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114. bis 134. Sitzung (6. Februar bis 21. April 1920) 115. Sitzung. Mittwoch den 18. Februar 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 8.1919/21 114. bis 134. Sitzung (6. Februar bis 21. April 1920) (Public Domain)

9489 Berfässunggebende Preußische Landesverjammlung 115. Sizung'am 18. Februar 1920 493 
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[Anträge über vie Elternbeiräte] bekenntnismäßigen ReligionSzunterrichts fich in furz 
Zeit mit mehr als sieben Millionen Unt 
[Linz (Barmen), Antragsteller (D.-nat. V.-P.)] s<riften bede>en konnte. 
diesen Versammlungen verlesen wurde, trug die Überschrift: (Hört, hört! recht3) 
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Eien ewa Die Ei vie as : 455 ? 8 ; Ein E Y nN Res Mencreren auch für die gegenwärtijt 
2EN : ! DENA ulverwaltung! 
des do< bei der Soziaipenyfralie jo sehr verpönt ist Was uns mit besonderer Freude erfüllt, ist die Tak 
und so scharf verurteilt wird. sache, daß zahlreiche jozialdemokratische Fraue 
(Abgeordneter Adolph Hoffmann: Auf das Gebiet und Mütter, die in ihren politischen und wirtschaft 
find Sie Meister! =- Große Heiterkeit) lichen Anne au ien Maier Überein 
-- Ihre Bemerkung ist ebenso falsch wie die grammatische stimmen mögen, nicht wünschen, daß ihre Kinder iy 
Gore Nen. Eu In ie die In im religiöser Beziehung der Trostlosigtei t und Hoff 
Versammlung erklärte ein Redner: laßt uns erst in den ARE N00634 De Un 92.27 bens ens der 
Elternbeiräten siken, dann werden wir den Karren schon ir<enfeinds<aft zum Opfer fallen, das 
jhieben, wie es uns paßt. Auf den gleichen Ton wie fie die religionslose Erziehung in der Schule nicht ent 
die Lehrerversammlungen waren auch die Verhandlungen behren mödten. 
über die Elternbeiräte auf dem Frauentag derUn- (Lachen und Zurufe bei der Unabhängigen Sozialdems 
abhängigen Sozialdemokratischen Partei fratischen Partei) 
gestimmt. Da3 Motto, das in allen Reden und Refe- I ; ; | Son 
raten immer wieder variiert wurde, war immer das jagen: „Das ist erpreßt worden“. 
pleine: M7 ek d: EE =< 48 en ; is . nauer I (Sehr richtig! bei der MIR Sozialdemokratischäh 
JC, ! arie 
nieder mit der IHristlichen Schule, und alle diese , 4 : Ee nN . 
Ziele sind zu erreihen, so hörte man, wenn die Wenn eine BVolkskundgebung zur Ihren Gunsten aus 
sozialistischen Massen die Herrschaft in den Elternbeiräten fällt, dann behaupten Sie immer: das ist nichts anders 
an sich reißen. Wenn es diesen radikalen Massen gelingt, 22 der Ausdrus der freiesten Überzeugung. 
in den Sißungen der Elternbeiräte den Ton anzugeben (Sehr richtig! bei der Unabhänai Sozialdemofkratischen 
und den Geist der deutschen Schule entscheidend zu be- GSIENOUN ver der 2 99e7 ien 
einflussen, jo wird sehr bald dem gesamten deutschen : EE . 
Schulwesen der Stempel des sozialistischen Wenn aber eine Volksabstimmung zu unseren Gunst 
und antichristlichen Geistes aufgedrüct ausfällt, so reden Sie von Erpressung. Sie können nid 
sein. anders, al3 Ihren Gegnern immer die unlautersten Be 
(Sehr richtig! rechts) weggründe unterzuschieben; 
| Jever die „uunve des religiösen und politischen (sehr richtig! re<ht3) 
adifalisSmus haben ihre Agitation so laut und lärmend das ist die Moral mit d ie Sie ver 
getizuen daß das jw ia Zadr Bürgertum endlich bu un ee Puppen Dogen. ie I 
aufgewacht ist und erfannt hat, um was es sich in si 
dem Anfgrawungtnen Punis handelt. (Gtoe ves Präsidenten, 
or allen Dingen haben =- nun kommt auch Herr .. . 
Dr Weyl mit seinem EIG ruf zu seinem Recht -- die aus- Präsident Leinert (den Redner unterbrechend) 
gesprochenen Freunde der <ristlichen und konfessionellen 9exr Abgeordneter Linz, ich bitte Sie aber darum, M 
Schule auf evangelischer und katholischer Seite sich zu einer i?. Ihren Worten gegen die Abgeordneten etwas ju 
mächtigen Organisation zusammengeschlossen und in zahl- mäßigen. 
reichen Orien hristliche Schulgemeinden ge- 
bildet, die sich wie ein großes Net über das ganze Land Linz (Barmen), Antragsteller (D.-nat. V.-P 
verbreiten. Die evangelische Schulgemeinde (fortfahrend): Selbstverständlich habe ich nicht einzeln! 
in Barmen 3. B. zählt etwa 20000 Mitglieder, und Personen des Hauses gemeint, sondern die ganze politisch! 
selbst in kleinen Orten wie Mettmann, Hilden, Wermel38- Richtung kennzeichnen wollen, die mit solch unsaubere! 
kirchen, haben Tausende von Eltern sich zusammengefunden, Mitteln kämpft. 
um ihre ENG ku religiösen Güter, 
um das ternrec<t, um ihre aus der Glauben3- und räsident Leinert: Damit erledigt meint 
Gewissensfreiheit hergeleitete Erziehungsfreiheit Bane Gee 
und vas 440 En Gu Eng: Erziehung, 
um den ihnen gebührenden Einfluß / auf die Gestaltun : IND : rb 
des öffentlichen Unterrichts und EN ngen 0: Sinz Barmen), Antragsteller (D-nat: 2:3 Ue 
alle Feinde zu s<hüßen. Wir können also, sehr geehrte jahren NEN SEE 38 kei 5 Gee 
Damen und Herren, im Blik auf die bevorstehenden Wahl d erNDeite Nei ven Me 
Schulkämpfe, auch im Bli> auf die Elternwahlen, mit zus in don eng auen au tun haben. hh 
getroster Zuversiht in die Zukunft blien. Was der Gestaltung und den Erfolg der W Et des Eltern 
hristliche Gedanfe in der Beziehung vermag, haben die beirä g R | zer Wahlen zu <heint fit 
religions- und kirc<henfeindlichen Parteien gerade bei sangsam aber Aae aine Taus Puoüben he 
den Wahlen zur Nationalversammlung und Preußen- OI gen 1 attiiehen "Das eisen die ef 
versammlung zu ihrem Leidwesen erfahren müssen. vor wenigen Wochen vollzogenen Wahlen für „dit 
(Abgeordneter Adolph Hoffmann: Also warum der Lärm?) Le hre rf am ia ern in Groß-Berlin, ie einn 
Das werden Sie sogleich hören, Herr Hoffmann. Es ist 2ewaltigen Erfolg der Freunde der Bekenntnisschule WW 
auch ein Zeichen der Zeit, daß Herr Hof ts<rift zi der <ristlihen Erziehung bedeuten. 
Erhaltung der <ristlihen Schule und des (Bravo! recht8)
	        
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