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99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) 110. Sitzung. Montag den 2. Februar 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 7.1919/21 99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) (Public Domain)

9263 H Verfassunggebende Preußische Ländesverfammlung“410. Sizüng am 2. Februar 1920. 9164 
[Aufrechterhaltung der öBffentlichen Ordnung| wochenlang von den Engländern bewach: 
== = undbeseßt gewesen. 
[Adolph Hoffmann, Abgeordneter (U. Soz.-Dem.)] (Hört, hört! bei der Unabhängigen Sozialdemokratischen 
Sie werden schon sehen, nach wel<em Rezept, ob das Partei) 
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fis Sosinanische EN ie el a Aen 13] nicht So pflegt man doc<h eine Presse, die man mit seinem 
gefallen. Das wäre ein trauriges Rezept, eigenen Gelde unterhält, nicht zu behandeln. Der 
das Ihnen gefallen würde. I< habe ja die Redakteur und Sekretär Der: H. S. BPB. in 
Zeit erlebt, wo es sich um das Wahlgeseß handelte, Solingen hat 3*/, Monate im Gefängnis gesessen, 
wo auf diesen Bänken Leute gesessen, die uns ebensolche ausämmergeichlossen Hie exhreiher ik r mit aude 
Zurufe gemac<t haben, wenn wir warnten und sagten, on Por er ar 1 HSQLICOe Der u „fi 8 
daß der Zusammenbruch der ganzen Re- heute von den Engländern, wo sie ihrer habhaft werden 
aftion kommen würde. Da haben wir auch Zu- ie ausgewiesen, und da wagt man zu 
rufe wie heute bekommen, aber das irritiert uns en M BEETLE, m5H dem Gelde der 
nicht. Wir gehen unsere Bahn und wir wissen, daß CHTE DU SCHIITEN: 
das Ziel uns sicher ist. I< hatte darüber zu Anfang schon gesprochen, will 
(Zuruf) aber hier noh einmal wörtlich erklären, was Herr Heine 
I > En iS gesagt hat: 
-=- Warten Sie nur, allzulange werden Sie ja nicht zu NEE u | ; 
warten brauchen. I< habe mich nie zum Propheten Wir wissen, daß unabhängige Blätter mit dem 
aufgeshwungen, sondern ich habe nur die Zustände nach Gelde der. Entente begründet find. 
pe hahn isse en acs M die Bunde i< ve Herr Heine hat bis zur Stunde nicht den Beweis dafür 
fose Art EIE Meißerimit der Sie vor» erbracht. Er hat sich s<ließlih auf einen mehr als 
gehen und das Volk zugrunde richten. Sie sorgen fadenscheinigen Beweis zurügezogen und. hat die 
selbst dafür, daß es so kommen muß. Aber die Art und ARVelnGEN Hub ao Hnbmngigen Hrn geinnpt 
Beije, wie die Wahrheit entstellt wird, ist hier bei der Geier der <Rimithen Republik“ Jenie Morgen per 
Verhängung des Belagerung3zustandes und bei dem an- GEisprief geschrieben int 
gefändigien Staudreiht des Herrn Heine so kraß wie 
nie zum Aus3dru> gekommen. Sie wundern sich, daß > 
wir auf solhe Dementis, wie sie Herr Heine gegeben hat, 7 EN IMES ersehe us us 
nicht3 geben. Ein heutiges Montogsblatt bringt eine l & der „preußische Minister Hei 258 
Notiz, gelogen wie gedrusk: eumdung der preußische Minister Heine -- 
Große U -- Glo&Fe des Präsidente 
ur Derttidinung Noskes wurde kürzlich durc< Große Unruhe Ee R25; Prfibente 
W.T.B. ein öffentliches Dementi verbreitet, das - .. 
zweierlei feststellt: 1. in Helgoland sind keinerlei Erster Vizepräsident Dr Porsch (den Redner 
Entfestungöarbeiten vorgenommen worden und unterbrechend): Herr Abgeordneter, ich kann nicht dulden, 
2. die Ausführung der Entfestung3arbeiten ist daß Sie hier Beleidigungen der Minister vorlesen. 
Sache des Reichsverwertung2amts. Der Be- Ich muß bitten, wenn mehrere solche Beleidigungen sich 
hauptung zu 1 gegenüber hat die Ententekom- in dem Briefe befinden, sie in Zukunft fortzulassen. 
mission bei ihrer Besichtigung Helgolands fest- (u 04 wr 4 ear GENEN, 
gestellt, daß bereits seit zwei Monaten die Ver- Adolph Hoffmann, Abgeordneter (U. Soz.-Dem.) 
teidigungswerke Helgolands durch deutsche Arbeiter (fortfahrend): I< werde also die Stellen immer auslassen; 
geschleift werden. Der Behauptung zu 2 gegen - da kommen dann die "Worte hinein, die 
über erflärt der Vertreter des Reichöverwertungs- wir dem Minister zugerufen haben. 
amtes in der Pressekonferenz, daß das Reichs- 
verwertunggamt mit den Entfestungsarbeiten (Andauernde Unruhe und Zurufe) 
überhaupt nichts zu tun hat. -- = =- gegen mich und meine Zeitung, „Die 
(Hört, hört!) Rheinische Republik“ in der Preußischen Landes3- 
' G versammlung ausgedrü&t hat. Da Sie, Herr 
Die offizielle Verlautbarung für Noske ist also Abgeordneter, besonders auf Beweise drangen, 
in" dem “einen=Buntie genau so wende i< mich an Sie, um der Wahrheit 
wahrheit3widrig wie in dem andern. zur Ehre zu verhelfen. Infolge meiner Über= 
(Bört. hört! bei - | | zeugung, daß nur ein zerschlagenes Preußer 
, hört! bei der Unabhängigen Sozialdemokratischen Deuts<hland und der übrigen Welt Ruhe uni 
Partei) Versöhnung bringt irie iG, shon deit langer 
it für di / . j 
Benn jo etwas möglich ist bei der heutigen Regierung, Zeit Für bre Aneiung ber. Rheintande 
undern Sie sich, wenn wir auf sol<he Dementis (Rufe: Aha! rechts und im Zentrum) 
amts geben, auch nicht8 auf solche Behauptungen, INNE n | EEE 
ie sie der Herr Minister Heine in den lehten Tagen d. h. für die Gründung einer rheinischen, selb 
hier aufgestellt hat. ständigen Republik ein. 
Nun komme ich noch auf di i j 2 . . 4 : , 
; ne ich noch auf die Art und Weise, wie (Gzört, hört! bei der Unabhängigen Sozialdemokratischen 
Herr Feine die Begünstigung der U.S.P. in Partei =- Rufe im Zentrum: Verräter!) 
hier: as ebten Gebieten durch die Entente | | u 
Be glaubte „feststellen“ zu können. Ex hat die =- Sie brauchen do<h nah Verrätern nicht zu suchen. =- 
Hine Arbeiterstimme“ in Solingen beschuldigt. Hören Sie nur weiter! Sie wissen ja, daß das nicht unsere 
M Zeitung ist nicht nur verboten, sondern Änsicht ist. Wir haben ja hier bei den Erklärungen den- 
10. Sita Lande2vers. 1919/20
	        
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