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Volume Anhang. Amtliche Bekanntmachungen

Full text: Steglitzer Adressbuch (Public Domain) Issue18.1899 (Public Domain)

OrispolizeieVerordnungen 2C. 
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bei fih führen. Der Fuhrmerksbefiger ft für die Befolgung diefer Borfchrift 
mit verantwortlich. 
Die Fahrkarte wird auf den Antrag des Fuhrwerksbefigers von der Polizei- 
oehörde des Betriebsortes deffelben ausgeftellt; fie muß den Namen und die 
Wohnung des FJuhrwerksbefigers8 enthalten. Behufs ihrer Ausftellung ift eine 
Befcheinigung über die am Wohnorte des Wagenführers erfolgte polizeiliche An: 
meldung defjelben vorzulegen. 
Lagerung. 
58. Das Moladen und die Lagerung der im $ 3 unter a. angegebenen 
Stoffe darf nur auf den von der Ortspolizeibehörde genehmigten und gemäß 
nachftehender Beftimmungen einzurichtenden Abladeplägen erfolgen. 
S 9. eder Unternehmer, welcher einen derartigen Abladeplaßg neu einrichten 
oder einen bereits beftehenden weiter benußen will, hat vor der Eröffnung ober 
Hortfegung der Benußung deffelben die Genehmigung der zuitändigen Bolizeibehörde 
einzuholen. Dem Sefuche ift ein Plan in doppelter Ausfertigung, aus welchem 
age, Yusdehnung und Umgebung des Plages deutlich erfichtlich. find, fowie eine 
Erläuterung gleichfalls in doppelter Ausfertigung beizufügen. Aus der Erläuterung 
muß genau erfichtlid fein, wie den Vorfchriften diefer Bolizei:Verordnung genügt 
werden foll. 
Die Genehmigung zur Weiterbenugung beftehender Abladepläge ift vor dem 
Inkrafttreten diefer Verordnung nachzufuchen. 
$ 10. Ieder Abladeplag muß von Eifenbahnen fowie allen öffentlichen 
Siraßen, Plägen, Chaufjeen, Wegen und Brücken mindeflten8 200 m und von 
ben nächftbelegenen bewohnten Gebäuden mindeltens 500 m entfernt fein. 
Für die von einer Gemeinde eingerichteten Abladepläge kann die Ent: 
fernung von den nächftbelegenen bewohnten Gebäuden nach dem Ermeffen der 
Rolizeibehörden bis auf 100 bezw. 400 m ermäßigt werden. 
S$ 11. Die Ausdehnung eines Abladeplages darf einen Hläcdenraum von 
10000 qm nicht überfchreiten, doch ift die zuftändige Rolizeibehörde befugt, aus: 
nahmsweife eine Ausdehnung auf einen Gefammtflächenraum von höchftens 
20 000 qm zu geftatten. 
Sit das feitgefeßte Göchftmaß erreicht, fo darf im Umfreife von 500 m 
ein weiterer Abladeplag nicht angelegt werden. 
S 12. Jeder Übladeplag muß mit einem feften, mindeftens 2m Hohen, 
burch bit aneinanderfchlickende Bretter hergeftellten Zaun umfriedigt fein. In 
dem Zaune muß wenigitens ein jeder Zeit in brauchbarem Buftande befindliches, 
in eifernen Angeln hängendes, verfchließbares Zufahristhor angebracht fein. 
Die Abladeftele muß durch den Zaun derartig abgefchloffen fein, daß eine 
Staubentwidlung, fowie ein Umberffliegen von Bapierfhnigeln u. f. w. über die 
Srenze der Abladeftelle hinaus ausgefchloffen ft. 
8 13, - Die Zufahrten nach einem Abladeplage, fomie die Einz und Aus: 
fahrten deijelben müjen fefte, das Erdreich bedeckende Fahrbahnen bilden. Die- 
lelben find in einem, dem beabfichtigten Zwede entfprechenden BZuftande herzu- 
ftellen und zu erhalten. 
5 14. Auf jedem AWoladeplage muß mindeftens eine vom Unternehmer
	        
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