4079 BVerfassunggebende Preußische Landes8versammlung 51. Sizung am 19. September 1919 4080
[Erhebung von Zuschlägen im Güter- und Tier- grenzung insofern enthalten, als die Fahrt beliebig oft
verfehr] und auc<h am Sonntag gemacht werden darf. Es3 wird
Se Wauben eu Wnliten Shot] eder Sven en die gegenwärtige
eser, Minister der öffentlihen Arbeiten vontrolle absolut versagt hat un on aus dem Grun
ier | 2 . eine Änderung notwendig war. Daneben soll die Arbeiter-[prehend
star Jerangegogen. Die vierte Klasse. deren zWEfahrkarte, die nur für die einmalige Fahrt zwischen
Friedenspreis 2 X. pro Kilometer betrug, muß auf 4,5 X. 3e8ort und Wohnort git, ausrechterhatten WCrDen,
gesteigert werden, die dritte Klasse von 3 X auf 7,215 X weil sie durch diese Wochenkarte nicht gede>t wird. I<
Da3 heißt mit dürren Worten, das die dritte Klasse jezt hoffe, daß von dieser Einrichtung die Siedelungspolitik
mehr zee als die erste Klasse während des Frieden3 SERIE SSSTHENE Haben ii Serren habe. Fam
ezahlt hat, weil der Friedenspreis der ersten Klasse / „ VELTEN, E
7 X war. Die zweite Klasse wird von 4,5 X auf 11,97 X Veranlassung, auf das, was in der Debatte geäußert
steigen, und die erste Klasse von 7 auf 27 X für den Fe Ven A HAHEE FG en Denn un gnhen und nano
Kilometer. . TUN. DIeier: Sorte u 4:
Das sind ganz anständige Sprünge, und wenn Sie I<h möchte aber doch einige Ausführungen zu den Mitsi
das an einzelnen Beispielen klar machen wollen, so KANE Mn NE 7 Angeordneir Fat Sostmann
sehen Sie erst, wie stark die Steigerung ist. So wird ; Nn t eriehr hier vorgeira
gegenüber demFießigen Preis ein Billet von Berlin naß Yat. Herr Abgeordneter Paul-Hoffmann kann recht haben,
Stettin in der vierten Klasse von 4,2 K auf 6,3 HK ge- daß vielleicht 72 000 Eisenbahnwaggons Kohle auf den
steigert, in der ersten Klasse von 24,4 auf 36,6 X für Halden liegen. Im Ruhrgebiet liegt etwas Kohle auf
die einfa<e Fahrt. Die Jahrt von Berlin nach Basel der Halde, weil sich 'die Gruben nicht vollständig von
wird in der vierten Klasse von 26,7 X auf 40,1 H ge- Kohle entblößen wollen, also selbst den Wunsch hegen,
steigert, in der dritten Klasse von 42,8 auf 64,2 X, in Linige Vorräte liegen zu haben, wenn irgendein Maschinender
zweiten Klasse von 70,9 auf 106,4 H und in der defekt oder ein Streik eintritt, damit sie dann nicht vollersten
Klasse wird das Vergnügen, von Berlin nach Basel ständig blank sind. Die Haldenvorräte an der Ruhr sind
zu fahren, künftig statt 159,8 X 239,7 H für die ein- deShalb kaum nennenSwert. Etwas anderes ist es allerfache
Jahrt kosten. nn IE 4 ers<lesien. Zu „Zhen ie Vor
- Nun fann man nur sagen: so fühlbar diese Stei- au] den Paiden zugenommen, und diese Fohlen müssen
gerungen sind, so können sie doch gegenwärtig leichter den Verkehr kommen. Aber 72 000 Waggons sind
ertragen werden als in normalen Zeiten, weil die Preise absolut keine erschrefende Zahl, wenn Sie bedenken, daß
ja gegenwärtig niht die Rolle spielen, die sie sonst ge= vir im Frieden täglich 50 000, 60 000 Waggons Kohle
spielt haben. Herr Abgeordneter Dr Schmedding hat ge- abgefahren haben, daß wir auch heute mit diesen Vorräten,
jagt, im Inlande würde es sich tragen lassen, denn die wenn wir sie allein abzutransportieren hätten, in zwei, höchanderen
Preise stiegen ja auch; man fragte ja heute kaum stens drei Tagen fertig wären. Dann macht allerdings Herr
noch, wie hoch der Preis für eine Ware sei, wenn man Abgeordneter Hoffmann einen Denkfehler, wenn er sagt,
nur die Ware bekommen könne. Er hat aber das Be- es wäre möglich, nun immer soviel Kohle abzufahren. So
denfen ausgesprohen, daß die Steigerung für die Ausfuhr ist e? nicht; denn wenn die Halden gereinigt sind,. dann
einschränkend sein würde. Dieser Meinung bin ich nicht, APE Dieser aout m wehr ptab ERLE
ich glaube, daß - Die "Stei viel u ZIL <t erneuert, denn die Kohle, die produziert wird, fahren
Eee DnD im Es für wir glatt ab.
Ausfuhrgüter. Denn bei den Ausfuhrgütern wirkt die Dann ist es auch richtig, meine Damen und Herren,
schlechte Valuta so ansaugend, daß derartige Sätze zur Zeit daß sich zwischen der Abfuhr auf der Eisenbahn und mit
garnicht in Betracht kommen. den Schiffen Schwierigkeiten ergeben haben. Es ist Tat-Für
den Personenverkehr werden wir insofern eine sache, daß in Cosel ungenußter Schiffsraum vorhanden war,
Erleichterung einführen, als wir die Arbeiter- ; “ : BE ;
WoW enkerte Dmblalden. "Gs war eine berechtiäte (hört, hört! bei den Unabhängigen Sozialdemokraten)
Klage weiter, besonders intellektueller Kreise, daß für die daß ich als Eisenbahnminister den lebhaftesten Wunsch
mit medanischen oder Handarbeiten beschäftigten Per- gehabt habe, daß dieser Schiffsraum auch benußt werden
sonen, also Arbeiter im engeren Sinne, in Gestalt der soll, damit die Eisenbahn in ihren Transportpflichten in
Arbeiterwochenkarte gesorgt sei, sie aber, wenn sie ni<t dieser schwierigen Zeit erleichtert wird. Aber die Eisenin
einem jolhen Arbeitsverhältnis stünden, von der bahn war dazu nicht in der Lage, weil die Anweisung
Beaninstigung Dieler Karte Reinen EE AGDER über die Beförderung der Kohlen nicht von den Kohlen-Önnen.
ir werden nun eine Wochenkarte für die magnaten, wie Herr Abgeordneter Paul Hoffmann zu
vierte Klasse einführen. Bei der PreiSbemessung hierfür en scheint, 29 Mie von der M Enn
wird ausgegangen von dem Preise einer Monatskarte vierter ausgeht, sondern von dem Reichskohlenkommissar. Wenn
Klasse plus 50%. Diese Monatskarte zerlegen wir in der, Reichskohlenkommissar nicht die Anweisung gibt, wo-Buh
nme ie, 4 Ee Men earienpeie toiten ir pie Kohlen abgefahren werden sollen, nicht die Aberden.
iese Wochenkarte soll aber nicht allein den fuhrerlaubnis erteilt, dann kann weder die Eisenbahn
Arbeitern zugänglih gemacht, sondern allgemein zur noch die Schiffahrt diese Kohlen transportieren. Der
Verfügung gestellt werden, so daß das große Publikum Reichskohlenkommissar hat aus nicht unbeachtlihen Gründavon
Gebrauc< machen kann. ES tritt dabei eine ganz den Nachdru> darauf gelegt, daß die Abfuhr der Kohle
fleine Verteuerung gegenüber der biSherigen Arbeiter- durch Eisenbahn erfolgen müsse, weil durch die Beförderung
womenfar ir die Rien Et engen In un mit dem Kahn ein err Raum von etwa 14 Tagen
ein. m würden bei einem igen Zuschlag auf die eingetreten wäre. Überall in den Gaswerken, in den
Arbeiterwochenkarte jetzt 2,40 XA kosten, während die neue Elektrizitätswerken, in der Industrie fehlt es an Kohle;
Dochenfarke 2,50 M nr Der Moe fost Von 9 ab tritt ei und wenn nun die Kohlen erst nach Cosel gefahren und
rmäßigung ein. Bei m ist fie gleich, bei 16 km dort auf das S<iff verfrachtet worden wären, dann wären
beträgt fie 15 F:, bei 20 km 30 FJ. gegenüber der sonstigen alle diese Werke vorübergehend zum Stillstand gekommen,
Bildung. Dafür wird aber die Wochenkarte keine Be- sie hätten in der Zwischenzeit bis zur Ankunft des ersten
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