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99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) 99. Sitzung. Montag den 15. Dezember 1919

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 7.1919/21 99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) (Public Domain)

8105. Verfässunggebende Preußische Landesverjammtung 99. Sizung am 15. Dezember 1919 8106 
309. Berfoimmggen DenRMen SUITE SEE SUN OT ISG SGJEM IE ee 08 
[Dritte Beratung des Staatshanshaltsplans Aussicht, daß die üblen Auswücse verschwinden, die wir 
für 1919] jezt doch jeder kennen und innerlich zugeben müssen. 
j Genau so wie wir im Frieden gesehen haben, daß die 
[Dominicus, Abgeordneter (D. Dem.)j Erwerbslosenfürsorge dex Gewerkschaften verhältniSmäßig 
Sie me 208 Ders NE Ir wenig mißbraucht worden ist, genau so ist eine Beseitigung 
„HANI ERHEEUGENYFGEN 207 22222 SWEDISH IEPIG Wi 
5 nn wir so bald al: ich zur ion 
Frauen hören sollte, wie es ihnen auf dem Lande öffentlichen Stof nper Een, Tat Dean 
während der Kartoffelernte ergangen war. Die der Unt : und Arbeit Selbstverwalt 
Frauen waren mit DEEP len ch SUL HUZUng Selbith nehmer 5681 FNREE NE SONEUBDTEENG 
, UNg, ) elbsthaftung übergehen. 
29) SET 6 8028 4% 4780 Mir aoe TELLS. 100% 200000 
die gute Ernährung der Kinder, die der Guts- Zu Zandiwiriimast: EE 2 20er Seen [egen 
herx ohne Entgelt mitaufgenommen hatte und eit Darauf, aum Set vieser Gesenenheit jeüaufenen daß 
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ee Par Te Be ED Os eherne MN 18 are eee WIL hOE „icht viel S0 
nach der Großstadt brachten. Die Frauen selber sejgndpeon Wert darouf, daß eine wirkliche Versöhnung 
Et Gn en, jee9s: M0 Deb zwischen Stadt und Land herbeigeführt werde, daß 31 
Ius IE ZUN fri au 2 M deen unnötige Verhekung von rechts und links aufhören möge. 
EDT 220M2 "DiE Jenen pe in möglichen I dirler Beziehung haven, wir leider H gerade gegen: 
Rae 28 23/3 WehPRk 25. 1 BENE DC |) D2 203 Meira 28 Bettaeiun 1H 
NEIN Hie u ie Ran M oi Landwirtschaft, über die wir neulich einen Bericht in den 
M tbert ihnen aum Har „au Imame ie Zeitungen gelesen haben, it uns ews Seeon 4di0 und 
Unterbringung auf dem Gut für städtische Arbeiter- AE HEBER SEIEN ee: Neichsausschusses 59 
frauen eigentlich menschenunwürdig gewesen sei; pisherige Unterstaatssekretär v. Braun gespielt hat, der 
den Schlafraum für 10 bis 15 Frauen nannte 5094 ns his -. DN en Monaten für 54 Ernährun 3 
er eineKasernierung; die Schlafstellen, die bestanden politik es Regierun M erautvonnn war, jeßt Ne 
hatten aus einem eisernen Bett, Strohsa& und 5:6 allerschärffie GIA oan eübt hat is 
zwei Wollde>en, fand er für Frauen viel zu kalt B JAM 2 eilhar p J | Hlent u 
und ungesund, den Verdienst viel zu gering, kurz, ei ver Lonvwirtshast/ Tommi. da? Problem der 
die Frauen waren schließlih davon überzeugt, Zwangswirtschaft in Frage. Wir wissen alle, daß die 
daß sie eine unwürdige Behandlung erfahren Zwangswirtichaft in weiten Kreisen und in vielen Be- 
hätten, daß sie nur dazu beigetragen hätten, das ziehungen durchlöchert ist. Aber troß alledem ist es 
NVerms 9 : natürlich ein äußerst s<werwiegender Entschluß, sich von 
ermögen des Agrarier3 zu vermehren, und daß <. “ DEN ; 1.70% 
sie in „Zukunft lieber in der Stadt blieben und dieler durhlößerten Zwangswirtschaft zu ihrer völligen 
von der Erwerbslosenunterstüßung leben sollten, Aufhebung zu bekehren. Darin glauben wir, daß wit 
als noch einmal zu solchen Erntearbeiten aufs d99 mit der nötigen Vorsicht und mit dem nötigen Takte 
Land zu gehen zu Werke gehen müßten. Wir haben hier die leßten 
| Schritte der ReichSregierung begrüßt, und wenn wir recht 
(Hört, hört! bei der Deutschen Demokratischen Partei, unterrichtet sind, so geht ja in den nächsten Tagen die 
im Zentrum und recht3) Einführung eines Prämiensystems für die Getreide- und 
Das ist ein amtlicher Bericht, den mir eine Voamtin bes AIM RYOHRRE WEINERT 102007 M DEM UEN 
Mien Re eeten Dt Iund der Unabhängigen FE esn da Ge 2er 3 ari de eus 
; 5 : Existe EI um au der Zwangswirt- 
Wir haben die Überzeugung, daß eine Besserung in s<aft geian 1, 
der Durchführung der Bestimmungenüber die Erwerbslosen- Wenn ich persönlih dann meine Meinung dazu 
unterstüßung nur dann möglich ist, wenn es gelingt, die Fußern darf, so habe ich die Empfindung, daß vielleicht 
unteren Verwaltungsbehörden zu einer wirklich straffen «13 nächster Schritt die Freilassung der Frühkartoffeln 
Durchführung der bestehenden Bestimmungen zu ver- yon der Zwangswirtschaft folgen dürfte, und auf dem 
anlassen. Die oberen Behörden sind in der Lage, das CGehiete der Fleischzwangswirtschaft wäre wohl zu erwägen, 
nachzuprüfen, indem sie das Verhältnis der offenen und 9h wir nicht zu dem Jdeal kommen, das bei der Gemüse- 
besezten Stellen vergleichen und [o feststellen, welche lieferung in der Praxis sich bewährt hat. Sie wissen 
Arbeit die lokalen Behörden geleistet haben. wenigstens wir von den großen deutschen Städten wissen, 
Damit man mir nicht nachsagt, daß ich hier eine daß dieses System der Gemüselieferungsverträge im Laufe 
rein negative Kritik übe, möchte ich positiv folgendes der Kriegszeit allmählich ausgebaut worden ist und ex“ 
sagen: Jc< kann mir eine Erledigung des Arbeitslosen- heblichen Nuten gestiftet hat. Es wäre doc< zu prüfen, 
problems nur dann vorstellen, wenn wir jo bald wie ob wir nicht auch bei dem Fleisch den Rest der Zwangs- 
möglih zu der Einführung der obligatorischen wirtschaft, den wir jeht noh haben, allmählich auSbauen 
Arbeitslofenversicherung gelangen. und überführen in jolche genossenschaftlichen Mastverträge, 
(Sehr richtig! bei der Deutschen Demokratischen Partei) Siefer Wg Siiiigen Haubpietshafilichen Venosien 
9 : ? 
IG bin der Meinung, wir jollien gerade jet, solange M etenieit. 
wir noh verhältniSmäßig hohe Löhne haben, mit der Ein furzes Wort über die Finanzen. Der Herr 
Einführung der Arbeitslosenversicherung beginnen. Denn Finanzminister hat uns in den letzten Tagen auseinander- 
nur dann, wenn wir die Fürsorge für die Erwerbslosen gesetzt, welchen großen Wert er darauf legt, daß die Fülle 
in die Hände, in die Selbstverwaltung und Selbsthaftung der Anträge, die eine erhebliche Belastung für den neuen 
der beteiligten Kreise bringen, nur dann haben wir Etat darstellen würden, nicht als kategorische Befehle von
	        
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