentren, Unterstützung von Vereinen, Netze, Projekte Sport Kooperationspartnerschaften mit Bezug zur Europäischen Woche des Sports 2016 Fristen 25. Februar 2016 Fristen 21. Januar 2016 Kooperationspartnerschaften ohne Bezug zur Europäischen Woche des Sports 2016 12. Mai 2016 Kleine Kooperationspartnerschaften 12. Mai 2016 Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen mit Bezug zur 21. Januar 2016 Europäischen Woche des Sports 2016 Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen ohne Bezug zur Europäischen Woche des Sports 2016 12. Mai 2016 Nähere Informationen zu Erasmus+ und Teilnahmemodalitäten sind dem neuen Erasmus+Programmleitfaden 2015 zu entnehmen: http://ec.europa.eu/programmes/erasmusplus/documents/erasmus-plus-programme-guide_en.pdf. Horizont 2020: Arbeitsprogramm (2016-2017) und Ausschreibungen veröffentlicht Am 13. Oktober 2015 veröffentlichte die EU-Kommission das Arbeitsprogramm des EUForschungsförderungsprogramms Horizont 2020 für die Jahre 2016-2017, wobei in vielen Bereichen gleichzeitig die Ausschreibungen geöffnet wurden. Diese sind über das Participant Portal abrufbar. Das Programm beinhaltet neben der allgemeinen Einleitung mit den Prioritäten der EUKommission 18 spezifische Kapitel für die einzelnen Teile von Horizont 2020. Hinzu gekommen ist ein neues Kapitel zu übergreifenden Aktivitäten. Insgesamt stehen knapp 16 Mrd. Euro in den zwei Jahren zur Verfügung. Für die Maßnahmen zur „Innovativen Öffentlichen Beschaffung“ innerhalb des Horizont 2020 wurden 130 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und eine Erhöhung der Förderquote ist vorgesehen: 90% für PCP-Projekte (pre-commercial procurement) und 35% für PPI-Projekte (public procurement of innovative solutions). Quelle: EUB-Telegramm 21/2015 4 RGRE Förderbrief 5/2015 Aufruf: EU-Programm INTERREG NWE, Transnationale Zusammenarbeit Der zweite Aufruf für die Einreichung von Projektvorschlägen in Rahmen des EUProgramms INTERREG Nordwesteuropa (NWE) wurde veröffentlicht und bezieht sich auf die Themenbereiche Innovation, CO2-Reduktion und Ressourceneffizienz. Innerhalb des zweistufigen Verfahrens können Projektvorschläge noch bis zum 30. November 2015 eingereicht werden. Bis zum 6. Februar 2016 wird dann über die zugelassenen Projektvorschläge für die zweite Stufe entschieden, wonach ein vollständiger Antrag eingereicht werden muss. Das EU-Programm INTERREG NWE fördert transnationale Kooperationsprojekte zwischen Partnern aus Luxemburg, Belgien, Großbritannien, Irland, der Schweiz und Teilen Deutschlands und der Niederlanden. Aus Deutschland sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland beteiligt. Für den Zeitraum 2014-2020 stehen rund. 370 Mio. Euro zur Verfügung. INTERREG NEW wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert, wobei die Kofinanzierungsrate bei bis zu 60 Prozent liegt. Weitere Informationen können dem folgenden Link entnommen werden: https://www.steinbeis-europa.de/call.908.html II. FÖRDERNACHRICHTEN Neuer Leitfaden für eine bessere Verwendung von EU-Geldern Am 29. Oktober 2015 veröffentlichte die EU-Kommission einen Leitfaden zur Vergabe öffentlicher Aufträge. Das Ziel des Leitfadens ist es, den Mitgliedstaaten zu helfen, Fehler bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, die aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds kofinanziert werden, zu vermeiden. Die unzureichenden Verwaltungskapazitäten sind des Öfteren die Ursache für die häufigsten Fehler bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Deshalb möchte die Kommission Maßnahmen ergreifen, welche Verwaltungskapazitäten stärken und die Verwaltungs- und Kontrollsysteme verbessern werden. Der praktische Leitfaden enthält Beispiele für bewährte Verfahren, Fallstudien, und nützliche Links und ist vor allem an diejenigen gerichtet, die sich mit der Planung, Auswahl und Durchführung von EU-geförderten Projekten beschäftigen. Quelle: EU-Kommission Bürokratieabbau bei INTERREG: Stellungnahme des AdR verabschiedet Der Ausschuss der Regionen (AdR) hat am 2. September 2015 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des EU-Programms INTERREG eine Deklaration „25 Years of INTERREG: New Impetus for Cross-Border Cooperation“ veröffentlicht, in der der Bürokratieabbau zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gefordert wurde. 5 RGRE Förderbrief 5/2015 Der AdR hebt hierbei die Bedeutung kleinerer Projekte für den Erfolg der europäischen Regionalpolitik hervor und fordert größere Flexibilität für grenzüberschreitende Projekte. Mit Blick auf die Zukunft der EU-Regionalpolitik soll der Verwaltungsaufwand künftig reduziert und die Kontrollen durch die EU-Kommission vereinheitlicht werden. Bericht des EU-Parlaments mit Verbesserungsvorschlägen für die EU-Kohäsionspolitik Das Plenum des Europäischen Parlaments hat am 9. September mit großer Mehrheit den Bericht „Investitionen für Beschäftigung und Wachstum: Förderung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts in der Union“ mit Verbesserungsvorschlägen zur Abwicklung der kohäsionspolitischen Maßnahmen verabschiedet. Die Abgeordneten bemängeln dabei den verspäteten Beginn der aktuellen und ausstehenden Abrechnungen der vergangenen Förderperiode. Weiterhin wird gefordert, die Zahlungen für die Jahre 2017 und 2018 zu erhöhen. Schließlich halten es die Abgeordneten für wichtig, dass auch Kommunen, z.B. bei Finanzierungsinstrumenten und beim öffentlichen Auftragswesen, als „nützlich“ für Innovation und Kreativität angesehen und folglich unterstützt werden. Quelle: Brüssel Aktuell 32/2015 Das INTERREG Nordseeprogramm 2014-2020 Das Programmgebiet des Interreg Nordseeraums umfasst die Länder Norwegen und Dänemark sowie küstennahe Regionen Deutschlands, Belgiens, Schwedens, Großbritanniens und der Niederlande. Von deutscher Seite aus sind die norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein beteiligt. Programmziel ist es, Kooperationen in der ganzen Nordseeregion zu etablieren um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Hierfür fördert das Interreg Nordseeprogramm 2014 – 2020 Projekte zu den folgenden vier Prioritätsachsen: Wirtschaftswachstum, umweltverträgliche Wirtschaft, Klimawandel und Umweltschutz, umweltverträglicher Verkehr. Das neue Interreg Nordseeprogramm 2014-2020 ist mit der Durchführung des ersten Calls (27.04-30.06.2015) in die neue Förderperiode gestartet. Mit dem Durchführungsbeschluss der Europäischen Kommission vom 17.08.2015 wurde das operationelle Programm des Interreg Nordseeprogramms 2014-2020 offiziell genehmigt. Derzeit wird in den Mitgliedsstaaten des Kooperationsraumes über die eingegangenen Anträge des ersten Calls beraten. In einem zweiten Schritt werden die eingereichten Anträge im Lenkungsausschuss des Interreg Nordseeprogramms am 9. und 10. November 2015 entschieden. Am 25. November 2015 wird die traditionelle Norddeutsche Informationsveranstaltung vom Deutschen Beratungsnetzwerk zum Thema „Erfolgreich durch die Antragsbewertung“ in Bremerhaven stattfinden. Der nächste Call ist für den Januar/Februar 2016 geplant. Für alle 6 RGRE Förderbrief 5/2015 Projektinteressierten findet am 9. und 10. Dezember 2015 in Amsterdam ein „Interwork“ Event statt. Mehr Informationen finden Sie auf der deutschsprachigen Website www.interreg-nordsee.de. Der deutsche Internetauftritt wurde komplett überarbeitet. Weitere aktuelle Informationen über den Entscheidungsprozess und weitere Calls erfahren Sie auch unter www.northsearegion.eu. Fördermöglichkeiten für Flüchtlingsarbeit und Integration Angesichts der großen Herausforderungen der Flüchtlingskrise, mit denen sich in Deutschland nicht nur der Bund und die Länder, sondern insbesondere die Städte, Gemeinden und Kommunen auseinandersetzen müssen, spielen die Fördermöglichkeiten im Bereich der Flüchtlingshilfe, Migration und Integration eine große Rolle. Diese gibt es innerhalb zahlreicher EU-Instrumente und –Programme auf europäischer und nationaler Ebene. Des Weiteren bieten auch die Länderprogramme und Stiftungen eine finanzielle Unterstützung für die Arbeit mit Asylsuchenden und Flüchtlingen. Auf der Ebene der EU soll der „Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds“ (AMIF) zur effizienten Steuerung der Migrationsströme sowie zur Durchführung, Konsolidierung und Weiterentwicklung der gemeinsamen Asyl- und Einwanderungspolitik beitragen. Der AMIF fördert Projekte in drei Bereichen: „Gemeinsames Europäisches Asylsystem“, „Integration von Drittstaatsangehörigen und legale Migration“ sowie „Rückkehr“ und unterstütz Maßnahmen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene. Bei den sogenannten „Unionsmaßnahmen“ erfolgt die Antragstellung über die Generaldirektion der EUKommission Migration und Inneres. In Deutschland wird der AMIF federführend vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durchgeführt. Der nächste Aufruf innerhalb des AMIF wird auf der Homepage des BAMF voraussichtlich im 4. Quartal 2015 veröffentlicht: http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/EUFonds/AMIF/amifnode.html. Quelle: emcra EU-Fördertipp 14.10.2015 III. PROJEKTPARTNERSUCHE Projektpartnergesuch aus Spanien: URBACT III Die Stadt Igualada in Spanien sucht Partner im Rahmen des EU-Programms URBACT III, einem europäischen Austausch- und Lernprogramm zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Das Programm unterstützt Städte dabei, Lösungen für städtische Herausforderungen zu erarbeiten. Als Projektkoordinator führt die Stadt Igualada gemeinsam mit anderen Partnern das Projekt mit dem Titel „RetaiLink“ bereits in seiner ersten Entwicklungsphase durch, die vom 7 RGRE Förderbrief 5/2015 15.09.15-15.03.2016 läuft: http://urbact.eu/new-action-planning-networks-more-informationavailable. Gesucht wird nach Partnern für die zweite Phase des oben genannten Projekts (Umsetzungsphase), wobei 3-4 neue Partner ins Projekt einbezogen werden sollen. Konkret zielt das Projekt „RetaiLink“ darauf ab, einen integrativen Einsatz für wirtschaftliche Wiederbelebung des Einzelhandelssektors in bestimmten Stadtgebieten mittelgroßer Städte zu entwickeln. Dadurch soll das lokale Wirtschaftswachstum erhöht und Arbeitsplätze geschaffen werden. Als Partner gefragt sind mittelgroße Städte, die von ähnlichen Herausforderungen stehen. Nähere Informationen zum Projekt können hier abgerufen werden. Projektpartnergesuch aus dem Vereinigten Königsreich: Interreg NWE Eine kommunale Behörde für Müllentsorgung und -verwertung aus Merseyside (ein Metropolitan County in England, Liverpool) plant die Einreichung eines Projektantrages im Rahmen des EU-Programms Interreg North West Europe und ist deshalb auf der Suche nach Partnern. Obwohl für die Teilnahme an diesem Programm nur die Länder wie Irland, Benelux, Nordfrankreich, Schweiz und Nordwestdeutschland in Frage kommen, wird in der Projektbeschreibung darauf hingewiesen, dass es gewisse Möglichkeiten gibt, auch Partner außerhalb dieser Zone ins Projekt einzubeziehen. Das geplante Projekt wird sich mit der Produktion vom Biogas aus Lebensmittelabfällen beschäftigen, das später für den kommunalen Busfuhrpark benutzt werden kann. Die Fristen für die erste Phase des Aufrufes sind der 30. November 2015 und der 31. Mai 2016. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten finden Sie hier. Projektpartnergesuch aus dem Vereinigten Königsreich: Interreg NWE, Energy Recycling in Trains Dieses Partnerschaftsgesuch stammt ebenfalls aus Liverpool von einer Behörde des öffentlichen Personenlinienverkehrs. Die Behörde plant ein Projekt im Rahmen des Interreg NWEProgramms, in dem die Markteinführung der innovativen energetischen Verwertungsanlagen in Elektrozügen gefördert wird. Gesucht wird nach Partnern, die über ein elektrifiziertes Schienennetz verfügen und Interesse mitbringen, eines der Pilot- bzw. Demonstrationsprojekte durchzuführen. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten finden Sie hier. 8 RGRE Förderbrief 5/2015 IV. VERANSTALTUNGEN/WETTBEWERBE/SONSTIGES Seminar »Europa gemeinsam gestalten. Das EU-Programm ›Europa für Bürgerinnen und Bürger‹ (2014–2020)« 1. Dezember 2015, 9.30 bis 17.00 Uhr, Haus der Kultur, Bonn Am 1. und 2. Dezember 2015 veranstaltet die Kontaktstelle Europa für Bürgerinnen und Bürger (KS EfBB) in Bonn ein Seminar mit dem Titel „Europa gemeinsam gestalten“, das in die Förderziele und –modalitäten des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (EfBB) einführt. Das EU-Förderprogramm EfBB (2014–2020) bietet finanzielle Unterstützung für eine Vielzahl von bürgernahen Projekten in Europa. Europabeauftragte von Kommunen, Aktive in Vereinen und anderen Organisationen, die internationale Begegnungen oder Kooperationsprojekte mit europäischen Partnern organisieren wollen, sind mit diesem Seminar angesprochen. Erläutert werden Ziele und Themen, das Antragsverfahren sowie Beispiele geförderter Projekte. Zudem gibt es Raum für den Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmer/innen. Als Gastreferent wird Michael Marquart von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB) das EU-Programm Erasmus+ Erwachsenenbildung vorstellen. Am 2. Dezember finden ergänzend Workshops zum europäischen Projektmanagement statt. Kosten (inkl. Material und Verpflegung): 40 Euro (für den ersten Tag), 75 Euro (für beide Tage). Weitere Informationen: www.kontaktstelle-efbb.de/infos-service/veranstaltungen. Erasmus+ Infotag Am 23. November 2015 veranstaltet die EU-Kommission gemeinsam mit der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur in Brüssel einen Erasmus+ Infotag. Die Veranstaltung wird sich vor allem auf die Erläuterung von unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und Neuerungen in Bereichen „Wissensallianzen“ und „Allianzen für branchenspezifische Fähigkeiten“ konzentrieren, die für 2016 in der Leitaktion 2 des Erasmus+-Programms geplant sind. Obwohl die Registrierungsfrist für die Teilnahme bereits am 30. Oktober 2015 abgelaufen ist, besteht weiterhin die Möglichkeit, das komplette Programm der Veranstaltung online „Live“ zu verfolgen. Das ganze Programm wird auf Englisch abgehalten und nicht gedolmetscht. Weiterführende Informationen zum Erasmus+ Infotag können hier abgerufen werden. Seminar zu Concept Notes im Rahmen von EuropeAid-Ausschreibungen Am 26. November 2015 veranstaltet die bengo EU-Beratung von Engagement Global in Bonn ein praxisorientiertes Seminar zur Erstellung von Concept Notes im Rahmen von Euro9 RGRE Förderbrief 5/2015 peAid-Ausschreibungen „Von der Projektidee zur Concept Note“. Während der Veranstaltung werden u.a. die allgemeinen Rahmenbedingungen, die Guidelines als Kernstück einer Ausschreibung sowie das Evaluation Grid, das Kriterienraster zur Bewertung der Concept Note, betrachtet und gemeinsam in Gruppenübungen erarbeitet. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/innen von NGOs und Kommunen, die sich an EuropeAid-Ausschreibungen beteiligen wollen. Noch bis zum 9. November 2015 kann die Anmeldung vorgenommen werden. Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten sind hier erhältlich: http://www.engagementglobal.de/seminar/events/von-der-projektidee-zur-concept-note-ein-praxisorientiertes-euseminar.html. Informationsveranstaltung zu Erasmus+ für neue Antragstellerinnen und Antragsteller Am 25. November 2015 veranstaltet die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB) in Frankfurt am Main eine Informationsveranstaltung zu Erasmus+. Während der Veranstaltung werden die Telnehmer/innen über die Struktur und Ziele des Programms sowie über konkrete Fördermöglichkeiten in der Berufs- und der Erwachsenenbildung informiert. Die Informationsveranstaltung richtet sich vor allem an diejenigen, die bisher noch keine Erfahrungen mit Erasmus+ gesammelt haben, in Zukunft jedoch europäische Projekte durchführen möchten. Beide Leitaktionen des Erasmus+-Programms KA1 (Mobilität) und KA2 (Strategische Partnerschaften) werden während der Veranstaltung behandelt. Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der folgenden Webseite: http://www.nabibb.de/service/veranstaltungen/veranstaltungen_2015/25112015_informationsveranstaltung_ erasmus.html. Seminar zur Flüchtlingsarbeit Am 27. November 2015 (10:00-16:00 Uhr) veranstaltet das Weiterbildungs- und Beratungsunternehmen im Bereich EU-Fördermittel emcra in Berlin ein Seminar zum Thema „Fördermittel für Flüchtlingsarbeit und Integration“. Das Seminar gibt einen Einblick in die europäischen und nationalen Fördermöglichkeiten für die Flüchtlingsarbeit und für Integrationsprojekte und konzentriert sich auf folgende Schwerpunktthemen: Migrations- und Integrationsarbeit, Bildungs- und Qualifizierungsprojekte, Ehrenamt und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie die Zusammenarbeit auf europäischer und regionaler Ebene. 10 RGRE Förderbrief 5/2015 Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer/innen praktische Informationen und Hinweise bezüglich der Konzeption von Förderprojekten, Antragstellung sowie Tipps zur Recherche nach konkreten Ansprech- und Projektpartnern. Das Seminar richtet sich an die Mitarbeiter/innen von Vereinen, Stiftungen und weiteren NGOs, aber auch an öffentliche Körperschaften, Bildungsträger und Unternehmen, die im Bereich Flüchtlingshilfe und Integrationsprojekte tätig sind. Nähere Informationen zum Seminar können auf der folgenden Webseite angesehen werden: http://www.emcra.eu/akademie/seminare-und-workshops/fluechtlingsarbeit-und-integration/. 11
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