Path:
134. bis 155. Sitzung (21. April bis 21. September 1920) 154. und 155. Sitzung. Dienstag den 21. September 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 9.1919/21 134. bis 155. Sitzung (21. April bis 21. September 1920) (Public Domain)

1 2319 -"Verfässunggebende Preußische-Ländesverjammlung: 155. Sizung'am 21. September 1920 12320 
[Verwertung von Truppenübungspläten] oden „5 den Behörden aufgetragen wurde, auch in die 
at umgeseßt wird. In dieser Verordnung heißt es da 
[Klodt (Adlers8hof), Abgeordneter (U. Soz.-Dem.)] die Ortspolizeibehörde zu EN NIee ist, .? pt Maus 
verweigert. Wie gejagt, wir werden nachher im einzelnen B denen bereits amtlich bestelltes Baupolizeipersonal für 
auf diese Dinge eingehen. Jedenfalls ersuchen wir noc<h- ie Baukontrolle vorhanden ist, neben diesem, gegebenen= 
mal in aUererte Linie auch die Kasernen für Wohn- fans 05 aufer Sinfehränkung der Personenzahl eine 
zwede freizumachen. er mehrere aus dem Bauarbeiterstand hervorgegangene 
- Dazsselbe fordern wir in bezug auf das . Personen als Baukontrolleure anzustellen, deren Aufgabe 
handene SeereInt Mun kann EE ui en BEE es sein soll, die den Bau kontrollierenden Baubeamten zu 
daß dieses Heere3gut geradezu verschleudert worden ist, unterssüben.. Im Schluß" dieser: Verordnung, heißt: es: 
& ' 
(jehr richtig !) I<h ersuche, den Au3bau der Bautenkontrolle im 
| ; Sinne vorstehender Ausführungen al3bald in 
daß die vorhandenen Bestände nicht zweentsprechend Ihrem Bezirk durchzuführen und mir über die 
verteilt worden find. Sollten no< Warenbestände zur mit den Bauarbeitern als Baukontrolleuren ge- 
Diwan stehen, dann verlangen wir, daß in allererster machten Erfahrungen binnen einem Jahr zu 
u wee AUE Mena werden, die: heute schon berichten. 
ast nackt un oß dastehen, keine Fußbekleidung usw ; NTER Tn 
haben. I< bitte Sie, dieser unserer Zune ug Ein Bericht über diese Erfahrungen und darüber, wie weit 
die nötige Beachtung zu schenken. SE TERER EPERRER ougesent sind, liegt 
a eigentlich biSher tatsächlich noh nicht vor. 
. . | . Daß diese Kontrolle oder vielmehr die Anstellun 
ihre Ferien Vizepräsident „Furich: Sie von Arbeiterkontrolleuren dringend notwendig 4 2 
ieheiden: Autrans "dem STLDTUNgS We PAR 5 wird ja allgemein anerkannt. Ganz besonders ist es jeßt 
Üboer weilen. Mderspruch erhoht fh micht im fiele nach Beendigung des Krieges . dringend notwendig, weil 
ieh Du bas aus To Der dl Te bar ; ji ji: 4 2240 gerade auf deim ehick des Bauwesens 
' * allerhand Erscheinungen bem 01 i 
Wir kommen zum a <ten Punkt der Tage3ordnung: mit dazu MITE 400 eee een 
die Besichtigung der Bauten, Prüfung des Materials beim 
Veratung, des Antenne der Abge Eisenbetonbau, beim Tiefbau usw und besonders auf die 
über die Baufkontrolleure - Drucsache ie ei IREN EEIBPNGEPPESRERERN PAGER 
: gelenkt wird, und daß die Besichtigung des Baues wöchentlich 
Nr 2266 mindestens einmal erfolgt. Des weiteren müssen die 
Zur Daun m) 4 g des Antons erteile ich das Wort Werse m jet eingehend geprüft werden. Gerade in 
erin Abgeordneten Haese. der jekigen eit, in der das Material so äußerst teuer, 
in der Holz fast gar nicht zu beschaffen ist, wird natürlich 
"Haese (Wie8baven), Antragsteller (Soz.-Dem.): das Unternehmertum versuchen, auf Kosten der Gesund- 
Meine Damen und Herren, unter den verschiedenen Verord- heit der Bauarbeiter möglichst sparsam zu wirtschaften 
nungen, die im Dezember 1918 erlassen wurden oder manches zu unterlassen, was dringend notwendi 
3 s den, wurde ganz . g g 
besonders von den deutschen Bauarbeitern die Verordnung wäre. Dazu gehören vor allen Dingen Baubuden, 
vom 13. Dezember begrüßt, die darauf hinzielte, daß endlich Aborte usw, die namentlich in kleinen Städten und Orten 
einem langgehegten Wunsche und einer Forderung dex "7 der Regel sehr unzulänglich sind. 
Bauarbeiterschaft entspro<en wurde, daß Baukontrolleure Seh 1 
aus den Reihen der Arbeiter angestellt werden sollten. (Sehr wehr ln 
Nun glaubte die deutsche Bauarbeiterschaft, daß diese  Dur<h Bauarbeiter-Schutßkommissionen, die in ein- 
Anstellung nun sehr schnell von statten gehen würde. zelnen Orten gebildet sind, ferner durch die sozialpolitische 
Leider haben wir uns in dieser Beziehung sehr bald ge- Abteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Abteilung 
täuscht, insofern als inzwischen eine ziemliche Verlang- Bauarbeiterschuß, sind fast jedes Jahr durch eigene Kon- 
samung eingetreten ist, indem wohl in einzelnen Groß- trolleure Baufkontrollen ausgeübt worden; die Berichte 
städten Baukontrolleure aus Arbeiterkreisen angestellt darüber sind den Regierungsstellen, den Baugewerks- 
wurden, man aber im übrigen aus finanziellen und berufsgenossenschaften und der Baupolizei übersandt worden. 
SENG Sranden daun Abfian) genommen hat, dieser I kann Ihnen versichern, daß immer erst dann, wenn 
ung von Ba j i i in Arbei i 
Moron vom 1 Deuten RER IE Es ne Dan EEN AM EIE ee jc ENER Hrn 
Forderung der baugewerblichen Arbeiterschaft und weist wir festgestellt und den Behörden gemeldet haben, ein- 
ganz besonders auch auf einige Erlasse der alten Regierung gehend nachgeprüft und zum Teil abgestellt worden sind. 
hin, esonders auf denjenigen vom 29. März 1910, in Auf die Unglücksfälle, die auf die Unterlassungs- 
den wr ne jprnhen td, daß uf wi genie, zum sünden der Bauunternehmer zurüczuführen sind, will ich 
en muß. ir stehen auf dem hier nicht weiter eingehen. Das eine aber steht fest, daß 
Standpunkte, daß aus den Kreisen der Bauarbeiter ge- Bestrafungen wegen Unterlassung des notwendigen Bau- 
wählte Vertrauensmänner mitwirken müssen, um in den arbeiters<ußes in früheren Zeiten und wohl auch heute 
Fällen, wo e3 sich um Leben und Gesundheit der Arbeiter noch stets so milde gehandhabt worden sind, daß dadurch 
jane eingreifen zu können. Die deutschen Bauarbeiter- irgendeine Besserung nicht zu erzielen iste 
NE geffe Tn ie BETR 'dieser wen h R die Verordnung vom 13. Feine 1918 
; orderung erhoben, no<h durch eine Polizeiverordnung ergänft worden, die 
dn 20) Baukontrolleure aus Arbeiterkreisen bestellt der Minister für Volkswohlfahrt Herr Stegerwald zum 
Wir habe wi . | | Scuze der Bauarbeiter und zum Schugze der Arbeiter 
Menon E gejagt ein Interesse daran, daß diese bei Dacharbeiten und Eisenbauten erlassen hat. In diesem 
Dm u Idle og ; ieder einschläft, sondern daß Erlaß vom 15. November 1919 wird darauf gedrungen, 
50 = erordnung verlangt oder aber ge- daß endlich eine alte Forderung der Bauarbeiter erfüllt 
55. Sitbg LandeSverf. 1919/20 805*
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.