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99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) 103. Sitzung. Donnerstag den 22. Januar 1920

Full text: Sitzungsberichte der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung (Public Domain) Issue 7.1919/21 99. bis 113. Sitzung (15. Dezember 1919 bis 5. Februar 1920) (Public Domain)

8541:10 Börfassyggevendeöprenhischetanvesversammliung“ 103" Sihung am 22: Zanuae 1920... 
[Förderung des Landbaus] die der Herr Finanzminister hier vorhin gehalten hat, all 
[Seld, Frogesteller (D. V-P-l MN en 1519 327 2020 2000. 88% 28 
; „u t 4. ; ir wirklich nicht denken, daß fi 
I< möchte Sie höflichst bitten, wenn Sie noch jo wenig Pflichtbewußtsein haben, um nicht für daß " 
in der Lage sind, Hilfe zu leisten, Mittel und jorgen, was nicht allein der weiten Bevölkerung, sondern 
Wege zu finden. 29m men je ad ie Familien die Existenzmöglicy 
I< habe hier einen Brief aus d i Mei garantiert, während sie, wenn das nicht geschicht, ohne 
heute vor allem infolge u EE effet ie EN SE R DatnBeE HE LIEU IE HASTE EE 
ordentlich schwer leiden muß, in dem man sich bitter | REN 
Dutinver veilont, daß man, nachdem man beseßtes Gebiet (Sedr rim! 
geworden ist, nun von der Belieferun it fünstli 6: mn | 
Dünger vollkommen EEE EIU Der een Mit I in re Fle vergangenen Jahre 
daß dort in dem linksrheinischen Gebiete, wo auch h te Stidstoff hätt ; -onnen Kohlen gekostet. Wieviel 
noh Pho3phor in erheblichen Mengen erzeu t wird NB können 3 wi Ml beiten Herstellen. wieviel Fon fare 
von den Eisenwerken der link3rheinischen Andante Volksernährun mier posse? würden wit kent in unsere 
überhaupt nichts mehr geliefert wird. Das geht alles in Verfügung Eb: hätten! enn wir eie Menges 
die Ententeländer. Die rheinischen Landwirte sigen da, | 
je assen sehen, ane der hh0 dicht bei ihnen er- (Sehr wahr!) 
( ird, aber sie haben nicht3 davon. Auch di : 2 ; EE . | 
lieferung mit Stistoff ist keine8wegs auch ia HHG Dart nur hoffen und wünschen, daß die jeht um 
maßen zufriedenstellend. I< möchte Ihnen mitteilen, Ninn erüchte nicht auf Wahrheit beruhen, daß dot 
Was mir van: Dart neihrie 1 Wieder etwas am Werke ist. Das wäre unverantwortlich, 
geschrieben wird, und nur folgendes | 
herausgreifen : / gendes nicht allein gegenüber dem Volke, sondern auch gegenüber 
* den Bergarbeitern selbst und ihren Familien. Ich EE 
In der Phosphorsäurefrage liegen die Dinge noch hier nicht vorzuführen, wie sehr unter einem Streik iu 
shlimmer. Die Thomaswerke, „Rote Erde“ usw Bergarbeiter auch die Arbeiter leiden. Das Siemenswett 
scheinen nur für Belgien zu liefern, sie liefern ist neulich ges<hlossen worden, wodurch 35 000 Arbeiter 
absolut nichts an die deutsche Landwirtschaft, die brotlos geworden sind; in Luckenwalde hat wegen ds 
es sonst fast allein versorgte. Vom rechts- Kohlenmangels in den lezten Monaten die Arbeiterschaft 
rheinischen Gebiet kommt nicht3 herüber, so daß nur 10, 7, 8 Tage beschäftigt werden können und an den 
die linksrheinischen Landwirte heute vor einer übrigen Tagen des Monats feiern müssen. Man spricht 
gänzlich ungenügenden Sticfstoff- und vor einer soviel vom Solidaritätsgefühl der Arbeiter; sollte man 
vollfommen ausfallenden Bho3phorversorgung da nicht verlangen können, daß die Bergarbeiter für di 
stehen. Die Frage der Kaliversorgung liegt aus Beseitigung solcher Zustände sorgen, damit die übrige 
bekannten Gründen wegen Kohlenmangels ähnlich, Arbeiterschaft ungestört arbeiten und ihren Lohn empfangen 
sie ist aber nicht so katastrophal wie die Sti>- kann? ES wäre unverständlich, wenn die Bergarbeitet 
stoffrage, die tatsächlich über Leben und Sterben diese Mahnungen in den Wind schlügen und nicht dar 
des deutschen Volkes entscheiden wird. dächten, daß das Wohl des ganzen Volkes und auch i 
Meine Damen und Herren, das ist ein W eigenes Wohl von ihrer Arbeit abhängt. 
( 1 , das ist ein Wort, wel BIE 
wir festhalten müssen: Die Sticstoffrage wird EITE Sehr richtig!) 
über Leben und Sterben des deutschen Volkes entscheiden. Wenn die Bergarbeiter daran nicht denken und | 
Deswegen haben wir mit unserer Anfrage den Zwe ver- Arbeit nicht fortsezen, dann kann uns nichts mehr ig 
folgt, u Reattuug in wm Bestreben zu unterstüßen, dem Untergang retten. | 
ne jede Frage vorhanden ist, die ReichSregi ; ; 39 
aber en Neigalolutewma abes mtr eme 13 Brug guopen aftermangel ma few fl, Bise ernte 
ommt, zu veranlassen, daß ex vorerst so viel Kohlen her- Kohlenmengen vorab Rerfü ! “ 
gibt, als nötig sind, um diese Produkte in genügenden ich, daf I ab zur Verfügung zu stellen, so bemer 
Mengen zu erzeugen. Die Kohlenproduktion im Ruhr neh ZEE LIN MEREN EIE HERK ING . 
: > 337 = te Vierteljahr handelt. Nun sehen wir aber, di 
revier und Oberschlesien beträgt 110 Millionen Tonnen a] M 18gefiü EEC 
das sind 62 9/, des Friedensertrages, troßdem die Beleg- wei Mui engen Kohle ausgeführt werden; beispiel 
schaft8ziffer, glaube ich, heute höher ist, als sie dama Solle p en von jeht aan jeden Monat 50 000000 
. 5 ) 3 , und ich bin überzeugt, daß auch großt 
war. Die Produktion an Braunkohle beträgt heute M u gehen un zeugt, daß auc) 9 
84 Millionen Tonnen, sie steht ungefähr auf derselben ME 1799 Dee und der Snoeig geliefert werden 
Höhe wie in der Frieden3zeit. Wenn von diesen Men Da muß ich doch sagen: von einer Kohlenausfuhr diy 
HEER IEE. uR In gen = jeßt keine Rede mehr sein, Luzusstiefel, Schokolade, |! 
auf das Saargebiet können wir nicht mehr rechnen -- selbst Sei 70.30 n, Luzusstiefel, Schokolade, 1 
80/1 kenDINnien Were ey - jelbst Seife, die wir dafür eintauschen, können wir en! 
2,09 üblen: und I j9 mot D05 auen Zonisen behren, aber nicht das Brod. welches wir dadurch verliere 
ais am 2977377 zum Mitionen Tonnen Kohlen. (Sehr richtig!) 
of3 liegen die Verhältni insti ; "NOEENE an 
Us amt fer Kohle epa. Th ilt Re Deni Handett es fim um Sein uder Nichtsein; nell 
daß diese Menge 'von - 6 Million Tonnnen 70 en NE in verschließen iaß iir jf ei 
für die Sticstoffabrikation und Kaliförderun im nä gen. müssen, uns.vor grenzenlosen We 
ö g gesihert im nächsten Jahre zu bewahren. Das ks ix nu 
werden könnte. Wenn das geschieht, dann glaube ih auch, w sei ae en. Das können wir 8 
daß wir keinen bedenklichen Verhältnissen entge even wir uns die nötigen Kohlenntengen fihern. Dee 
; Zeven gengehen, muß an jeder Stelle, wo es öglich i spar! 
daß die Ernte im nächsten Jahre ausreichen wird, ja, werd ji nur möglich ist, gesps 
daß wir vielleicht bessere Verhältnisse haben. Dafür er Ee wert allen Dingen muß auch die Ausfuhr > 
: . „Javen. den, und es müssen die vorhand Kohle? 
aber die Hauptsache, daß wir Ruhe in diesen Revieren ie | änstli DIDaNDeR 
Gn t l i ver 
behalten. Und ic< möchte nur wünschen, das die Rede. sar Die Serstclfung ber Fänstlicheit, Düngen
	        
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