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Full text: 20 Rollberger Kiez-Ansichten / Fatfouta-Hanka, Firdaous (Rights reserved)

20 ROLLBERGER KIEZ-ANSICHTEN Quartiersmanagement Rollbergsiedlung 1 LIEBE BEWOHNERINNEN UND BEWOHNER das Rollbergviertel ist ein Ort der Vielfalt. Hier sind Menschen unterschiedlicher Herkunft, aller Altersgruppen und verschiedener Kulturen zu Hause. In dem modernen Wohnquartier engagieren sich Wohnungsbaugesellschaft, soziale Einrichtungen und Bewohner*innen. Sie nehmen zunehmend die Gestaltung ihres Quartiers selbst in die Hand, kümmern sich um ihre Nachbar*innen. Obwohl das Zusammenleben in der Wohnsiedlung nicht immer konflikt­frei ist, tun Viele alles dafür, dass die „Sonne über ihrem Kiez erstrahlt“. Die Interviews zeigen, dass sich etwas ändern kann, wenn man es will. Seit 1999 ermöglichte die finanzielle Unterstützung aus dem Programm Soziale Stadt durch das Land Berlin, den Bund und die Europäische Union bauliche Investitionen in Plätze, Freizeit- und Grünflächen sowie Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Das Städtebauförderprogramm ist nah an den Interessen der Bewohnerschaft ausgerichtet und hilft, Defizite in Chancen zu verwandeln und Bildungsangebote zu unterbreiten. Der Quartiersrat hat im Gebiet viele Menschen zusammen geführt. Sie haben mit ihrem Engagement einen persönlichen Beitrag dazu geleistet, dass das Umfeld schöner wird. Ihnen allen möchte ich für das 20-jährige Engagement im Quartiersmanagementgebiet Rollbergviertel danken und meine Anerkennung aussprechen. Die Leistungen im Quartiersmanagement für die Integration und das Zusammenleben der Berliner*innen aus unterschiedlichen Kulturen sind ein wichtiger Erfahrungsschatz bei der Gestaltung unserer rasant wachsenden Stadt. Berlin lebt davon, dass Menschen mit ihren vielfältigen Talenten und Fähigkeiten zu uns kommen. Das stellt uns aber auch vor große Herausforderungen: Wir müssen bezahlbaren Wohnraum in Berlin erhalten und neu schaffen, besonders für Menschen mit kleinen Einkommen und gleichzeitig darauf achten, dass das Wachstum der Stadt sozial verträglich gelingt. Gleichzeitig verändert sich auch das Leben der länger hier Lebenden. Der Berliner Senat zählt auf die Lust der Berliner*innen, sich einzubringen, mitzumachen, mitzureden und mitzugestalten und wird die Beteiligungskultur weiter aktiv fördern. Ich danke allen, die sich dafür weiterhin engagieren. 20 JAHRE QUARTIERSMANAGEMENT ROLLBERGSIEDLUNG Die Rollbergsiedlung ist einzigartig in Neukölln: Ein bestehendes Altbauquartier wurde abgerissen und in den 1960er und 70er Jahren nahezu komplett durch die heutigen Bauten ersetzt – ein Vorgehen, das heute schlicht unvorstellbar wäre. Vielleicht gerade weil die Architektur sich von der Umgebung so abhebt, ist die Rollbergsiedlung für ihre Bewohner*innen ein so großer Identitätsanker wie kaum ein anderes Quartier in Neukölln. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Siedlung harte Zeiten durchstehen musste. Den Bewohner*innen selbst ist es zu verdanken, dass diese Zeiten vorbei sind. Sie engagieren sich auf vielfältige Weise für ihren Kiez und haben Initiativen gegründet, die mittlerweile weit über die Nachbarschaft hinaus bekannt sind. Ich finde es deshalb nur folgerichtig, wenn diese Broschüre zum 20-jährigen Bestehen des Quartiersmanagementgebietes Rollbergsiedlung 20 Menschen und mit ihnen 20 wichtige Orte des Gebietes vorstellt. Viele Menschen suchen heute nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Tätigkeit. In der Rollbergsiedlung wird man ganz schnell fündig. Dass diese Möglichkeiten bestehen, ist auch der Arbeit des Quartiersmanagements in den letzten 20 Jahren zu verdanken. Die Unterstützung von Anwohner*innen und die Förderung von Strukturen gehört zu den wichtigsten Aufgaben in einem QM-Gebiet. Natürlich können wir bauen und die Infrastruktur ertüchtigen, aber nur durch engagierte Menschen lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch allen ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter*innen im QM-Team Rollbergsiedlung herzlich für ihre Arbeit danken und allen Leser*innen wünsche ich viel Freude mit der Broschüre. Ihre Katrin Lompscher Ihr Jochen Biedermann (Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen) (Neuköllner Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Bürgerdienste) GEMEINSAM VIELFALT LEBEN, VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN UND ZUKUNFT GESTALTEN. 20 JAHRE BERLINER QUARTIERSMANAGEMENT – 20 ROLLBERGER KIEZ-ANSICHTEN Leitbild Quartiersrat Rollbergsiedlung Mit Einführung des Berliner Quartiersmanagements 1999 ist die Rollbergsiedlung ein sogenanntes Fördergebiet der „ersten Stunde“. Bis heute wurde in Zusammenarbeit mit und Beteiligung von Bewohnerschaft, lokalen Akteur*innen, Senats- und Bezirksverwaltung und Quartiersmanagement Vieles angestoßen, auf den Weg gebracht und umgesetzt. Eine Gemeinschaftsaufgabe mit dem Ziel, den Kiez zu einem lebenswerten Ort zu entwickeln. Dabei wurden Fördermittel des Programms Soziale Stadt für baulich investive Maßnahmen und vor allem in den Bereichen Bildung, Integration und Nachbarschaft erfolgreich und nachhaltig eingesetzt. Um das bisher Erreichte zukünftig zu sichern und die Menschen weiterhin zu ermutigen sich für ihr Lebensumfeld zu engagieren, wird weiterhin aktiviert, vernetzt und beteiligt. Bürgerbeteiligung durch Dialog und Austausch auf Augenhöhe ist ein grund­ legendes Instrument unserer Arbeit. Aus diesem Grund kommen in dieser Broschüre die Menschen zu Wort, die hier leben, arbeiten, sich engagieren, aktiv gestalten und damit den Kiez in all seiner Vielfalt prägen. Für „20 Jahre Programm Soziale Stadt“ teilen 20 Rollberger Bewohner*innen und Akteur*innen ihre Kiez-Ansichten mit uns. Sie bieten uns einen persönlichen Einblick und stellen das Rollbergquartier aus ihrer Perspektive vor. Für diese Schatzkiste bedanken wir uns ganz herzlich! Ihr QM-Team Rollbergsiedlung Infobox - „Programm Soziale Stadt“ Die Infobox nennt Beispiele für Projekte und Aktionen, die an diesem Ort im Rahmen des Programms Soziale Stadt gefördert wurden. INHALT 1 6 11 16 AKTIONSFONDS-JURY S.8 KIEZANKER E.V. S.13 MORO SENIORENWOHNANLAGEN E.V. S.18 REGENBOGEN-SCHULE S.23 2 7 12 17 ARABISCHES KULTURINSTITUT AKI E.V. S.9 KINDER UND JUGENDZENTRUM LESSINGHÖHE S.14 MORUS 14 E.V. S.19 ROLLBERGER BOX GYM E.V. S.24 3 8 AWO FALK-CLUB S.10 KIOSK ROLLBERGER INTERNET CAFÉ S.15 13 NEUES WOHNEN AN DER BRIESESTRASSE S.20 18 SOMMERUNI S.25 4 9 14 19 BÜRGERZENTRUM NEUKÖLLN S.11 KITA MINI-MIX INTERNATIONAL S.16 QUARTIERSMANAGEMENT ROLLBERGSIEDLUNG S.21 STADTTEILMÜTTER S.26 5 FALKPLATZ S.12 10 MADONNA MÄDCHENTREFF S.17 15 QUARTIERSRAT S.22 20 ZUCKMAYER-SCHULE S.27 KARTE QUARTIER ROLLBERGSIEDLUNG S. 28-29 KIEZ-WÜNSCHE S. 30–31 1 2 AKTIONSFONDS-JURY ARABISCHES KULTURINSTITUT AKI E.V. Programm Soziale Stadt Was passiert hier? Ehrenamtliche Mitglieder: 6 Unsere Aufgabe ist es, über Anträge von Bewohner*innen und Akteur*innen zu diskutieren und über die Förderung ihrer Veranstaltungen und Aktionen zu entscheiden. Wir fragen uns: Macht das Sinn? Profitiert der Kiez davon? Wie viel Geld wird gebraucht? Aktivierung der Bewohnerschaft Förderung der Nachbarschaft Kurzfristige, schnell sichtbare Aktionen Fördermittel: 10.000€ pro Jahr Pro Aktion bis zu 1.500€ Was ist daran besonders? Das Tolle ist, dass wir über den Fonds Dinge ermöglichen können, die den Kindern und Erwachsenen sonst nicht möglich wären – zum Beispiel kostenlose Schwimmkurse oder schöne Feste in der Nachbarschaft. Die Jury selbst besteht aus Anwohner*innen des Rollbergs. Rima Zeidan, Rollbergerin, Ehrenamtliche bei AKI e.V. Was verbindet sie persönlich damit? Ich bin seit drei Jahren hier aktiv und wusste vorher gar nicht, dass es dieses Gremium gibt. Eine Bekannte hat mich darauf aufmerksam gemacht. Jetzt freue ich mich, wenn ich sehe, dass die Aktionen Menschen glücklich machen. Nilüfer Dasdemir, Rollbergerin, Mitglied der Aktionsfonds-Jury Was passiert hier? Programm Soziale Stadt Wir fördern alle Bürger*innen und begleiten sie zum Amt oder helfen ihnen bei Formularen. Es gibt auch einen Handarbeitskreis und einen Computertreff. Computertreff AKI e.V. Rollberger Superschüler Was ist an diesem Ort besonders? Wir helfen aktiv. Dafür kommen die Menschen auch von außerhalb Berlins, wenn sie uns im Internet finden. Was verbindet sie persönlich damit? Ich helfe hier schon seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich. Ich habe keine Ausbildung – aber mit meiner Sprache kann ich arbeiten. Ich mache das jeden Tag. Es macht wirklich Spaß. 8 Falkstr. 25 | 030/689 772 58 | info-rollberg@quartiersmanagement.de | www.rollberg-quartier.de Falkstr. 23 | 030/680 814 72 | info@aki-ev.de | www.aki-ev.de 9 Programm Soziale Stadt Rollberg All inclusive Strategien und Maß­ nahmen für eine inklusive Quartiersentwicklung 3 4 AWO FALK-CLUB BÜRGERZENTRUM NEUKÖLLN Was passiert hier? Im AWO Falk-Club gibt es jeden Tag ein anderes Angebot: Es gibt eine Malgruppe, eine Band, eine Theatergruppe und mehr. Diese Angebote sind für alle Menschen geöffnet. Georgis Pfeilsticker, Dachgärtnerin Was ist an diesem Ort besonders? Der Falk-Club ist eine von 13 Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen in Berlin. Es ist ein sehr kommunikativer und fröhlicher Ort. Wir haben immer ein offenes Ohr für die Menschen. Was verbindet sie persönlich damit? Was passiert hier? Ich bin seit ein paar Jahren Übungsleiterin in der Malgruppe. Die Gruppe ist wirklich sehr talentiert, aber das ist nicht das Wichtigste. Vor allem gibt es eine unglaublich positive Energie und wir inspirieren uns alle gegenseitig. Ins Bürgerzentrum kommen sehr viele unterschiedliche Gruppen, die die Räume nutzen. Es gibt Angebote zur Freizeitgestaltung, wie die Spaziergangsgruppe oder die Handarbeitsgruppe. Außerdem gibt es Beratungen, Hilfsleistungen und ein offenes Restaurant. Was ist an diesem Ort besonders? Wir alle! Jeder, der hier her kommt, kann frei etwas machen und sich ausprobieren. Es gibt immer wieder neue Leute, die das Angebot bereichern, niemand wird ausgegrenzt. Das schafft Berührungspunkte, die es sonst nicht gibt. Geneviève de Larminat, Übungsleiterin der Malgruppe Programm Soziale Stadt Sommer- und Nachbarschaftsfest Traditionelles Opferfest Besinnliche Weihnachtsfeier 10 Falkstr. 27 | 030/625 40 66 | falk-club@awo-suedost.de | www.awo-südost.de Was verbindet sie persönlich damit? Ich engagiere mich auf dem Dachgarten des Bürgerzentrums. Wir pflanzen hier verschiedene Sachen an, z. B. Erdbeeren und Gemüse, und arbeiten mit KindergartenKindern zusammen. Ich möchte hier einen Samen legen und Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Werbellinstraße 42 | T 030/681 80 62 | info@buergerzentrum-neukoelln.org www.buergerzentrum-neukoelln.org 11 5 6 FALKPLATZ KIEZANKER E.V. Elke Binjos, Rollbergerin, Mitglied der Aktionsfonds-Jury Programm Soziale Stadt Rollberger Kiezfest Sommeruni Was passiert hier? Der Falkplatz ist der einzig große Platz hier im Quartier, den viele Menschen als Treffpunkt nutzen. Vor allem Mütter, deren Kinder auf dem Spielplatz nebenan spielen, halten sich hier auf. Unter den Bäumen ist es herrlich. Was ist an diesem Ort besonders? Ich mag die Köpfe-Skulptur sehr gerne, das ist schon etwas Besonderes. Früher gab es hier auch einen Springbrunnen, an dem die Kinder spielen konnten. Heute ist der leider abgestellt und der Ort ziemlich verschmutzt. Was verbindet sie persönlich damit? Ich wohne seit 30 Jahren im Rollberg. Irgendwann habe ich angefangen alles über den Kiez zu recherchieren, habe ein Archiv angelegt und kleine Führungen angeboten. Es gibt so viele interessante Geschichten, auch zum Falkplatz. 12 Seher Dinckar, Rollbergerin, Mitglied des Quartiersrats Was passiert hier? Im Kiezanker e.V. beraten wir andere Eltern z.B. zu Erziehungsthemen. Wir machen einmal die Woche ein Elternfrühstück, wir machen Ausflüge mit Kindern aus dem Kiez und einmal im Jahr eine Familienbildungsfahrt ins Umland. Dazu kommen viele Feste, die wir organisieren. Programm Soziale Stadt Elternanker (Nominierung Preis Soziale Stadt 2016) Elternfrühstück Kiezanker e.V. – Professionalisierung des Bewohnervereins Was ist an diesem Ort besonders? Das Besondere sind wir! Wir haben hier so viele aktive Mütter, die tolle Ideen zu unserem Verein beisteuern. Es ist ein bisschen wie eine große Familie. Was verbindet sie persönlich damit? Ich bin seit drei Jahren im Kiezanker e.V. aktiv – erst bin ich wie viele für Kaffee und Kuchen hergekommen, inzwischen koordiniere ich das Elternfrühstück mit, mache Öffentlichkeitsarbeit und recherchiere für unsere Ausflüge. Es macht Spaß. Falkstr. 24 | 030/226 80 276 | info@kiezanker.de | www.kiezanker.de 13 7 8 KINDER- UND JUGEND­­ZENTRUM LESSINGHÖHE KIOSK ROLLBERGER INTERNET CAFÉ“ Was passiert hier? Ins KiJuZ Lessinghöhe kommen Kinder und Jugendliche auch aus den Nachbarkiezen, um verschiedene Aktivitäten zu machen – sei es Fußball, Musik, Akrobatik oder Tischtennis, es gibt wirklich viel. Wir haben auch Hausaufgabenhilfe und Berufsberatung hier. Programm Soziale Stadt Ich bin der Knaller – aber sicher! Energetische Sanierungsmaßnahmen und bauliche Umgestaltung des KiJuZ Lessinghöhe (Haus 1) Veranstaltungs- und Begegnungszentrum Rollberg (Umbau und Sanierung Haus 2) Teilen, tauschen, reparieren – Nachhaltigkeit in der Rollbergsiedlung Ramazan Aydin, Rollberger, Inhaber Was ist an diesem Ort besonders? Besonders ist, dass die Einrichtung so groß ist, dass es Platz für fast alles gibt. Außerdem kommen hier Menschen aus verschiedenen Nationen zusammen, die auf der Straße vielleicht nichts miteinander zu tun hätten. Was verbindet sie persönlich damit? Ich komme hierher seit ich sieben bin. Jetzt mache ich meine Ausbildung zum Erzieher hier. Durch die Lessinghöhe bin ich zu meinem Job gekommen. Ich möchte das weitergeben, was ich hier gelernt habe. Was passiert hier? In meinen Laden kommen jeden Tag Menschen aus der Nachbarschaft – vor allem Kinder. Ich bin eigentlich jeden Tag hier und kenne fast jeden, der kommt. Was ist an diesem Ort besonders? Nemer El-Khodr, Auszubildender Ich habe alles, was Kinder gerne mögen und bin sehr beliebt hier. Was ich nicht verkaufe: Alkohol, um die Kinder davor zu schützen. Was verbindet sie persönlich damit? Ich habe den Laden vor zehn Jahren aufgemacht, als er noch leer stand. Ich war damals arbeitslos und wollte hier etwas Besonderes machen. 14 Mittelweg 30 | 030/687 31 73 | lessinghoehe@neukoelln-jugend.de | www.lessinghoehe.net Falkstr. 19 15 9 10 KITA MINI-MIX INTERNATIONAL MADONNA MÄDCHENTREFF Was passiert hier? Meryem Yavuz, Rollbergerin MaDonna ist ein Treffpunkt für Mädchen aus dem Kiez. Wir wollen sie stärken und ihnen zeigen, dass Bildung ein Schlüssel für sie ist, der ihnen Türen öffnet. Hausaufgaben haben für uns oberste Priorität. Bei schönem Wetter machen wir auch viel draußen. Was ist an diesem Ort besonders? Besonders ist, dass wir speziell auf Mädchen ausgerichtet sind. Viele von ihnen sagen, MaDonna ist ihr Zuhause. Und wenn wir beobachten, wie selbstbewusst sie werden und dass sie sich Dinge nicht mehr gefallen lassen, hat unsere Arbeit Wirkung gezeigt. Programm Soziale Stadt Was passiert hier? Was verbindet sie persönlich damit? Wir bauen uns Musik Die Kita Mini-Mix ist die größte Kita hier im Kiez. Hier werden Kinder zwischen null und fünf Jahren betreut. Seit ich denken kann, bin ich hierhergekommen. Vor einigen Jahren habe ich dann eine 12-monatige Peer-Ausbildung gemacht, um als Peer-Educatorin Wissen an die Jugendlichen weitergeben zu können. Jetzt arbeite ich hier neben meinem Studium der Sozialen Arbeit. Gesunde Ernährung – Kinderrestaurant Neugestaltung Außenfläche Kita Mini-Mix International Was ist an diesem Ort besonders? Es gibt durch die Größe viele verschiedene Gruppen und jede Gruppe macht etwas anderes. Die Kinder sollen hier selbst sagen, was sie möchten. Die Erzieher*innen unterstützen die Kinder beim selbstständigen Lernen. Das finde ich schön. Mein ältestes Kind war erst in einer anderen Kita und gar nicht glücklich. Dann ist es zur Kita Mini-Mix gewechselt und ich habe gesehen, wie sein Selbstbewusstsein zurückkommt und es sich freut, in die Kita zu gehen. Dann habe ich die anderen beiden auch hierhin geschickt. Briesestr. 73-75 | 030/629 830 41 | briesestrasse-bln@jus-or.de | www.jugendundsozialwerk.de/kita-mini-mix-international Girlspower Rollberger Netzwerk zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention Aktive Peers in der Rollbergsiedlung Ich kann schwimmen Leila Mustapha, Rollbergerin, studentische Mitarbeiterin Was verbindet sie persönlich damit? 16 Programm Soziale Stadt Neue Kücheneinrichtung Falkstr. 26 | 030/621 20 43 | madonnamaedchenpower@web.de | www.berlin.madonnamaedchenpower.de 17 11 12 MORO SENIOREN­WOHN­ANLAGEN E.V. MORUS 14 E.V. Manfred Hassemer-Tiedeken, Rollberger, Mitglied des Quartiersrats Was passiert hier? Wir geben kostenlose Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus dem Rollberg, hauptsächlich im Rahmen vom „Netzwerk Schülerhilfe“. Außerdem wollen wir Begegnung und Nachbarschaft fördern. Programm Soziale Stadt Rollberg bergauf - Netzwerk zur nachhaltigen Förderung der beruflichen Perspektiven von Jugendlichen im Rollbergviertel Was ist an diesem Ort besonders? Jüdisches Puppen­ theater Bubales Wir sind immer da, die Tür steht immer offen – und das wissen die Leute. Außerdem bringen wir Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und machen etwas gegen Rassismus – beispielsweise mit Juden und Nicht-Juden in unserem Projekt „Shalom Rollberg“. Ostereiersuchen im Rollbergkiez Gemeinsames Fastenbrechen Was verbindet sie persönlich damit? Was passiert hier? Lebendiges Wohnen für Senioren. Hier muss niemand allein bleiben und jeder kann sich einbringen, wie er will. Es gibt 108 kleine Wohnungen, außerdem Freizeitgruppen und Gemeinschaftsräume. Was ist an diesem Ort besonders? Programm Soziale Stadt Senioren kochen für Mieter Frühlingsblumenfest Weihnachtliche Lichterfahrt mit Senior*innen 18 Einerseits schätze ich die zentrale Lage. Andererseits ist es hier in der Anlage total ruhig. Die Nachbarschaft ist toll. Ich wohne seit ein paar Jahren in Neukölln, lange als typischer Hipster. Dann wollte ich etwas machen, was sinnvoll ist und habe diesen Job gefunden. Ich hoffe, die Weltanschauung der Menschen mit meiner Arbeit etwas erweitern zu können. Yonatan Weizman, Projektleiter „Shalom Rollberg“ Was verbindet sie persönlich damit? Ich wohne seit vier Jahren mit meinem Mann in der Wohnung und habe hier mein kleines Paradies geschaffen. Das ist die alte Hausmeisterwohnung. Deswegen haben wir sogar einen kleinen, bienenfreundlichen Garten mit Hochbeeten. Rollbergstraße 21–29 | 030/469 984 80 | info@moroseniorenwohnanlagen.de | www.moroseniorenwohnanlagen.de Werbellinstraße 41 | 030/680 861 10 | info@morus14.de | www.morus14.de 19 13 14 NEUES WOHNEN AN DER BRIESESTRASSE QUARTIERSMANAGEMENT ROLLBERGSIEDLUNG Programm Soziale Stadt Spielplatzsanierung in der Mittelpromenade der Rollbergsiedlung (Kofinanzierung) Was passiert hier? Wir errichten hier in der Briesestraße ein neues „Urban Living“-Projekt. Hier stand früher mal ein Parkhaus. Jetzt sollen hier 100 Wohnungen, 17 Atelierwohnungen, sieben „Wohnformen“ und ein Café entstehen. Was ist an diesem Ort besonders? Besonders sind vor allem die „Wohnformen“, in denen jeweils 9 Menschen zusammen wohnen und sich Gemeinschaftsflächen teilen – beispielsweise ältere Menschen. So ein innovatives Wohnprojekt hätten wir uns im Moment eigentlich nirgendwo getraut. Was verbindet sie persönlich damit? Ich habe quasi seit dem ersten Gedanken bis zum Spatenstich bei STADT UND LAND an dem Projekt mitgewirkt. Dann verbindet einen schon mehr damit, als wenn man eine Wohnung schon fertig bekommt. Cornelia Würz, Sozial- und Quartiersmanagement­ beauftragte der STADT UND LAND WohnbautenGesellschaft mbH 20 Hermannstraße 208-210 | 030/689 268 00 | servicebuero.neukoelln@stadtundland.de | www.stadtundland.de QM-Team: Mona Beyer, Anna Stuhlmacher, Peter Gerwert, Firdaous Fatfouta-Hanka, vlnr. Was passiert hier? Wir kümmern uns und organisieren den Stadtteil Rollbergsiedlung, damit dieser noch besser und schöner wird. Wir sind verlässliche Ansprechpartner*innen im Kiez, helfen, informieren und bringen Menschen zusammen. Was ist daran besonders? Jeder soll mitreden und mitmachen können. Deshalb kann unsere Arbeit nur gemeinsam mit der Rollberger Bewohner­ schaft und den Akteur*innen aus den Einrichtungen gelingen. Fördermittel des Programms Soziale Stadt ermöglichen es, gute Projekte, die dem Kiez helfen, auf den Weg zu bringen. Was verbinden sie persönlich damit? Programm Soziale Stadt 5.600 Einwohner*innen Fördergebiet seit 1999 Fördermittel 1999–2019 ca. 12.000.000 € Organisation und Vernetzung im Quartier Bürgeraktivierung und Beteiligung Gebietsstrategie und Projektmanagement IHEK (Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept) Die Vielfalt und das Engagement der Menschen hier, die wirklich etwas bewegen und den Kiez verbessern wollen, beeindrucken uns immer wieder. Falkstr. 25 | 030/689 772 58 | info-rollberg@quartiersmanagement.de | www.rollberg-quartier.de 21 15 16 QUARTIERSRAT REGENBOGEN-SCHULE Claudia Tysiac, Leiterin Kita St. Clara, QuartiersratsSprecherin Programm Soziale Stadt Erweiterung des Hort­ gebäudes „Arc-en-ciel“ Kunst- und Musikwerkstatt der Kulturen Sommerfest zum 30-jährigen Jubiläum Was passiert hier? Die Regenbogen-Schule ist kunstbetont und die Grundschule im Kiez. Fast 600 Schüler*innen lernen hier. Was ist an diesem Ort besonders? Das Besondere ist, dass die Schule eine Europa-Schule ist. Das heißt, dass sie auch einen Französisch-Zug hat. Die Beziehungen zu den Lehrer*innen sind außerdem sehr gut. Was verbindet sie persönlich damit? Yildiz Yilmaz, Rollbergerin, Kiezanker-Gründerin, stellvertretende Quartiersrats-Sprecherin Was passiert hier? Im Quartiersrat besprechen wir aktuelle Themen und Bedarfe aus dem Kiez und kümmern uns um die großen und kleinen Probleme hier. Wir – das sind Bewohner*innen und Akteur*innen aus dem Quartier. Zwei meiner Kinder, 12 und 14 Jahre alt, sind hier zur Schule gegangen und sie sind sehr gerne hingegangen. Die Jüngere wechselt dieses Jahr auf die Oberschule und wollte eigentlich gar nicht weg. Was ist daran besonders? Programm Soziale Stadt Mitglieder: 16 (9 Bewohner*innen, 7 Akteur*innen) Wir bringen unsere eigenen Ideen ein, entscheiden gemeinsam und bleiben immer auf dem Laufenden. Ein schönes Beispiel ist das neue QM-Projekt „Bewegung und Begegnung im Rollbergkiez“, das der Quartiersrat gerade erst auf den Weg gebracht hat. Mitarbeit am IHEK (Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept) Was verbindet sie persönlich damit? Mehrjährige Projekte ab 5.000 € Fördermittel 2019: 200.000 € 22 Aysun Sanatci, Rollbergerin Wir sind seit mehreren Jahren im Quartiersrat aktiv und es macht Spaß und Sinn sich hier zu engagieren. Die Zusammenarbeit zwischen Rollberger*innen und Akteur*innen funktioniert super. Falkstr. 25 | 030/689 772 58 | info-rollberg@quartiersmanagement.de | www.rollberg-quartier.de Morusstr. 32 | 030/689 80 30 | schulleitung@regenbogen-grundschule.de | www.regenbogen-grundschule.de 23 17 18 ROLLBERGER BOX GYM E.V. SOMMERUNI Seyfo Moussa, Gründer des Rollberger Box Gym e.V. Selma Suleiman, Rollbergerin, Betreuerin des Eltern-Cafés Was passiert hier? Was passiert hier? Wir machen Box-Training für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Turnhalle der AWO. Aber nicht nur das: Wir spielen auch Fußball oder machen Trainingscamps. Wir wollen Alternativen zur Straße bieten, wo die Jugendlichen was für‘s Leben lernen können. Seit vielen Jahren organisiert der MaDonna Mädchentreff drei Wochen lang ein Sommerferien-Programm für Kinder und Jugendliche aus dem Kiez auf dem Falkplatz. Wir kochen, grillen, es gibt eine Hüpfburg und Spiele. Außerdem haben wir ein Eltern-Café mit Beratungen. Was ist an diesem Ort besonders? Was ist an diesem Ort besonders? Jeder kann zu uns kommen – egal welcher Religion oder Herkunft. Es ist schön, die Kinder hier aufwachsen zu sehen und zu sehen, wie sie an Selbstbewusstsein gewinnen. Die Kinder sind beschäftigt und haben hier wirklich Spaß! Sie kommen regelmäßig und pünktlich und man sieht die Freude in ihren Augen. Gerade für Familien, die nicht ver­ reisen können, ist das toll. Programm Soziale Stadt Platzspiele auf dem Falkplatz Feriengeschichten Sommeruni Was verbindet sie persönlich damit? Programm Soziale Stadt Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche Anti-GewaltTrainingscamp 24 Ich boxe selber seit 23 Jahren. Das, was ich dabei gelernt habe, will ich an die Kids weitergeben. Ich will ihnen klarmachen, was Boxen bedeutet: Nämlich nicht Gewalt, sondern seine Energie klug einzusetzen, z. B. in der Schule. Denn ein guter Boxer ist ein schlauer Boxer. Falkstr. 27 | 030/689 80 30 | info@rollbergerboxgym.de | www.rollbergerboxgym.de Was verbindet sie persönlich damit? Meine Kinder gehen jedes Jahr in die Sommeruni und ich betreue das Eltern-Café. Dieses Jahr wollte ich eigentlich mal Pause machen - und jetzt bin ich wieder hier. Mein Enkelkind ist auch zum ersten Mal dabei. Falkstr. 26 | 030/621 20 43 | madonnamaedchenpower@web.de | www.berlin.madonnamaedchenpower.de 25 19 20 STADTTEILMÜTTER ZUCKMAYER-SCHULE Was passiert hier? Die „Neuköllner Stadtteilmütter“ sind Frauen, die Familien begleiten und ihnen bei Arzt-, Amtsbesuchen und Problemen helfen. Dafür machen wir eine sechsmonatige Qualifizierung. Diana Bazelak, Job-Coachin Was ist daran besonders? Wir können in den Familien viel bewirken. Vor allem, weil wir alle aus verschiedenen Ländern und Kulturen kommen und viele Familien in ihrer Muttersprache beraten können. Das schafft einen ganz anderen Zugang. Was verbindet sie persönlich damit? Ich war schon mal zwei Jahre lang Stadtteilmutter und fange jetzt wieder an. Ich wohne selbst im Rollberg und viele der Familien auch. Naima Rabba h.l., Rollbergerin, Stadtteilmutter Was passiert hier? Die Zuckmayer-Schule ist eine Integrierte Sekundarschule, in der Schüler*innen den BBR- und den MSA-Abschluss erlangen können. Dazu gibt es sozialpädagogische Angebote, Arbeitsgemeinschaften und mehr. Vor allem Kinder und Jugendliche aus dem Kiez kommen hierher. Was ist an diesem Ort besonders? Die Besonderheit ist die vertiefte Berufsorientierung. Unsere Schüler*innen werden ab der siebten Klasse auf das Berufsleben vorbereitet. In der zehnten Klasse gibt es ein Job-Coaching. Das haben so nicht viele Schulen. Was verbindet sie persönlich damit? Ich sehe im Laufe ihrer Schulbahn fast alle Schüler*innen und begleite sie bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen - bis sie ihren Weg selbst gehen können. Besonders schön ist es natürlich, wenn man später erfährt, dass etwas geklappt hat. 26 Lahnstr. 78 | 030/902 394 185 | stadtteilmuetter@diakoniewerk-simeon.de | www.diakonie-integrationshilfe.de/sis-leistungen/stadtteilmuetter Programm Soziale Stadt Gestaltung Freizeiträume Zuckmayer Schule Elternaktivierung und -bildung Mach Dein Fahrrad fit Kopfstr. 55 | 030/688 74 75 | berlin.08R02@t-online.de | www.zuckmayer-schule.de 27 U U-Boddinstraße Isarstra straße Boddin ße traße Neckars Boddzin plat r Straße Mainze haus Am Sud traße s Rollberg 11 4 12 13 dorfer Borns e er Straß Kienitz 18 Straße 2 U U-Karl-Marx-Straße wstraße Saltyko 20 tra Moruss raße Kopfst e 1/14 17 15 6 10 ße 5 Brie tra Moruss e ß Falkstra 9 e sestraß 3 e nstraß n Herma 8 traß rx-S -Ma Karl straße in Werbell Mitte lweg Lessinghöhe ße 16 Spielplatz 7 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Aktionsfonds-Jury 14 Quartiersmanagement Rollbergsiedlung 15 16 17 18 19 20 Quartiersrat Arabisches Kulturinstitut AKI e.V. AWO Falk-Club Bürgerzentrum Neukölln Falkplatz Kiezanker e.V. Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe Kiosk „Rollberger Internet Café“ Kita Mini-Mix International MaDonna Mädchentreff MoRo Seniorenwohnanlagen e.V. Morus 14 e.V. Neues Wohnen an der Briesestraße Regenbogen-Schule Rollberger Box Gym e.V. Sommeruni Stadtteilmütter Zuckmayer-Schule U U-Leinestraße 28 19 29 KIEZ-WÜNSCHE NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SCHÖNERE SPIEL- UND AUFENTHALTSPLÄTZE KEINE VERDRÄNGUNG GERECHTE LEBENSBEDINGUNGEN FREIZEIT- UND BILDUNGSANGEBOTE FÜR ALLE INKLUSION MITMACHEN UND MITENTSCHEIDEN WENIGER MÜLL GEMEINSAMKEITEN ENTDECKEN FRIEDLICHER KIEZ 30 31 IMPRESSUM Herausgeber: Quartiersmanagement Rollbergsiedlung Falkstraße 25 12053 Berlin 030/689 772 58 info-rollberg@quartiersmanagement.de www.rollberg-quartier.de V.i.S.d.P. Firdaous Fatfouta-Hanka Konzeption, Interviews, Redaktion: Firdaous Fatfouta-Hanka, Anna Stuhlmacher, Mona Beyer Layout und Illustration: Marie Bauer Fotos: S. 2: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, S. 3: Bezirksamt Neukölln, S. 8-27: Mona Beyer, S. 4, 6-7, 30-31: Marie Bauer 1. Auflage (Stand August 2019) Die Broschüre wurde auf 100% Recyclingpapier gedruckt. Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms Soziale Stadt. 32
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