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Rede bei seiner öffentlichen Einführung in das Directorat des Cöllnischen Real-Gymnasii [...]

Full text : Schul-Feier auf dem Cöllnischen Real-Gymnasio bei dem Directoratswechsel am 15ten October 1827 (Public Domain)

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zurückbleibt gegen die Auffassung desselben in meiner. Seele; so wird auch diese
geistige Auffassung selbst, um dem Jdeale des Vollfommenen näher gebracht zu
werden," noch mancher Berichtigung, mancher Kräftigung bedürfen, wenn sie würdig
 in die Erscheinung treten soll.
Indem ich daher zunächst Einem Hochedlken Magistrate und den Hochlöblichen
 Verordneten dieser Stadt tief bewegt für das Zutrauen hier öffentlich danke,
dessen Sie mich durch) die Verleihung eines der wichtigsten: Schulämter gewürdiget
 haben, möge auch zugleich die Bitte bei Ihnen Eingang finden, daß Sie
mit gütiger Nachsicht meine künftigen Leistungen beurtheilen und nicht als Mangel
 an Eifer und'Liebe zur guten Sache das auslegen möchten, was in denselben
 vielleicht nicht immer Jhre volle Billigung finden könnte. Denn wohl erkenne
 ich das Schwierige meines neuen Berufes und ich müßte fürchten, der
hohen Aufgabe, welche diese Anstalt zu lösen hat, nur sehr unvollkommen gewachsen
 zu sein 3; wenn ich nicht auf die bewährte wohlwollende Unterstüßung derjenigen
 rechnen dürfte, die dieses Gymnasium zu einer neuen erweiterten Thätigfeit
 hervortreten ließen, Sie waren durchdrungen von der Wahrheit .des Satzes,
 daß die Schule für das Leben bilden solle. Sie wünschten von dieser Anstalt
 besonders die möglichst vollkommene Erreichung dieses Zweckes für diejenigen,
 welche nicht die Laufbahn des eigentlichen Gelehrten einschlagen, sondern
in andere Verhältnisse des bürgerlichen Lebens eine wohlbegründete Bildung mit
hinüber nehmen sollen: Sie haben keine Anstrengung gescheut, in kurzer Zeit
diese Schule zu dem Standpunkte emporzuheben, ' den sie jekt einnimmt, und
der zu den besten Erwartungen für die Zukunft berechtigt. Sie werden Ihr
schönes Werk nicht unvollendet lassen und bei der allgemeinen Sorge für die
Wohlfahrt dieser Hauptstadt auch dieser Anstalt, deren Wirken das Wohl des
fünftigen Bürgers vorbereitend begründen helfen soll, Schuß, Pflege und fräftige
 Unterstüßung, deren fie zur Erreichung ihres Zweckes noch ferner bedarf,
wohlwollend zu Theil werden lassen. Mir aber wird es dann ein segensreicher
Lohn sein, wenn ich mit dem Bewußtsein Jhrer Zufriedenheit an diesem schönen
 Werke mitarbeiten und so mein geringes Schärflein zum allgemeinen Besten
 beitragen kann.
            
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