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114. bis 134. Sitzung (6. Februar bis 21. April 1920) 117. Sitzung. Freitag den 20. Februar 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 8.1919/21 114. bis 134. Sitzung (6. Februar bis 21. April 1920) (Public Domain)

96217 Berfässunggebende Preußische Lande5versammüting 117. Sizung am 20. Febritar 1920 9622 
[Landwirtschaftliche Ausnußung von Truppen- mödte ich do< davor warnen, daß wir von der Annahme 
übungspläten zsw] uns E SN 0088 iis Antrages Fefe weihe wesent 
| ichen Fortichritte in bezug auf unsere Volksernährun( 
[Wentrup, Abgeordneter (Zentr.)] in absehbarer Zeit erwarten. 0; 
inSbesondere auch die biSher zu NRemontezweken 
von der HeereSverwaltung benußten Grundstücke Vizepräsivent Dr Frentzel: Da3 Wort hat det 
fiehe die Nachweisung in Drusache Nr 403) Herr Abgeordnete Held. 
Dieser "Antrag, den ich soeben verlesen habe, ist dann in | 
der Preußischen Landes8versammlung am 1. Juli 1919 Seld, Abgeordneter (D. V.-P.): Meine Damen und 
bespro<en und durch Beschluß des Hauses dem Land- Hexren, nach den Darlegungen des Herrn Kollegen aus der 
wirts<haft3ausschuß überwiesen worden. Der Landwirt» BZenirumsfraktion ist es eigentlich überflüssig, noch ein Wort 
jhaftSauSshuß hat si<h in der Sißung vom 19. Sep- zu sprechen. Tatsächlich verhält es sich jo: wir haben den 
tember 1919 sehr eingehend mit diesem Antrage befaßt. Antrag Jacoby-Raffauf, welcher dem vorliegenden demo: 
(Sehr richtig! im Zentrum) MEI O3 ADO Maeadett Mr Wealian STEN IT 
Außerdem möchte ich noch hervorheben, daß der Regierung8- jprechende Maßnahmen zu treffen, soweit fie dem Reith 
vertreier darin ausdrüclich erklärt hat, daß im Antrage gegenüber dazu in der Lage ist, und hoffen, daß das geschieht, 
Nr 519 niht nur Domänen, sondern auch alle für Im übrigen scheint mir die heutige Zeit wenig dazu angetan 
Militärzwed>e entbehrlich gewordenen Grundstü>e erwähnt zu sein, große Mittel aufzuwenden, um die Truppen- 
schießpläße usw. Damit ist also alles umfaßt, was der Mengen Kunstdünger notwendig sein, und den haben wit 
heutige Antrag der Deutschen Demokratis<hen Partei heute nicht. Soweit wir ihn haben, müssen wir ihn für 
besagt. Außerdem ist auch in der Sißung noc< zum das Land verwenden, das sich shon in Kultur befindet, und 
Ausdrus gekommen, daß der Hauptzwe> sei, der land- da gibt e3 noch große Jlächen, wo er fehlt Außerdem 
wirtschaftlichen Erzeugung förderlich zu sein. Der Ausshuß Fxommt hi ME DS en pläbe. du + land 
hat dann damals beschlossen, daß diesex Antrag in der womit hinz das die Truppcnnbungspläke dur g 
: : ) jährigen Gebrauch in einen solchen Zustand gekommen sind, 
Vollversammlung angenommen werde. Der Antrag hat 5,5 08 unmöglich ist, fe in kurzer Zeit kulturfähig zu 
in der Vollsizung am 6. November 1919 wieder zur Be- MENG g ' 
ratung gestanden und ist auch von der Vollversammlung ; ; ; ; 
angenommen worden I<h kann mich darum im allgemeinen den Aus 
„ „oo führungen des Herrn Kollegen von der Zentrumsfraktion 
(Hört, hört! im Zentrum) anschließen und erklären, daß der Antrag vollständig über- 
Damit dürfte der heutige Antrag der Deutshen Demo- flüssig ist, da damals in dieser Frage getan worden ist, was 
fratischen Partei gegenstand3lo3 geworden sein. geian werden fonnte. Wir haben uns damals nicht allein 
(Sehr richtig!) ei Ne DORER R eiMrautt: sondern vun 
: ; emontedepot3s mit berüdsichtigt. und wir zweifeln" nicht, 
Hieraus ergibt si<, daß die Herren Antragsteller daß die DEES Een dazu Min sein 
die Verhandlungen der Vollversammlung mit wenig wird, eingreifen und das Land für landwirtschaftliche 
Aufmerksamkeit verfolgt haben. Zwede herrichten lassen wird. 
“ (Bravo! im Zentrum) | 
N Vizepräsident Dr Frentzel: Die Rednerliste ist 
Präsident Leinert: Das Wort hat der Herr Ab- erschöpft. Damit ist der Schluß der Besprechung ein“ 
geordnete Dr Hoffmann. getreten. 
| ußwort hat der Herr Antragsteller. 
Ä NE Hosimann (Fanmvin, Mg (D.=-nat. ES SGUtjwore Ü He tragf 
.-P.) : Meine Damen und Herren, nach den soeben ge- : ; 
hörten AuSeinanderseßungen erübrigt sich eigentlich jedes Mee M mern Sten END 2m] 
Wort über den hier gestellten Antrag. ES ist tatsächlich RE . ver ü 
: ? | , Antrag, welcher das Haus früher einmal beschäftigt hab 
die ganze Sache bereits erledigt, und es wird sich kaum dasselbe besagt wie der Antrag, den meine politischen 
möglich machen lassen, daß wir zu dem heute zur Be- Freunde R BraMt haben I- | 
ratung stehenden Antrag noh irgendeine anderweitige E 3 ) : 
Stellung nehmen. I< möchte Jhnen allerdings nicht (Heiterkeit) 
vorenthalten, daß ich mir nicht übermäßig viel von dem | ei | | 
Antrage verspreche. Im allgemeinen ist das Gelände auf I< stelle hiermit ausdrülich fest, daß biSher von seiten 
diesen Txuppenübungspläßen so überaus minderwertig, der Behörden so gut wie nichts in dieser Sache geschehen 
und die Truppenübungspläße sind so zerstampft und zer- ist, und ich habe darum keine Ursache, den Antrag zurüc 
fahren, daß man faum Aussicht hat, dort in* absehbarer zuziehen. Er bleibt bestehen. 
; ! . J : | 
Zeit nom igen etwas für den Aebi ZU gewinnen: (Sehr richtig! bei der. Deutschen Demokratischen Patiih 
(Sehr richtig! bei der Deutschnationalen Volkspartei) 
Auc<h die Aufforstung würde eine sehr lange Zeit in Vizepräsident Dr Frentzel: Wir kommen zu 
Anspruch nehmen. Es ist also kaum zu erwarten, Abstimmung. : 
daß irgendwel<he Gewinne aus diesen Truppenübungs- Eben geht bei mir folgender Antrag des 
klären uns Gietnietpiiten 070078 AITBIÖRUNEN 2 Abgeordneten Peter3 (Hochdonn) ein: 
ande der CExerzierpläße sind allerdings einige Streifen, N , 
die sih wohl verwenden lassen. Aber wenn wir den 50 M eRtttrage de Ain, Dr Seicdhern au 
Antrag auch angenommen haben und auch erwarten ruckjache IG di img srünere eschlüsse 
dürfe, daß die Regierung nach Kräften alles tun wird, Hauses für erledigt zu erklären. 
um eine AusSnußung des Gelände38 zu ermöglichen, so (Sehr richtig!)
	        
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