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Volume Anhang. Amtliche Bekanntmachungen

Full text: Steglitzer Adressbuch (Public Domain) Issue18.1899 (Public Domain)

L68 
Örtspolizei-Verordnungen 20. 
Arbeiten in Feldern, Gärten, Weinbergen, Wiefen, Forften und Anpflanzungen 
(vergl. jedoch $S 2 und 3); 
die Öffentlich bemerfbaren Handwerksarbeiten außerhalb der Werkftätte und 
folge Handwerksarbeiten innerhalb der. Werkftätte, weldje wie die der 
Klempner, Schmiede, Böttcher, Stelmacher u. f. mw. mit ftörendem Seräufche 
verbunden find (vergl. jedoch S 5); 
die Arbeiten in Fabriken, Bergwerken, Salinen, Aufbereitungsanftalten, 
Brüchen und Oruben, Hüttenwerken, Mühlen, auf Zimmerplägen und anderen 
Bauhöfen, Werften und BZiegeleien, fowie bei Bauten aller Urt (vergl. 
jedoch S 5); 
der Betrieb der offenen Gefchäftsftellen des Handelsgemwerbes (vergl. jedoch 
38 5 und 6); 
das Beladen und Entladen von Schiffen, Kähnen, Jlößen, Frachtfuhrwerken 
und Möbelwagen auf öffentlichen Straßen und Plägen und, wenn es nicht 
ohne Sffentlidh bemerkfbares Geräufch vorgenommen werden kann, auch in 
gefchlofjenen Höfen (vergl. jedboh SS 3 und 4); 
das mit ftörendem Geräufch oder Yuffehen verbundene Fortidhaffen von 
Sachen auf den öffentlichen Straßen und Plägen in gefchloffenen Ortichaften, 
3. B. das Fahren der Bier: und RKRollmagen (vergl. jedodh) $ 4 Nr. 6, nach 
dem das Fahren von Biermwagen mährend der für den Handel mit Lebens: 
und Genußmitteln freigegebenen Stunden, bezw. S 4 Nr. 2, nad) dem das 
Hahren von RKollmagen, forweit fie dem Eilgüterverfehr dienen, geftattet ift), 
der Wagen mit leeren Fäljern, Eifenftangen und dergl., der Umzug mit 
Möbeln aus einer Wohnung in die andere, fowie das Fahren von Vieh, 
von Baus und Brennmaterialien, Futter, Lebensmitteln und Feldfrüchten 
vergl. jedoch SS 2, 3 und 4); 
das Treiben von BVich auf den öffentlichen Straßen und Plägen gefchloffener 
Orifchaften (vergl. jedoh S 2 Nr. 3 und 5 und $ 3); 
3 2. Das Verbot des $ 1 findet keine Anwendung: 
1. auf Arbeiten, welche in Nothfällen, wie bei Feuers: und Waffersgefahr 
und dergl., oder im öffentlichen Interefle unverzüglich vorgenommen werden müjfen ; 
2. auf Arbeiten, welche zur Befricdigung der Bedürfniffe des häuslichen 
Lebens täglich vorgenommen werden müflen; 
3. auf Arbeiten, weldhe in der Landwirthfhaft und SGärtnerci — wie das 
Hutterholen, das Füttern, das Aus: und Sintreiben, fowie das HYüten des Weider 
piehcS, das Treiben des Viehes zur Tränfe, das Begieken von Pflanzen und dergl. — 
zur SFortfegung des Betriebes — täglich vorgenommen werden mlüiffen; 
4. auf Arbeiten, welche in Bier- und Hausgärten oder von Lohnarbeitern 
und Heinen Leuten mit ihren Angehörigen zur Beftellung oder Abwartung der 
von ihnen benußten Gärten und Felder außerhalb der Zeit des Hauptgottesdienftes 
(8& 16) verrichtet werben; 
5. auf das Fahren und Treiben von VBich zu den am folgenden Tage 
jtattfindenden VBiehmärfkten; 
S 3. Die im $ 1 verbotenen Arbeiten, foweit c8 fih nicht um die Befchäftigung 
jeiwerblicher Arbeiter handelt, kann die Ortenolizeibehörde für den einzelnen Sonn: 
DD.
	        
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