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134. bis 155. Sitzung (21. April bis 21. September 1920) 137. Sitzung. Sonnabend den 24. April 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 9.1919/21 134. bis 155. Sitzung (21. April bis 21. September 1920) (Public Domain)

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10947 Betfansungg ende Preußische Landesversammlung 137. Sizung am 24. April 1920 10948 
[Bildung einer Stadt Groß-Berlin] daß sich nach kurzer Zeit herausstellen wird, daß es jeder 
5 möglichst von si< weisen wird, an dem Gesez aktiv 
[Haseloff, Abgeordneter (D.-nat. V.-P.)1 beteiligt gewesen . jein 38 a die feste üer 
wird;“daß neun Zehntel seiner Steuerkraft verloren. geht, 3289019- daß fie nach kurzer Heit herausstellen wird, da 
sobald dies Gesch 098 Wirklichkeit I daß 790). der das Gesetz so überhaupt nicht bleiben kann, daß die Ein- 
Einwohner ihm genommen werden, wenn wir weiter hören, Semeindung in dieser Übertriebenen Form vorzunehmen, 
daß die Provinz abwegig war. (Es wird doch über kurz oder lang eine 
; | . | Novelle -der anderen folgen müssen, um das Geset erträg- 
(Zuruf bei der Sozialdemokratis<hen Partei) li< zu machen. ir gimiben, das Merhüten zu können, 
<- ja, das wäre d : 3 (m. wenn wir das kleinere Übel der Gesamtgemeinde an- 
8 öxe Huh ein jeht große Angi nehmen, und daher bitte ich Sie, unserem Antrag auf 
(Lachen links) Einführung einer Gesamtgemeinde zuzustimmen. 
ihre Provinzsteuer von 20 auf 36/5 erhöhen muß, so müssen 
wir doch sagen, daß das, was Berlin hier gereicht werden Präsident Leinert: Das Wort hat der Abge 
soll, in keinem Verhältnis steht zu dem, was man den ordnete Heilmann. 
Provinzen und Krisen nimm Die SERER UWeNMAEn 
und die Brovinzialverwaltung werden aufs schwerste ge- : G ) M dnet 
schädigt. WaZ der Teltower Kreis, auch der Niederbarnimer Mun 2 eimmun [Charloticn buen eee in iz 
Krei3 bis jekt geleistet haben, ist von so hervorragender d tellt, als ob wi Hiese8 GG jeß deShalb jchüfen 
M2 Bi Ie R MrA Wi Din eta TE RO u 20 2 aneh Wer NIE DEE RER NEE 
50 eien 0 aß | u h ih n e 3 nCin- um einigen banfrotten Gemeinden des künftigen Groß= 
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Nn : | s 20 ; aufzuhelfen. Von diesem Motiv kann bei uns gar keine 
Hen rein de Gineinden ngeimranf hätte, die nach Rede sein. Das Gesetz ist überhaupt nicht erwachsen 
erlin einbezogen werden sollten. aus irgendwelchem aktuellen Notstand, sondern ist die 
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', 7 Gd: c ändig verfolgt und wieder aufgenommen ; 
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| Ind EI erlins herauSzukommen. 
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Leben in den NRW zu MEIEHG die nach Berlin Ei bra in zar iti daran n 7; Die eren 
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Fngemeindet werden foätea Die Siet gemeinde [ehen Das Gebilde (Groß Berlin Et mt 'zum Übergang in 
ir ab; ich bedauere e3 aufrichtig, daß der Anreger de ie Wirklichkeit reif, und 1 "der ganz un- 
Gedankens dex Gesamtgemeinde uns hierbei im Stich ve DUN I ! u es SNR Ge Ware dem 
elossen hat. I< hoffe, daß einzelne Herren sich dav jhöpferismen mmenseßung ziele : 
vn euge "a ".: Interesse is kommunalen Entwi- Dreitinssenwahlreh van das Problem Groß Verhn jo 
lun 5 Groß-Berlins die Gesamt emeinde notwendi ist. Janne ungelöst Hh Die ausanie geseßgeberische im: 
Wie RAT: zucht, das ne R Seen 8 | fruchtbarkeit der Parteien der Rechten in der Zeit, als 
Wi Zaden wu zi Ee Bezirke HN möglichst ET sie die Mehrheit hatten: if daran Saad penn es Men 
reichen Befugnissen ausstatten. Das konnte nur zum Fe Eke TW tn ic 5 
Teil gelingen. (E35 war ursprünglich beabsichtigt, einen . 
Katalog ur die Beswanisse der Meme bed ausn. (Sehr wahr ! links) 
richten, der es ven Gemeinden ermöglicht, ein selbständiges „Berlin ei i ; -inbeit i 
gat Rete a R war Gnfacht Cs eh Rt a mE ehe OE 
; , ie ei i wieweit 
den Bezirken zugestanden werden konnte, ist nicht an- do einzelnen Ort gum Baubid von Groß-Berlin hinzu- 
nähernd ausreichend, um ein wirklich kommunales Leben rechnen mag, das wirtschaftliche Leben ist in Berlin kon- 
in den Bezirken, das heißt der früheren selbständigen riert. und alle Bew der Vororte haben hier in 
Gemeinden, zu erhalten. Nur bei Schaffung der Gesamt- Genn uns AO vhner Der ; 
emeinde it es möglich, daß das historisch Geivytdene 1 20 ihre wirtschaftliche Basis. Das genügt schon als 
« En einzelnen inden erhalten bleibt, und daß Grindlage; scha diejes einheitliche Gebilde endlich, viel 
eine Entwieklung nach der Seite hin, die die Gemeinden u LER IMGUNELIM hat geglaubt, daß an diesem 
bis jeht genommen haben, nicht unmöglich gemacht wird. se jemand rechte Freude habe Das gerade Gegen- 
Aus diesen Gründen bitte ich, unserem Antrag zuzu- eb niemand Ie rn p Gewi 
stimmen, der die Gesamt emeinde bezwe>t. Das wird teil möchte ih Ihnen ganz bestimmt, versichern. | ewiß. 
der einzige We sein Me von der bürokratischen Ver- das: Geset enisprimt in mancher Sinzeiheit nicht unsern 
Dette 3 ne ape Wünschen: im Wahlrecht, im Termin des Inkrafttretens, 
Mün kogzuteuen Nn ait einer Schbsverlwaltmig EE ER MER EIE 23 
ist selbstverständlich ein so großes Gemeinwesen, wie man daf endlich : tr verfassunggebende Lan Neuaufba jn u 
es in Berlin schaffen will, gar nicht zu verwalten. Die Legoimnen Mai de Seen ehen einem Runkte 
Schöpfer der Städteordnung haben ja auch gar nicht an 71 vollenden, erfüllt uns mit der größten Genugtuung. 
jo große Städte mit Hunderttausenden von Einwohnern Im Gegensag zum Herrn Vorredner, der die Zuständig- 
ae 5029 Freude hat an dem ganzen Geset kein Mensch ii iss aufs Beftrien hoi: 0 ZIM a Ver 
weder auf der linken Seite no<h auf der rechten Seite page Die MI FEE I und Werden 
dieses Hauses. J< lebe der festen Überzeugung, daß mit z; Aufgab t 9 Lange aufgehalten durch 
diesem Geseßentwurf, wen G wird, überhaupt jeser nfanbe, gereiht werden. "Tan ge 4 
i Ee werter? n er Geseh wird, die Verfassungs3beratung im Reich und durch die unruhigen 
nicht verwaltet werden kann, Zeiten, vollenden wir heute das erste große Gesehgebungs- 
(sehr richtig!) werk und hoffen, daß ihm viele ähnliche Geseke in rascher 
137. Sitzg Landesvers. 1919/20
	        
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