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Full text: Steglitzer Adressbuch (Public Domain) Issue 19.1900 (Public Domain)

Vich Vrtspolizei-Verordnungen 2c. 
Kehlkopfes oder der Luftröhre verursachte und durch ein hörbares Ge- 
räusch gekennzeichnete Athemstörung; 
5. periodische Augenentzündung (innere Augenentzündung, Mond- 
blindheit) mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen ; als periodische 
Augenentzündung ist anzusehen die auf inneren Einwirkungen be- 
ruhende entzündliche Veränderung an den inneren Organen des Auges; 
- 6. Koppen (Krippensezen, Aufsezen, Freikoppen, Lusftschnappen, 
Windschnappen) mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
I. bei Rindvieh: 
1. tuberfulöse Erfrankung, sofern in Folge dieser Erkrankung eine 
allgemeine Beeinträchtigung des Nährzustandes des Thieres herbeige- 
geführt ist, mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
2. Lungenseuche, mit einer Gewährfrist von achtundzwanzig Tagen; 
UI. bei Schafen: 
Räude mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
IV. bei Schweinen : 
1. Rothlauf mit einer Gewährfrist von drei Tagen; 
2. Schweineseuche (einschließlich Schweinepest) mit einer Gewährfrist 
von zehn Tagen. 
S 2. Für den Verkauf solcher Thiere, die alsbald geschlachtet werden 
jollen und bestimmt sind, als. Nahrungsmittel für Menschen zu dienen 
(Schlachtthiere), gelten als Hauptmängel: 
1. bei Pferden, Eseln, Mauleseln und Maulthieren: 
Rotz (Wurm) mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
II. bei Rindvieh: 
tuberfulöse Erkrankung, sofern in Folge dieser Erkrankung mehr als 
die Hälfte des Schlachtgewichts nicht oder nur unter Beschränkungen 
als Nahrungsmittel für Menschen geeignet ist, mit einer Gewährfrist 
von vierzehn Tagen; 
IH. bei Schafen: 
allgemeine Wassersucht mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
als allgemeine Wassersucht ist anzusehen der durch eine innere Er- 
franfung oder durch ungenügende Ernährung herbeigeführte wasser- 
sfüchtige Zustand des Fleisches; 
IV. bei Schweinen: 
1. tuberfulöse Erfranfung unter der in der Nr. 11 bezeichneten 
Voraussezung mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen ; 
2. Trichinen mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen; 
3. Finnen mit einer Gewährfrist von vierzehn Tagen. 
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und bei- 
gedrucktem Kaiserlichen Insiegel. 
Gegeben Berlin im Schloß, den 27. März 1899. 
(LL: SI 
gez. Wilhelm. 
„ Fürst zu Hohenlohe.
	        
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