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Full text: Jahresbericht ... zum Ergebnis- und Wirkungsmonitoring (Rights reserved) Issue2017 (Rights reserved)

Jahresbericht 2017 zum Ergebnis- und Wirkungsmonitoring Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft Berlin Brandenburg 27.06.2018 Dieser Bericht wurde aus Mitteln der Länder Berlin und Brandenburg gefördert; kofinanziert von der Europäischen Union Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Herausgeber Land Brandenburg Land Berlin vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft und Energie Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin www.mwe.brandenburg.de www.berlin.de/sen/web Redaktion, Text und Layout InterVal GmbH Habersaathstr. 58 10115 Berlin info@interval-berlin.de www.interval-berlin.de CONABO GmbH Steingasse 6 64404 Bickenbach a.bode@conabo.de www.conabo.de Inhalt Das Cluster im Überblick ......................................................................................................... 2 Status und Entwicklung des Clusters ....................................................................................... 4 Projekte im Berichtszeitraum.................................................................................................. 5 Projektbeteiligungen im Berichtszeitraum ............................................................................ 11 Erfolgsbeispiele ..................................................................................................................... 13 Gesamtbewertung ................................................................................................................ 17 1 Das Cluster im Überblick In dem Cluster Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Medien und Kreativwirtschaft Berlin-Brandenburg werden fast 49.000 Unternehmen mit etwa 236.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten repräsentiert. Mit einem Umsatz von knapp 30 Milliarden Euro ist das Cluster einer der wichtigsten Wachstumstreiber der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. STRATEGISCHE ZIELE (1) Steigerung von Wertschöpfung und Beschäftigung. (2) Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. (3) Erhöhung von Innovationsbereitschaft und -fähigkeit. (4) Förderung von Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit. INNOVATIONSFELDER UND QUERSCHNITTSTHEMEN OPEN IT DATA MANAGEMENT INTERNET DER DINGE UND DIENSTE / CLOUD COMPUTING / CAPITAL CLOUD MOBILE SOLUTIONS MEDIENDIGITALISIERUNG / DIGITALE MEDIEN GAMES & INTERAKTIVE MEDIEN VFX & ANIMATION Digitale Transformation Design & Usability Sicherheit mit IT / IT-Sicherheit CROSS-INNOVATION-THEMEN Smart City / Smart Region Industrie 4.0 e-Health / Health-IT Smart Energy e-Logistik / Telematik Quelle: eigene Darstellung basierend auf dem Masterplan „IKT, Medien und Kreativwirtschaft BerlinBrandenburg, 2020“ Die Struktur des Clusters gestaltet sich bei IKT, Medien und Kreativwirtschaft anders als in den anderen Clustern der gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB). Das Clustermanagement liegt zu gleichen Teilen bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) auf der Berliner Seite des Clusters und bei der 2 Wirtschaftsförderung Brandenburg GmbH (WFBB) auf der Brandenburger Seite.1 Die operative Umsetzung wird zweigeteilt wahrgenommen durch die Wirtschaftsförderungen Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH (BPWT) und die WFBB. BPWT bearbeitet nur Teile des Themenspektrums des Clusters. Diese beziehen sich insbesondere auf die Aktivitäten in den Innovationsfeldern „Data Management“, „Internet der Dinge“ (IoT), „Mobile Solutions“ und „Design & Usability“ sowie die Unterstützung der IT-Standort-Kampagne login.berlin. Daneben beteiligt sich BPWT an der Umsetzung der Integrativ-, Querschnitts- und Cross-InnovationThemen. 1 Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) firmierte vor dem Jahr 2017 unter dem Namen ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB). 3 Status und Entwicklung des Clusters Die Entwicklung der Cluster in Berlin und Brandenburg hat einen wichtigen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB) ist daher mit einem Monitoring verbunden, das die Entwicklung der Cluster im Zeitablauf abbildet. Dabei wird neben dem Gesamtcluster insbesondere auf die technologisch-innovativen und kreativen Clusterkerne2 als wichtiger Ansatzpunkt der Wirtschafts- und Innovationspolitik abgestellt. Die nachstehenden Daten aus dem Monitoring unterstreichen die Bedeutung des Clusters IKT, Medien und Kreativwirtschaft als Impulsgeber für die Region. Die im Clusterkern erzielten Umsätze, aber auch die Beschäftigungszahlen, bestätigen die insgesamt positiven Entwicklungen auch gegenüber dem Vorjahr.3 Tabelle 1: Makroökonomische Daten des Clusters IKT, Medien und Kreativwirtschaft SvB4 Beschäftigung Unternehmen Umsatz (2016) (2016) (2015) [in Mrd. EUR] (2015) Gesamtcluster (Clusterkerne zzgl. vor- und nachgelagerter Wirtschaftszweige) Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 235.763 aGeB5 SvB Clusterkern Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 261.071 2016 131.136 48.956 Anteil SvB an Gesamtwirtschaft 2008 9.310 2016 5,2 % 6,0 % Umsatz Unternehmen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2015 33.695 Entwicklung SvB 2008-2016 37,8 % Entwicklung Umsatz [in Mrd. EUR] Clusterkern 29,9 2008-2015 18,6 42,1 % 2 Der Clusterkern umfasst den technologisch-innovativen und kreativen Kern des Clusters auf Basis der amtlich vorgegebenen aktuellen Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008, der auch im Fokus von Innovationsfördermaßnahmen steht, während das Gesamtcluster die gesamte Wertschöpfungskette des Clusters von den Grundstoffen und Vorleistungsgütern bis hin zu den verschiedenen Absatzkanälen (Handel) erfasst. 3 Es werden die jeweils aktuellsten verfügbaren Daten verwendet: Datenbasis für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (SvB) und ausschließlich geringfügig Beschäftigte am Arbeitsort (AO) in wirtschaftsfachlicher Gliederung (WZ 2008) auf Grundlage der Clusterabgrenzung, Stichtag der 30. Juni 2016: Bundesagentur für Arbeit. Datenbasis für Zahl der Unternehmen und steuerbarer Umsätze aus Lieferungen und Leistungen in wirtschaftsfachlicher Gliederung (WZ 2008) gemäß Clusterabgrenzung auf Grundlage der Unternehmensregisterstatistik für 2015: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 4 Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung am Arbeitsort. 5 Ausschließlich geringfügige Beschäftigung am Arbeitsort. 4 Projekte im Berichtszeitraum Im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft wurden im Berichtszeitraum 17 Projekte neu initiiert. Die folgende Tabelle 2 gibt Auskunft über die Charakteristik der neu initiierten sowie der insgesamt bestehenden Projekte. Tabelle 2: Durch das Clustermanagement (CM) initiierte / begleitete Projekte Gesamtdarstellung7 6 – Im Berichtszeitraum neu initiiert (01.01.-31.12.2017) Gesamtzeitraum8 (2011-31.12.2017) Wert Wert 17 43 10.149.000 4.752.000 102.161.000 72.692.000 0 1 16 0 1 1 40 1 Anzahl Projekte insges. Projektvolumen insges. (in EUR) davon für Akteure in BE/BB (in EUR) nach Federführung Projekte des CM 9 Projekte der Wirtschaftsförderung Projekte von Dritten Angabe noch nicht bekannt nach Projektstadium I. in Vorbereitung/Antragstellung in Vorbereitung Antrag gestellt 4 5 6 7 II. in Umsetzung Begonnen/laufend 4 22 III. Abschluss Regulär beendet 4 8 6 5 4 2 15 15 4 9 12 5 29 14 nach Projekttypen regional national international Angabe noch nicht bekannt FuEuI-Projekte Sonstige Projekte 6 Siehe Punkt 1) der methodischen und definitorischen Hinweise 7 Siehe Punkt 2) der methodischen und definitorischen Hinweise 8 Der Gesamtzeitraum umfasst alle Projekte des betreffenden Clusters im Datenbestand. Diese reichen z. T. bis in das Jahr 2011 zurück. Für vergleichende Betrachtungen ist zu beachten: Zur Ersterfassung im EWM-Tool wurden nur die Projekte berücksichtigt, die im Jahr 2016 aktiv waren. Daher sind Projekte, die vor 2016 abgeschlossen, vorzeitig abgebrochen oder in ihrem Antrag abgelehnt wurden, nicht im Gesamtzeitraum enthalten. 9 Projekte unter Federführung der Wirtschaftsfördergesellschaften von Berlin und/oder Brandenburg: Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Wirtschaftsförderung Brandenburg oder Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. 5 Im Berichtszeitraum neu initiiert (01.01.-31.12.2017) Gesamtzeitraum8 (2011-31.12.2017) Wert Wert 2 1 2 1 13 34 1 12 0 0 3 31 0 0 10 24 …Konsortialstruktur noch nicht bekannt 2 7 Cross-Cluster-Projekte insgesamt 6 12 unter Beteiligung der Cluster …Ernährungswirtschaft ...Verkehr, Mobilität und Logistik ...Metall 0 6 0 3 8 1 0 0 1 3 15 0 2 11 2 1 0 38 0 9 24 4 1 1 0 1 Fördervolumen insges. (in EUR) davon für Akteure in BE und BB …davon geplant/beantragt (in Vorbereitung/ Antragstellung) …davon bewilligt (begonnen/ laufend / abgeschlossen) 6.381.000 3.804.000 91.786.000 80.289.000 1.510.000 2.294.000 6.050.000 74.239.000 Förderung für Akteure in BE und BB durch Kommune Förderung für Akteure in BE und BB durch Land Förderung für Akteure in BE und BB durch Bund Förderung für Akteure in BE und BB durch EU 0 464.000 2.760.000 580.000 0 2.709.000 75.000.000 2.580.000 Einzelvorhaben davon FuEuI-Einzelvorhaben Verbundprojekte davon Verbund mit mehreren Unternehmen (UN) davon Verbund mit UN und Forschungseinrichtungen (FE) davon Verbund mit mehreren FE davon sonstige Verbünde …davon FuEuI-Verbundprojekte Anzahl der Federführung in CrossCluster-Projekten nach Finanzierungsart Eigenfinanzierte Projekte Projekte mit Förderung Dritter …davon mit kommunaler Förderung …davon mit Landesförderung …davon mit Bundesförderung …davon mit EU-Förderung …davon mit sonstiger Förderung …Fördergeber noch nicht hinterlegt Finanzierungsart noch nicht hinterlegt 6 Tabelle 3: Aufschlüsselung der im Berichtszeitraum neu initiierten / begleiteten Projekte – nach Projekttypen Anzahl Projekte insges. 17 FuEuIProjekte insges. FuEuIVerbundprojekte zw. UN FuEuIVerbundprojekte zw. UN und FE Sonstige Projekte 12 1 9 5 5.614.000 3.462.000 1.500.000 1.500.000 3.182.000 1.310.000 4.535.000 1.290.000 0 0 12 0 0 1 0 0 9 0 1 4 7 2 3 0 1 0 6 1 2 2 2 1 5 0 4 1 Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 50.000 50.000 Kommunale Förderung Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 davon Anzahl Projektvolumen (in EUR) davon für Akteure in BE/BB (in EUR) nach Federführung Projekte des CM Projekte der Wirtschaftsförderung Projekte von Dritten nach Projektstadium I. in Vorbereitung / Antragstellung II. in Umsetzung (begonnen/laufend) III. Abschluss (regulär beendet) Cross-Cluster Projekte, die in Zusammenarbeit mit anderen Clustern und Teilthemen initiiert/begleitet wurden Finanzierungsart Eigenfinanzierte Projekte10 10 Bei eigenfinanzierten Projekten erfolgt die Projektfinanzierung durch die beteiligten Akteure (Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kammern usw.). 7 Anzahl Projekte insges. 17 davon Landesförderung Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB Fördervolumen Anteil für Akteure in BE/BB …davon geplant/ beantragt (in Vorbereitung/ Antragstellung) …davon bewilligt (begonnen/ laufend / abgeschlossen) Bundesförderung Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB Fördervolumen Anteil für Akteure in BE/BB …davon geplant/ beantragt (in Vorbereitung/ Antragstellung) …davon bewilligt (begonnen/ laufend / abgeschlossen) EU-Förderung Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB Fördervolumen Anteil für Akteure in BE/BB …davon geplant/ beantragt (in Vorbereitung/ Antragstellung) …davon bewilligt (begonnen/ laufend / abgeschlossen) FuEuIProjekte insges. FuEuIVerbundprojekte zw. UN FuEuIVerbundprojekte zw. UN und FE Sonstige Projekte 2 582.000 552.000 449.000 464.000 0 0 0 0 0 1 30.000 0 15.000 30.000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 464.000 0 30.000 0 10 5.032.000 2.910.000 3.452.000 2.670.000 1 1.500.000 1.500.000 850.000 850.000 8 3.152.000 1.310.000 2.412.000 1.720.000 1 150.000 150.000 90.000 90.000 1.420.000 0 1.320.000 90.000 1.250.000 850.000 400.000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 4.335.000 1.090.000 2.390.000 580.000 0 0 0 0 0 0 0 580.000 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 Förderung durch Sonstige Anzahl Projektvolumen Anteil für Akteure in BE/BB Im Berichtszeitraum konnten sieben weitere Projekte neu initiiert, jedoch nicht realisiert werden, da die Projektanträge bzw. Projektskizzen abgelehnt wurden. 8 Neben den in Tabelle 2 und Tabelle 3 aufgeführten Projekten konnten zahlreiche Sonstige Aktivitäten seitens des Clustermanagements neu initiiert werden. Als Sonstige Aktivitäten werden im EWM solche Aktivitäten bezeichnet, die nicht unmittelbar mit einer Projektinitiierung verbunden sind, diese jedoch vorbereiten. Schwerpunkte lagen im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft auf der Konzeption und Initiierung neuer Handlungsfelder in Vorbereitung der Neufassung des Masterplans, auf der Durchführung von Fachveranstaltungen und Workshops sowie der Präsenz auf Messen und Konferenzen. Außerdem wurden Unterstützungsleistungen für die Organisation von Events, Delegationsreisen und Tagungen im Cluster erbracht. Tabelle 4: Thematische Zuordnung der initiierten / begleiteten Projekte – nach Innovationsfeld (IF)/ Handlungsfeld (HF) Im Berichtszeitraum neu initiiert (01.01.-31.12.2017) Gesamtzeitraum (2011-31.12.2017) 17 43 Gesamtcluster 2 6 IF Cross-Innovation - E-Health/ Health-IT 0 1 IF Cross-Innovation - E-Logistik/ Telematik 1 2 IF Cross-Innovation - Industrie 4.0 2 3 IF Cross-Innovation - Smart City/ Smart Region 2 7 IF Cross-Innovation - Smart Energy 0 0 IF - Data Management 8 13 IF - Games & Interaktive Medien 0 0 IF - Internet der Dinge und Dienste/ Cloud Computing/ Capital Cloud 1 3 IF - Mediendigitalisierung/ Digitale Medien 0 0 IF - Mobile Solutions 0 0 IF - Open IT 1 1 IF - VFX & Animation 0 5 Kein Innovationsfeld hinterlegt 0 2 Anzahl Projekte insges. nach Handlungsfeld 9 Tabelle 5: Thematische Zuordnung der initiierten / begleiteten Projekte – nach Integrativthema Im Berichtszeitraum neu initiiert (01.01.-31.12.2017) Gesamtzeitraum (2011-31.12.2017) 17 43 IT - Aktive Schließung und Stärkung von Wertschöpfungsketten 1 4 IT - Clustermanagement 0 0 IT - Clustermarketing & Transparenz 0 0 IT - Fachkräftesicherung 0 0 IT - Finanzierung & Förderung 0 0 IT - Infrastruktur 0 0 IT - Internationalisierung 1 1 IT - Regionalisierung 1 2 IT - Sonstiges 1 1 IT - Wissens- und Innovationsmanagement/ Forschungs- & Technologietransfer 9 23 Kein Integrativthema ausgewählt 4 12 Anzahl Projekte insges. nach Integrativthema Tabelle 6: Thematische Zuordnung der initiierten / begleiteten Projekte – nach Querschnittsthema/Top-Thema Im Berichtszeitraum neu initiiert (01.01.-31.12.2017) Gesamtzeitraum (2011-31.12.2017) 17 43 QT - Design & Usability 1 4 QT - Digitale Transformation 5 20 QT - Sicherheit mit IT/ IT-Sicherheit 2 2 Kein Querschnittsthema ausgewählt 9 17 Anzahl Projekte insges. nach Querschnittsthema Aufgrund der hohen Anzahl von Innovationsfeldern, Integrativthemen und Querschnittsthemen im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft ist eine vollständige Abdeckung aller Felder und Themen nicht in jedem Berichtsjahr zu erwarten. Allerdings zeigt sich bei der Betrachtung des Gesamtzeitraums, dass bei einigen dieser Innovationsfelder und -themen auch vor dem Berichtsjahr 2017 keine Projekte initiiert oder begleitet wurden. Nach Angaben des Clustermanagements werden in diesen Innovationsfeldern und Integrativthemen hauptsächlich Sonstige Aktivitäten initiiert. 10 Projektbeteiligungen im Berichtszeitraum Im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft waren im Berichtszeitraum insgesamt 45 Projektakteure und 195 Umsetzungsakteure an den 17 neu initiierten Projekten beteiligt. Tabelle 7: Projektakteure und Umsetzungsakteure im Berichtszeitraum Projektakteure11 Umsetzungsakteure12 45 195 aus Berlin 24 137 aus Brandenburg 20 55 ...davon RC Mitte/West-Brandenburg ...davon RC Nordost-Brandenburg ...davon RC Nordwest-Brandenburg ...davon RC Ost-Brandenburg ...davon RC Süd-Brandenburg 11 1 4 1 3 34 3 11 3 4 1 3 Unternehmen insgesamt 25 119 ...davon kleine und Kleinstunternehmen (1- 49 Beschäftigte) ...davon mittlere Unternehmen (50 - 249 Beschäftigte) ...davon große Unternehmen (ab 250 Beschäftigte) ...davon junge Unternehmen (5 Jahre oder jünger) 18 4 3 8 79 23 17 32 Hochschul-/Forschungsinstitute 14 35 Kammern 0 4 Landkreis/ Kommune 1 2 Wirtschaftsförderungen13 0 1 Kliniken 0 0 Vereine 0 0 Verbände 0 0 Netzwerke 0 0 Sonstige 5 34 Anzahl insgesamt Nach Sitz Angabe noch nicht hinterlegt Nach Typ 11 Siehe Punkt 3) der methodischen und definitorischen Hinweise 12 Siehe Punkt 4) der methodischen und definitorischen Hinweise 13 Beim Typ „Wirtschaftsförderungen“ wurden die Clustermanagement-Organisationen BPWT, WFBB und TMB nicht mitgezählt. 11 nachrichtlich An Projekten beteiligte externe Partner Unternehmen Hochschul-/Forschungsinstitute Sonstige Wert 30 23 6 1 An den Projekten des Clusters waren externe Partner aus den Bundesländern BadenWürttemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie internationale Partner aus den Ländern Belgien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Kroatien und Großbritannien beteiligt. 12 Erfolgsbeispiele Im Folgenden werden ausgewählte Beispiele für Projekte und Sonstige Aktivitäten dargestellt, die die Vielfalt der Aktivitäten im Cluster unterstreichen. Gleichzeitig beziehen sich die Erfolgsbeispiele auf die zentralen clusterübergreifenden operativen Ziele der innoBB. Beispiel für ein erfolgreiches Verbundprojekt: Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren IT-Mittelstand 4.0 sowie Usability Im vierten Quartal 2016 veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium den Aufruf zur Förderung weiterer Kompetenzzentren im Förderschwerpunkt Mittelstand Digital. Da Clusterakteure und auch Mitarbeiter aus der Berliner Trägerorganisation des Clustermanagements schon in früheren Projekten aus dem Förderschwerpunkt beteiligt waren (E-Business Lotse Berlin, Berliner Kompetenzzentrum für Usability-Maßnahmen „UseTree“) lag es nahe, erneut Antragsskizzen einzureichen. Die Vernetzung wesentlicher Akteure, von Forschungseinrichtungen bis zum innovativen Mittelstand, sowie die Stärke der Berliner Trägerorganisation (BPWT) in den Beziehungen zu Unternehmen in der Region waren ausschlaggebend dafür, dass zwei eingereichte Projektskizzen zur Antragstellung aufgefordert wurden. Beide Projekte erhielten im Dezember 2017 die Förderbescheide für eine dreijährige Laufzeit. Wesentlich bei der Beurteilung der beiden Projektanträge war die Beteiligung von wissenschaftlichen Schlüsselakteuren aus der Region wie der Technischen Universität Berlin, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Technischen Hochschule Wildau und der Technischen Hochschule Brandenburg sowie anderseits starker bundesweit agierender Multiplikatoren wie dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V. und weiteren Partnern. Die Berliner Trägerorganisation (BPWT) des Clustermanagements übernimmt im Projekt Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum: Usability die Aufgabe des Wissenstransfers sowie die öffentlichkeitswirksame Verbreitung der Ergebnisse aus der Arbeit mit Pilotunternehmen. Im Projekt Kompetenzzentrum IT-Mittelstand hat sich die Berliner Trägerorganisation ebenfalls für einen Unterauftrag und damit um eine operative Rolle im Projekt beworben. Durch das Zusammenwirken der regionalen und überregionalen Partner und der daraus entstehenden bundesweiten Strahlkraft können sowohl die regionalen Clusterakteure von zusätzlichen Angeboten profitieren (Pilotprojekte, Workshops, Vorträge, Vernetzungsveranstaltungen), als auch Impulse und innovative Erfolgsbeispiele aus anderen Bundesländern in die Hauptstadtregion getragen werden. Beispiel für ein erfolgreiches Verbundprojekt: TransferBonus digital – Jolocom (Digitale Identitäten in der Blockchain) Das Berliner Startup Jolocom entwickelt Lösungen, mit denen Menschen ihre persönlichen Daten in der digitalen Welt selbst verwalten und die Zugriffsrechte für Dritte festlegen können. Dazu sollte ein System auf Basis der Blockchain-Technologie entwickelt werden. Das Unternehmen suchte für dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt fachliche Unterstützung für die Implementierung der BlockchainTechnologie und wandte sich an das Clustermanagement. Seitens des Clustermanagements wurde das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) als ein geeigneter wissenschaftlicher Experte identifiziert und eine Vernetzung der beiden Akteure initiiert. Beide Partner definierten daraufhin das Kooperationsprojekt „Digitale Identitäten in der Blockchain". Zur Finanzierung wurde auf verschiedene Fördermöglichkeiten hingewiesen. Das Projektteam stellte daraufhin einen Antrag für das Programm „TransferBonus digital“, den der Zuwendungsgeber bewilligt hat. Das F&E-Projekt wurde von 13 den Partnern erfolgreich umgesetzt und bewegte sich mit den Schwerpunkten Digitale Identitäten und Blockchain in einem, für die Digitalisierung der Gesellschaft wichtigem Technologiefeld. Diese beiden Schwerpunkte führten auch dazu, dass das Projekt mehrfach öffentlich vorgestellt wurde. Unter anderem am 18.05.2017 auf der Veranstaltung „Anwendung und Potenziale der Blockchain-Technologie" vom Fraunhofer Verbund für Informations- und Kommunikationstechnologie (IUK) und der Gesellschaft für Informatik, bei einer Projektvorstellung beim Bundesministerium des Inneren sowie auf der vom Clustermanagement organisierten Veranstaltung „Sichere digitale Identitäten mit Blockchain" am 10.10.2017. Dieses Projekt zeigt zum einen sehr gut, wie mit Hilfe des Clustermanagements eine erfolgreiche Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft initiiert wird und zum anderen, wie junge Unternehmen auch in neuen, aufstrebenden Technologiefeldern wie Blockchain erfolgreich unterstützt werden können. Beispiel für ein erfolgreiches Verbundprojekt: Deutsches Internet Institut (Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft) Das Clustermanagement ist Netzwerkpartner des Berlin-Brandenburger Verbundvorhabens zur Einrichtung des Deutschen Internet Instituts mit dem Namen „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft" und unterstützt (resultierend aus Absichtserklärungen der Wirtschaftsförderungseinrichtungen der beiden Länder, WFBB und BPWT) die Arbeit des Instituts. Schon in der Antragsphase hat das Clustermanagement die länderübergreifende Bewerbung im Form zweier Absichtserklärungen (Letter of Intent) der Wirtschaftsförderungseinrichtungen der beiden Länder, WFBB und BPWT unterstützt. Die Antragstellung wurde weiterhin aktiv begleitet, indem insbesondere die länderübergreifende Zusammenarbeit durch gemeinsame Gespräche und Abstimmungen sowie öffentlichkeitswirksame Termine und Äußerungen in den Vordergrund gerückt wurde. Das Konsortium aus fünf Hochschulen und zwei Forschungseinrichtungen (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam und Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS)) soll mit einer Förderung in Höhe von 50 Mio. Euro aktuelle gesellschaftliche Veränderungen im Kontext der Digitalisierung durch interdisziplinäre Grundlagenforschung und die Exploration konkreter Lösungen in praxisnahen Laboren auch zusammen mit der Wirtschaft untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen skizzieren. Für den Berliner Standort wurde weiterhin nach der Bewilligung die Location-Suche aktiv begleitet sowie an bisher zwei Workshops teilgenommen, welche die Kooperation und Arbeitspläne mit den Netzwerkpartnern zum Inhalt hatten. In einem gemeinsamen Tagespiegel-Interview des Regierenden Bürgermeisters und des Ministerpräsidenten hat Michael Müller die erfolgreiche Bewerbung als Beispiel für gelungene Zusammenarbeit hervorgehoben. Beispiel für ein erfolgreiches Verbundprojekt: Volumetric Capture Studio Babelsberg Im Zuge des Virtual Reality Strategieprozesses des Clustermanagements im Jahr 2016 und der Bewerbung Potsdams als Digital Hub (de:hub) 2017 wurde der Gedanke der Errichtung eines Volumetrischen Studios konkret, das jetzt im Zuge der GRW-Innovationscluster-Förderung beantragt ist und im Gebäude des fx.Centers in Potsdam-Babelsberg mit Showroom und Experience Lab 14 (Simulationslabor) eingerichtet werden soll. Damit wird eine von vielen Clusterakteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft geforderte Zusammenarbeit intensiviert und zielgerichtet unterstützt. Die seit zwei Jahren durch das Clustermanagement und weitere Kolleginnen und Kollegen des Teams Medien und IKT der WFBB aktiv begleitete Mission des Innovationsclusters beinhaltet als zentrales Element den Aufbau eines volumetrischen Aufnahmestudios. Mittels neuer Arten von Dienstleistungen wird so die Arbeit im ältesten Filmstudio der Welt, in dem seit über 100 Jahren Inhalte auf Hollywoodniveau produziert wird, auf ein neues Hochtechnologie-Niveau gehoben. Neue Formate wie der begehbare Film oder Virtual Reality- und Augmented Reality-Erlebniswelten werden dadurch umsetzbar. Zugleich ist das Volumetric Capture Studio ein Bestandteil des MediaTech Hubs Potsdam. Beispiel für ein erfolgreiches internationales Kooperationsprojekt: Das Projekt ‚BeShared‘ Die Europäische Kommission veröffentlichte am 16. Januar 2017 einen Projektaufruf zum Thema „Opportunities for European Entrepreneurs in the Sharing Economy“. Dieser richtete sich an alle Gastorganisationen des Enterprise Europe Network (EEN). Da das Thema „Sharing Economy“ für die Berliner Wirtschaft eine bedeutende Rolle einnimmt, entschloss sich das EEN Berlin in Zusammenarbeit mit dem Clustermanagement zu einer Antragstellung. Ziel des am 27. April 2017 eingereichten Antrages „BeShared - Embracing Innovation and Interconnection in the Sharing Economy“ ist ein Mapping der Sharing Economy-Akteure in den beteiligten Regionen sowie die zielgerichtete Durchführung von Veranstaltungen, welche auf die besonderen Herausforderungen und Anforderungen für Akteure der Sharing Economy abzielen. Des Weiteren werden Handlungsempfehlungen für Unternehmen erstellt, welche bislang noch keinen Zugang zu diesem spezifischen Wirtschaftszweig herstellen konnten. Zudem soll ein internationaler Vergleich der beteiligten Regionen durchgeführt werden. Das Konsortium, welches von Berlin Partner (EEN Berlin, Bereich IKT) koordiniert wird, setzt sich zusammen aus weiteren Hostorganisationen des EEN aus Bulgarien, Kroatien, Griechenland und Belgien. Am 1. September 2017 erhielt das Projekt von der Europäischen Kommission den Projektzuschlag und konnte am 1. Dezember 2017 seine zweijährige Projektlaufzeit starten. Durch das Projekt kann sich Berlin als einer der führenden Standorte im Bereich Sharing Economy auf internationaler Ebene profilieren und unterstützt gleichzeitig Berliner Unternehmen bei ihren Internationalisierungsvorhaben. Beispiele für die erfolgreiche Unterstützung junger Unternehmen: Unterstützung der Digital Hub Initiative, Bewerbung Berlins als Digital Hub, Unterstützung des MediaTech Hub Potsdam Mit der Digital Hub Initiative (de:hub) unterstützt das BMWi die Entstehung digitaler Hubs in Deutschland. Der „Hub“-Idee liegt zugrunde, dass die Zusammenarbeit von Unternehmen und Gründern auf engem Raum gerade auch im digitalen Zeitalter Innovation befördert. Bereits zum IT-Gipfel der Bunderegierung 2016 in Saarbrücken wurde Berlin als einer von fünf Digital Hubs in Deutschland ausgerufen – und musste sich nicht, wie weitere sieben Regionen, in einem Auswahlverfahren bewerben. Die anteilige Finanzierung und Steuerung der Berliner Hub-Aktivitäten mit den Themen IoT und FinTech liegt in der Verantwortung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Dem Clustermanagement wurde die Aufgabe der Auswahl geeigneter Trägerorganisationen übertragen. In einem öffentlichen Teilnahmewettbewerb wurden zwei Orte ausgewählt: Neben der Factory Berlin als einem zentralen 15 Anlaufpunkt für Gründer und dem Company-Builder Next Big Thing (Internet der Dinge) fiel die Wahl auch auf FinLeap (FinTech) mit dem Campus H:32. Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung der Berliner Fraunhofer Institute deckt den Bereich der angewandten Forschung ab. Das Clustermanagement wird die Organisation und Koordination zwischen den Standorten des Berliner Internet of Things & FinTech Hubs sowie die Abstimmung mit der bundeweiten Hub-Agentur RCKT und der Vermarktung der Gesamtinitiative durch die Germany Trade and Invest GmbH (GTAI) übernehmen. Das Clustermanagement hat die erfolgreiche Bewerbung Potsdams als Digital Hub initiiert und federführend vorangetrieben und umgesetzt – zusammen mit über 30 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und öffentlicher Hand. Die Landeshauptstadt vereint Stärken im Bereich Informationstechnologie, Medien und Industrie und ist mir ihrem Zuschnitt aus Digital Media und Digital Engineering Deutschlands einziger Hub für MediaTech. Das Clustermanagement unterstützt den Hub und befördert die Vernetzung zwischen Potsdam und Berlin. 16 Gesamtbewertung Die wirtschaftliche Entwicklung im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft (IMK) war in Bezug auf die makroökonomischen Daten in den Jahren 2015 und 2016 positiv. Dies zeigt sich deutlich an der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und dem Umsatz vor allem im Clusterkern. Die Entwicklung im Cluster, die sich anhand der im EWM dokumentierten Projekte und Aktivitäten für das Jahr 2017 ablesen lässt, bleibt etwas hinter dem Vorjahr zurück. Mit 17 Projekten wurden vom Clustermanagement IMK im Jahr 2017 weniger Projekte initiiert als im Jahr 2016 (25 Projekte). Die verringerte Anzahl von neu initiierten/ begleiteten Projekten wirkt sich auch auf die Summe der Projekt- und Fördervolumina im Cluster aus. Ein Großteil des insgesamt deutlich niedrigeren Gesamtfördervolumens erklärt sich jedoch dadurch, dass mit dem Deutschen Internet Institut im Vorjahr ein Projekt im Cluster neu initiiert werden konnte, welches ein außerordentlich hohes Projekt- und Fördervolumen von 50 Mio. Euro umfasste (siehe Erfolgsbeispiele). Die beantragte Fördermittel für Akteure in Berlin und Brandenburg belaufen sich im Berichtszeitraum auf 3,8 Mio. Euro (etwas mehr als ein Drittel vom Vorjahreswert). Knapp 2,3 Mio. Euro dieser Fördermittel waren zum Stichtag 16.01.2018 bereits bewilligt. Im Berichtszeitraum wurde seitens des Clustermanagements kein Schwerpunkt auf einzelne Innovationsfelder oder Integrativthemen des Clusters gelegt. Diese wurden gleichermaßen verfolgt. Es gibt jedoch einige Innovationsfelder und Integrativthemen, in denen – wie weiter oben dargestellt – eine geringere Projektorientierung besteht (siehe Tabelle 4-6). In diesen Feldern und Themen werden laut Clustermanagement vor allem Sonstige Aktivitäten initiiert/ begleitet. Mehrere Aktivitäten wurden in dem Innovationsfeld Mediendigitalisierung/ Digitale Medien und dem Integrativthema Clustermarketing und Transparenz initiiert. In Bezug auf die Innovationsfelder Games & Interaktive Medien, Mobile Solutions und die Integrativthemen Finanzierung & Förderung sowie Infrastruktur wurden im Berichtszeitraum jedoch keine Aktivitäten nach der Systematik im EWM hinterlegt. In Bezug auf diese Innovationsfelder und themen des Clusters besteht daher ggf. auch ein Überprüfungsbedarf im Hinblick auf ihre aktuelle Notwendigkeit. In allen Querschnittsthemen des Clusters im Berichtszeitraum konnten Projekte neu initiiert bzw. begleitet werden. Dem branchenorientierten Innovationsfeld Data Management, dem Integrativthema Wissens- und Innovationsmanagement/ Forschungs- und Technologietransfer sowie dem querschnittsthematischen Innovationsfeld Digitale Transformation wurden die meisten Projekte im Berichtszeitraum zugeordnet. Auch in dem Innovationsfeld Internet der Dinge/ Cloud Computing/ Capital Cloud war das Clustermanagement sehr aktiv, was sich anhand von zahlreichen neu initiierten Aktivitäten im Berichtszeitraum belegen lässt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft 2017 weniger Cross-Cluster Projekte. Die 6 Cross-Cluster Projekte im Berichtszeitraum wurden gemeinsam mit dem Cluster Verkehr, Mobilität und Logistik neu initiiert/ begleitet. 17 Das Clustermanagement hat in den vergangenen Jahren einen klaren Fokus daraufgelegt, Branchen-Netzwerke zu gründen und die Vernetzung der Akteure im Cluster zu fördern (z.B. die ZIM-Netzwerke ProWear, MOVIA). Diese Aktivitäten haben sich nach Ansicht des Clustermanagements ausgezahlt, sodass nun im Vergleich zu den Vorjahren zunehmend Aktivitäten im Hinblick auf konkrete Projektinitiierungen stattfinden können. Dies trifft insbesondere auf die Cross-Innovation-Themen des Clusters zu. Diese Themen beziehen sich auf Innovationen, die auch in den anderen Clustern und Teilthemen der Gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB) von Relevanz sind. Im Berichtszeitraum betrifft das vor allem die Themen E-Logistik/ Telematik, Industrie 4.0 und Smart City/Smart Region (siehe Tabelle 4). Auch für das Jahr 2018 ist im Hinblick auf die CrossInnovation Themen des Clusters mit weiteren Projektinitiierungen zu rechnen. Die Weiterentwicklung des Masterplans sieht das Clustermanagement als eine kontinuierliche Aufgabe an und hat bereits neue Innovationsfelder für sich definiert. Diese sind: • • • Künstliche Intelligenz Blockchain 5G Diese Themen mit der Überarbeitung des Masterplans stärker sichtbar gemacht werden. Die Überarbeitung wird ab dem 2. HJ 2018 stattfinden, wenn die Weiterentwicklung der innoBB abgeschlossen ist. Wie schon im Vorjahr wurden vor allem Verbundprojekte vom Clustermanagement neu initiiert oder begleitet, bei denen Unternehmen und Forschungseinrichtungen kooperieren. Neben der Förderung von Kommunikation und Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft verfolgen die neu initiierten Projekte vor allem das Ziel, neue Clusterakteure zu identifizieren und zu aktivieren sowie junge Unternehmen zu unterstützen. Mit den Sonstigen Aktivitäten des Clustermanagements wird auch die Internationalisierung vorangetrieben. Das Clustermanagement unterstützt beispielsweise die Beteiligung von Clusterakteuren auf internationalen Messen (z.B. die INTERGEO 2017 in Berlin und die CEBIT 2017 in Hannover) und Unternehmerreisen von Clusterakteuren (z.B. im Rahmen der Projekte LOOKOUT oder BerlinBalticNordic, in die viele Kontakte des Clustermanagements eingeflossen sind). Das Cluster unterhält seit dem Jahr 2012 Kooperationen mit dem Ostseeraum, Skandinavien, Polen und dem Baltikum. Es konnten zahlreiche externe Akteure in Projekte des Clusters eingebunden werden. Die digitale Wirtschaft in der Hauptstadtregion konzentriert sich vor allem auf Berlin und sein Umland, von Wildau über Potsdam bis Brandenburg (Stadt) sowie weitere städtische Zentren wie Cottbus und Frankfurt/Oder. Aus diesem Grund sind auch dort die meisten Projekte angesiedelt, die vom Clustermanagement initiiert oder begleitet werden. Jedoch werden auch abseits dieser wirtschaftlichen Zentren bewusst Aktivitäten unterstützt, 18 Wichtige Projekte waren aus Sicht des Clustermanagements im Jahr 2017 vor allem die Mittelstands 4.0 Kompetenzzentren, für die Förderung des Bundes aus dem Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital im Rahmen der Digitalen Agenda 2014 - 2017 und der neuen HightechStrategie der Bundesregierung genutzt werden konnte (Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum ITMittelstand und Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability). Mit den Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren Cottbus und dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Berlin14 sowie der mit Geschäftsstelle in Potsdam ansässigen Mittelstand 4.0 Agentur Kommunikation befinden sich damit fünf Player mit Berlin-Brandenburger-Akteuren in der Hauptstadtregion. Ein weiteres Mittelstandsprojekt mit dem Namen „Magic Guide“ (ZIM-Kooperationsprojekt, welches aus der Clusterarbeit des Vorjahres entstanden ist) wurde im Berichtszeitraum vorbereitet und befindet sich in der Antragstellung. Weitere Projektanträge aus dem ZIMNetzwerk sind zu erwarten. Eine Besonderheit im Berichtszeitraum stellt das Projekt „BeShared“ dar, bei dem es inhaltlich um die Ökonomie des Teilens („sharing economy“) geht, also um eine übergreifende Clusterthematik. Dieses Projekt wird im Rahmen des EU-Förderprogrammes COSME bereits mit 80.000 Euro Förderanteil für Akteure in Berlin und Brandenburg gefördert (siehe Erfolgsbeispiele). Für die meisten Projekte im Vorjahr wurden jedoch Bundesmittel beantragt. Wichtige Aktivitäten waren im Berichtszeitraum die Unterstützung der Digital Hub Initiative des Bundes (Digital Hubs für IoT & FinTech in Berlin und MediaTech in Potsdam, siehe Erfolgsbeispiele). Außerdem konnte das erfolgreiche länderübergreifende Format ‚Wherecamp‘, eine Geo-Informationstechnik-Konferenz, auch im Jahr 2017 wieder in Berlin stattfinden. Im Dezember 2017 ist es zudem gelungen, einen Internetauftritt für das Cluster bereitzustellen. Das clusterübergreifende Thema Digitalisierung ist im Land Brandenburg inzwischen zu einem Bestandteil der Landesstrategie geworden und wird auch im Land Berlin zunehmend politisch getragen. Im Berichtszeitraum wurde bereits ein Projekt zur Digitalisierung im ländlichen Raum im Innovationsfeld Cross-Innovation-Smart City/ Smart Region bis zur Antragstellung begleitet. Das Clustermanagement wird im Jahr 2018 noch stärker als zuvor andere innoBB-Cluster im Hinblick auf Digitalisierung unterstützen. 14 www.gemeinsam-digital.de (zuletzt am 17.04.2018) 19 Methodische und definitorische Hinweise Datengrundlage Grundlage für den Jahresbericht sind die vom Clustermanagement vorgenommenen Eingaben in das IT-Tool zum Ergebnis- und Wirkungsmonitoring (EWM-Tool). Stichtag für die Erfassung der Daten war der 16. Januar 2018. Ausgewertet wurden alle im Modul „Plan&Manage“ angelegten Projekte inklusive Projektbeteiligungen sowie qualitative Angaben des Clustermanagements zur Entwicklung des Clusters aus dem Modul „Report“. Die schriftlichen Angaben wurden in einem Telefoninterview mit dem Clustermanagement vertieft. 1) Hinweise zu Projekten im Sinne des EWM Für Projekte, die Eingang in das EWM-Tool finden, gilt: • Sie müssen vom Clustermanagement mit initiiert sein und / oder aktiv begleitet werden. • Es erfolgt eine Förderung durch Dritte oder das Gesamtprojektvolumen hat eine Höhe von grundsätzlich mind. 50.000 € (bei Unterschreitung dieses Schwellenwertes ist die Aufnahme des Vorhabens als Projekt in das EWM-Tool nur in Abstimmung mit den Verwaltungen möglich). • Sie dienen der Umsetzung der innoBB-Strategie bzw. der Masterpläne. Die Laufzeit eines Projektes beginnt mit der Initialisierungsaktivität des Clustermanagements. Das EWM umfasst damit alle Stadien eines Projektzyklus: von der Vorbereitung / Antragstellung über die Durchführung des Projekts bis hin zum Projektabschluss. Im EWM berücksichtigt werden auch initiierte / begleitete Projekte, die sich als nicht realisierbar erweisen. Ein Verbundprojekt ist ein Kooperationsprojekt unter Beteiligung mehrerer Unternehmen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, mehrerer Forschungseinrichtungen oder sonstigen Akteuren. Ein Cross-Cluster-Projekt ist ein cluster- bzw. teilthemenübergreifendes Kooperationsprojekt, an dem mindestens zwei Cluster- bzw. Teilthemenmanagements aktiv beteiligt sind. 2) Hinweis zu Förder- und Projektvolumina: Die Angaben beruhen z. T. auf Schätzungen des Clustermanagements. Die Fördervolumina sind nur für Förderprojekte ausgewiesen. Hinweise zu Akteuren im Sinne des EWM 3) Projektakteure sind Akteure mit Hauptsitz oder Niederlassung in BE/BB, die an einem vom Clustermanagement neu initiierten/ begleiteten Projekt aktiv beteiligt sind und im EWM erwähnt sind (Stammdatum „Beteiligte Partner aus Cluster“). Die Angaben zu den Projektakteuren wurden der Akteursdatenbank sowie dem Modul „Plan&Manage“ entnommen. 4) Umsetzungsakteure sind Akteure mit Hauptsitz oder Niederlassung in BE/BB, die an einem vom Clustermanagement neu initiierten/ begleiteten Projekt oder einer neu initiierten/ begleiteten Sonstigen Aktivität aktiv beteiligt sind und im EWM erwähnt sind (Stammdatum „Beteiligte Partner aus Cluster“). Die Angaben zu den Umsetzungsakteuren wurden der Akteursdatenbank sowie dem Modul „Plan&Manage“ entnommen. 20
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