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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) (Rights reserved)

Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 1. Voraussetzungen und Bedingungen Die Grundschule an der Marie liegt im stark nachgefragten Wohngebiet Winsviertel im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow. Die intensiven Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Altbausubstanz haben in den letzten Jahren zu starken Mietpreiserhöhungen, dem Entstehen vieler Eigentumswohnungen und somit nicht zuletzt zu einer stark veränderten Bewohnerstruktur geführt. So sind auch viele bildungsorientierte Eltern aus dem übrigen Bundesgebiet mit ihren Familien in dieses Viertel gezogen. Die Grundschule an der Marie wird als offene Ganztagsschule mit ergänzender Betreuung durch einen staatlichen und drei freie Träger geführt. Diese für Berlin ungewöhnliche Situation ergibt sich, weil ein Teil der Eltern nicht bereit ist, ihr Kind in die ergänzende Förderung und Betreuung der Schule zu geben. Sie legen großen Wert darauf, die im vorschulischen Bereich etablierten Strukturen zu erhalten. Die Grundschule an der Marie ist eine deutlich übernachgefragte Schule. Sie ist dreizügig organisiert; die Schulanfangsphase (Saph) ist jahrgangsübergreifend angelegt und umfasst aktuell sieben Lerngruppen. Von 477 Schülerinnen und Schülern nehmen ca. 230 an den ergänzenden Angeboten der verschiedenen Träger teil. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache liegt unter 15%. Nur wenige Eltern sind von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist die Struwwelpeter-Ausstellung, eine Mitmach-Aktion, die sich stark an dem Kinderbuch orientiert, dauerhaft untergebracht. Sie bringt Gäste auch aus anderen Schulen und sogar von außerhalb Berlins in die Grundschule an der Marie. Ein großer Teil der Schülerschaft wechselt nach der 6. Klasse in ein Gymnasium oder eine ISS mit gymnasialer Oberstufe. 2. Stärken und Entwicklungsbedarf Stärken der Schule • Gestaltung des Unterrichts durch o o o o Maßnahmen der Differenzierung in allen Jahrgangsstufen anspruchsvolle Lernangebote, die die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerschaft berücksichtigen häufiges projektorientiertes und fachübergreifendes Lernen verschiedene Aspekte des sozialen Lernens • ansprechende und vielfältige Gestaltung von Klassenräumen und Fluren, die zu einem angenehmen und lernförderlichen Klima führt • engagierte Mitarbeit von Kollegium, Schulleitung, Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern an Schulentwicklungsprozessen • Etablierung vielfältiger Instrumente der schulischen Qualitätsentwicklung Entwicklungsbedarf der Schule • Entwicklung einer transparenten und von allen Beteiligten getragenen Kommunikationsstruktur • systematische und strukturierte Dokumentation der Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse • Abstimmung der Ganztagsangebote mit den schulischen Konzepten Seite 1/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 3. Erläuterungen Das sehr eindrucksvolle, vom Berliner Architekten Hoffmann konzipierte und in den Jahren 1907/08 errichtete Gebäude der Grundschule an der Marie deutet zunächst nicht darauf hin, dass sich hinter diesen strengen Backsteinmauern eine Schule befindet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Anforderungen, die im Hinblick auf eine sowohl kindgerechte Lernumgebung als auch eine gute Vorbereitung auf die weiterführende Schule relevant sind, gerecht zu werden. Dies möchte die Schule durch die Gestaltung ihres Unterrichtes, die Ermöglichung der Teilhabe der Schülerinnen und Schüler am Schulleben und die besondere Betonung des sozialen Lernens sowie des außerschulischen Engagements erreichen. Tatsächlich ist es der Schulleitung und dem Kollegium der Schule in vielen Bereichen gelungen, ein den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerschaft und den Ansprüchen der Eltern entsprechendes Konzept für Schule und Unterricht zu entwickeln. Die Eltern haben entsprechende Erwartungen der Schule gegenüber in den letzten Jahren deutlich formuliert. Insbesondere legen sie großen Wert auf die Beachtung des individuellen Leistungsfortschritts ihrer Kinder und dessen kontinuierliche Rückmeldung an sie. Dies ist verbunden mit einem hohen Anspruch an den Lernzuwachs während der Grundschulzeit insgesamt. Infolgedessen kam es nicht zuletzt zu veränderten Erwartungen an Lehrkräfte und Schulleitung, aber auch an den Bereich der ergänzenden Förderung und Betreuung. Die in diesem Bereich vorhandene Vielzahl von Anbietern ist - wie oben bereits erwähnt - ein Indiz dafür, wie unterschiedlich die Erwartungen und Vorstellungen der Eltern auch im Hinblick auf den außerunterrichtlichen Bereich sind. Sie sehen vor allem das Angebot der schulischen ergänzenden Betreuung, die für die Kinder der Schulanfangsphase verbindlich ist, überwiegend kritisch. Nun gibt es bisher keine einheitlichen Strukturen und Regeln für die Arbeit im außerunterrichtlichen Bereich; unterschiedliche Wertund Erziehungsvorstellungen treffen aufeinander und führen zu Konflikten in den Lerngruppen, in denen auf ein für alle verbindliches Regelwerk geachtet wird. Dies führt mitunter vor allem beim Übergang in die dritte Klasse zu Problemen, da Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe nun die Angebote des außerunterrichtlichen Bereiches nicht mehr gemeinsam wahrnehmen. Die Lehrerinnen und Lehrer greifen die Lernvoraussetzungen der Kinder auf und bieten einen Unterricht, in dem die Kinder ihr Potenzial sehr häufig zur Geltung bringen können. Zu Hause vorbereitete Referate oder kurze Präsentationen, die in der Arbeit am Vormittag entstanden sind, sind selbstverständlicher Teil des Tagesablaufes. Schon von der Schulanfangsphase an können die Kinder im Rahmen von Projekten an selbstgewählten Themen arbeiten. So gab es während der Inspektionstage in der Saph ein Projekt zu Tieren und im Krimi-Projekt der fünften Klassen wurden Aspekte des Deutsch-Unterrichts mit Inhalten sowohl naturwissenschaftlicher als auch künstlerischer Fächer verbunden. Die Kinder zeigen dabei eine große Sicherheit bei der selbstständigen Recherche und einen zum überwiegenden Teil souveränen Umgang mit der deutschen Sprache. Die an vielen Stellen im Schulhaus ausgestellten Plakate zeigen die Ergebnisse der Arbeit. Lediglich im Englischunterricht kommt es teilweise zu qualitativen Einschränkungen, die auch auf das Fehlen ausgebildeter Fachlehrerinnen und -lehrer zurückzuführen sind. In allen Klassenstufen können die Kinder in der Regel auf unterschiedlichen Niveaustufen eine Arbeit erledigen. Häufig erfolgt die Differenzierung dabei auf Initiative der Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen von Gruppen- oder Partnerarbeiten kreativ mit Arbeitsaufträgen umgehen, die nicht originär problemorientiert angelegt sind. Nur zum Teil erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheiten, eigenständige Lösungswege zu finden. Unterricht mit einer entsprechend klar formulierten Problemstellung war während der Inspektionstage selten zu beobachten. Das Angebot für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler besteht häufig in dem Auftrag, schwächere Mitschülerinnen und -schüler zu unterstützen und dient somit dem Anspruch die Kinder zu sozial denkenden und handelnden Menschen zu erziehen. Seite 2/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) Dem sozialen Lernen kommt in vielen Bereichen eine große Bedeutung zu. Dies mag beim ersten Hinsehen verwundern, da es sich in der Grundschule an der Marie um eine relativ homogen zusammengesetzte Schülerschaft handelt. Dennoch legt die Schule einerseits großen Wert auf die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder am Schulleben und geht andererseits auch auf Einzelkinder ein, die in erster Linie in der schulischen Gemeinschaft das tägliche Zusammenleben mit anderen Kindern erproben können. Dazu gehören neben der Barrierefreiheit im Gebäude auch die inklusive1 Beschulung von Kindern mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten. Fest installierte Klassenratszeiten2, hohe Schülerbeteiligung an Schulgestaltungsprozessen sowie die ergänzenden Angebote zum Engagement-Lernen3 tragen erheblich zum positiven, freundlichen Schulklima bei. Für ihr beispielhaftes Umsetzen dieses Projektgedankens, der auf eine Initiative des Nachbarschaftshauses am Teutoburger Platz zurückzuführen ist, wurde die Grundschule an der Marie im Juni 2014 mit dem Siegel „Wir sind engagiert“ ausgezeichnet. Auch die Arbeit der Konfliktlotsinnen und -lotsen sowie die Tätigkeit der Sozialarbeiterinnen der Schulstation „Rettungsboot“ (Träger Tandem)4 wirken hier unterstützend. Zudem ist die Grundschule an der Marie seit dem Schuljahr 2013/14 offizielle „Kinderrechtsschule5“. Kooperationen mit Kindertagesstätten und dem Jugendclub Gartenhaus, dem Verein Alba und der Humboldt Universität zu Berlin ermöglichen eine Erweiterung und Vertiefung des Unterrichts und ergänzen die Freizeit- und Arbeitsgemeinschaftsangebote der Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen der Gegebenheiten einer Grundschule in Schulentwicklungsprozesse einbezogen. Die Ausbildung von Pausenbuddys und Konfliktlotsen sind Beispiele für Verantwortungsübernahme durch Kinder. Regelmäßige Teilnahme der Schülervertreter an den Schulkonferenzen und ihre aktives Engagement in der Planung der Pausenhofgestaltung sind weitere Beispiele für Formen der Schülerpartizipation. Die außergewöhnlich ansprechende, durch viele Schülerarbeiten ergänzte Gestaltung der Klassenräume, Flure und Treppenhäuser sorgt für eine Atmosphäre, die lernanregend und kreativitätsfördernd ist. An der Gesamtgestaltung des Schulhauses beteiligten sich Künstler und Künstlerinnen aus dem Wohngebiet. Hier spiegelt sich zudem der künstlerische und ästhetische Anspruch von Kollegium und Elternschaft wider. Seit seiner Amtsübernahme vor vier Jahren ist es dem Schulleiter gelungen, zahlreiche Prozesse der Schulentwicklung anzustoßen und diese unter aktiver Mitwirkung von Kollegium und Elternschaft voranzutreiben. Verschiedene Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und internen Evaluation werden genutzt und dokumentiert. In einem ausführlichen, vom Schulleiter geschriebenen Jahresbericht wird zum Beispiel nicht nur der jeweils aktuelle Stand der Schulentwicklung festgehalten, sondern auch Perspektiven für die weitere Unterrichts- und Organisationsentwicklung aufgezeigt. Dort finden sich zahlreiche Materialien und Evaluationsergebnisse zur Überprüfung einzelner schulischer Maßnahmen z. B. zum Struwwelpeter- 1 2 3 4 5 Von Inklusion spricht man, wenn alle Schülerinnen und Schüler - unabhängig von ihrem individuellen Unterstützungsbedarf - an den für sie zuständigen Schulen gemeinsam unterrichtet werden. Der Klassenrat ist eine institutionalisierte, regelmäßige Zusammenkunft aller Schüler/-innen einer Klasse (+ Lehrer/-in) mitdeutlich strukturiertem Ablauf und klarer Rollenverteilung, mit dem Ziel, soziales Verhalten, Verantwortungsbewusstsein, Problemlösefähigkeiten und Gemeinschaftsgefühl einzuüben. Engagement-Lernen bedeutet das ehrenamtliche Engagement von Kindern des 5. und 6. Jahrgangs in gemeinnützigen Einrichtungen in Schulnähe z.B. Kindertagesstätten, Altenheimen und ähnliches. Die Tandem BQG gGmbH ist eine gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft und betreibt u. a. Projekte der Schulsozialarbeit in Berlin. In einer Kinderrechte-Schule lernen Kinder, sich als Botschafter für Menschen- und Kinderrechte zu engagieren und für andere einzusetzen – für Kinder in den armen Ländern der Welt, in ihrer Klasse oder Schule oder in ihrer Gemeinde. Damit lernen sie, respektvoll und gewaltfrei miteinander umzugehen und Verantwortung zu übernehmen – ganz im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention, die 1992 von Deutschland ratifiziert wurde. Seite 3/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) Projekt oder zum „Drehtürmodell6“, das in Kooperation mit der Humboldt-Universität durchgeführt wird. Allerdings gelingt es darüber hinaus bisher noch nicht immer, die vielen Prozesse systematisch und strukturiert zu dokumentieren. Es existieren Jahresordner, in denen verschiedene Dokumente gesammelt sind; eine durchgängig chronologische oder thematische Ordnung ist dabei nicht ersichtlich. Dennoch gibt es festgelegte Informationswege, auch werden Projektergebnisse und neue Vorhaben allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich gemacht. Eine verbindliche und allen zur Verfügung gestellte Dokumentation der Arbeit in den Gremien durch entsprechende Protokolle ist an der Schule allerdings noch wenig etabliert. Der Schulleiter hat klare Vorstellungen, wie eine Schule anhand von Leitvorstellungen, die sich an klaren pädagogischen Grundsätzen zur Enwicklung der Kinder orientieren, geführt werden soll. Er macht sehr deutlich, dass es seiner Auffassung nach auch vor seinem Amtsantritt schon viele gute Ansätze zu einem den Kindern angemessenen Vorgehen innerhalb der Lehrerschaft gab und es nun seine Aufgabe ist, diese zu bündeln und zu konzentrieren. Die Lehrkräfte beklagen allerdings die mangelnde Transparenz von Leitungsentscheidungen und wünschen sich mehr Gelegenheit zum direkten Austausch untereinander, mit den Erzieherinnen und Erziehern sowie der Schulleitung. Der Schulleiter, der die Dynamik diese Entwicklung nach einer anfänglichen Phase der Orientierung an der Schule nun deutlich sieht, verschließt sich dem nicht. So konnten in Folge eines Studientages im Schuljahr 2010/11 erste Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation getroffen werden. Eine schulinterne Weiterbildungsmaßnahme in Kooperation mit dem schulpsychologischen Dienst widmete sich dem Thema Kommunikation mit Eltern. Sowohl die kollegiumsinterne Kommunikation als auch die zwischen Kollegium und Schulleitung und das bis dahin wenig transparente Informationssystem waren Themen in gemeinsamen Fortbildungen. Die mangelnde Abstimmung zwischen schulischen und außerschulischen Angeboten besteht allerdings weiter. Sie wird vor allem von den Eltern als problematisch empfunden. Obwohl diese sehr engagiert in Gremien wie der Schulkonferenz an der Entwicklung der Schule mitarbeiten, würden sie sich in vielen Bereichen eine offenere Struktur des Austausches wünschen. Vor allem die Kommunikation zwischen ihnen und den Lehrkräften gestaltet sich teilweise schwierig, eine verbindliche Absprache dazu existiert nicht. Der Kontakt zu einzelnen Lehrerinnen und Lehrern ist nur schriftlich über das Sekretariat herstellbar, Gesprächstermine werden teilweise nur im direkten Anschluss an den Unterricht angeboten, Elternsprechtage gibt es nicht. Insgesamt lässt sich festhalten, dass es durch vielfältige Maßnahmen sowohl zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität als auch zur Gesamtprofilierung der Schule gelungen ist, die Grundschule an der Marie zu einer anerkannten und von Eltern bewusst ausgewählten Bildungseinrichtung im Prenzlauer Berg zu entwickeln. Dies ist nicht zuletzt auf das sehr engagiert arbeitende Kollegium und die Schulleitung zurückzuführen, die die Herausforderung aus der sich wandelnden Struktur des Einzugsgebietes erfolgreich angenommen haben. 6 Ein Projekt zur ganzheitlichen Förderung und Forderung Leistungsstarker Seite 4/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 4. Qualitätsprofil 7 Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule 1.1 A B C D Schulleistungsdaten und Schullaufbahn Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse 2.1 Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern 3.2 Soziales Klima und soziales Lernen in der Schule 3.3 Gestaltung der Schule als Lebensraum 3.4 Kooperationen Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement 5.1 Personalentwicklung und Personaleinsatz 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben 6.2 Fortschreibung des Schulprogramms E.8 Demokratieerziehung D B C D B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung Ergänzende Qualitätsmerkmale Inklusion C Unterrichtsprofil A 4.1 E.6 B Bewertung Qualitätsbereich 4: Schulmanagement Ganztagsangebot A A 3.1 E.2 Bewertung Bewertung Qualitätsbereich 3: Schulkultur 7 Bewertung A B C Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion Seite 5/9 D Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 5. Unterrichtsprofil Bewertung Unterrichtsbedingungen A B C D vergleichend 2.2.1 Lehr- und Lernzeit b 2.2.2 Lern- und Arbeitsbedingungen b 2.2.3 Strukturierung und transparente Zielausrichtung b 2.2.4 Kooperation des pädagogischen Personals b 2.2.5 Verhalten im Unterricht a 2.2.6 Pädagogisches Klima im Unterricht b 2.2.7 Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft b Unterrichtsprozess A B C D vergleichend 2.2.8 Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung b 2.2.9 Fachimmanentes, fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen a 2.2.10 Methoden- und Medienwahl b 2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung b Individualisierung von Lernprozessen 2.2.12 Innere Differenzierung a 2.2.13 Selbstständiges Lernen b 2.2.14 Kooperatives Lernen b 2.2.15 Problemorientiertes Lernen c 8 Normative Bewertung Vergleichende Bewertung A (stark ausgeprägt) Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv (bei mind. 40 % „++“). a (vergleichsweise stark) Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze B (eher stark ausgeprägt) Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. C (eher schwach ausgeprägt) Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. D (schwach ausgeprägt) Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. 8 b (vergleichsweise eher stark) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der Obergrenze. c (vergleichsweise eher schwach) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der durch die Standardabweichung vorgegebenen Untergrenze. d (vergleichsweise schwach) Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze. Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt. Seite 6/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 6. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der normativen Bewertung) 100% A/ B80% B 60% C 40% D 20% D 0% 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 ++ 2.2.8 + - 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 2.2.14 2.2.15 -- 7. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin) 4,00 3,50 3,00 2,50 2,00 1,50 1,00 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 Berlin MW 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 Berlin untere Grenze Seite 7/9 2.2.9 2.2.10 2.2.11 Berlin obere Grenze 2.2.12 2.2.13 03G04 MW 2.2.14 2.2.15 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) 8. Standortbeschreibung Die Grundschule an der Marie wurde 1907/08 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann erbaut und nach verschiedenen Nutzungen als Schule, Kriegslazarett und Poliklinik schließlich bis 1999 in den heutigen Zustand umgestaltet und rekonstruiert. So konnte nach dreijähriger Bauphase die damalige 5. Grundschule Prenzlauer Berg, heute die Grundschule an der Marie, in das imposante historische Backsteingebäude einziehen. Die Schule liegt in der Christburger Straße im Ortsteil Prenzlauer Berg. An der Rückseite des Schulgebäudes schließen sich der Schulhof und der große Spielplatz an der Marienburger Straße an, ein sozialer Mittelpunkt des sogenannten Winsviertels, der der Schule schließlich auch ihren Namen gab. Das Schulgebäude macht einen gepflegten und ansprechenden Eindruck, im gesamten Haus sind zahlreiche Schülerarbeiten ausgestellt und Unterrichtprojekte dokumentiert. Die Schule ist zudem barrierefrei ausgebaut, zwei Fahrstühle und behindertengerechte sanitäre Anlagen auf allen Stockwerken unterstützen die Teilnahme von Schülerinnen und Schüler mit körperlichen Einschränkungen an der Schule. Im Erdgeschoss der Schule befinden sich neben einem Klassenraum der Schulanfangsphase der LRS9-Raum, der auch von auswärtigen Interessierten genutzt wird, der Raum der Früh- und Spätbetreuung, ein Teamraum für die Erzieher/innen und ein weiterer Raum, der ausschließlich der ergänzenden Förderung und Betreuung zugeordnet ist. Es gibt zudem eine Kunstwerkstatt, in der sich unter anderem eine eigene Druckerpresse befindet. Im Keller des Gebäudes verfügt der Fachbereich Kunst da-rüber hinaus noch über eine Keramikwerkstatt mit einem großen Brennofen. Im rechten Flügel des Erdgeschosses liegt der sogenannte Struwwelpeter-Bereich: Hier können auch Schülerinnen und Schüler von anderen Schulen über verschiedenste Interaktionsformen nicht nur die Struwwelpeter-Geschichten, sondern auch die eigene Geschichte lebendig werden lassen. An mehreren Lernstationen werden zudem die Lesekompetenzen der Kinder geschult. Auch die neu gestaltete und organisierte Schülerbibliothek, eine MärchenBibliothek und eine kleine AG-Küche, die vom Ganztagsbereich und im Rahmen verschiedener Unterrichtsprojekte genutzt wird, sind hier. Im ersten Stock befinden sich die weiteren Klassenräume der Schulanfangsphase. Die Räume sind hier, wie auch im Großteil des übrigen Gebäudes, sehr gepflegt und kindgerecht gestaltet. So existiert beispielsweise in allen Räumen eine Lesekiste mit aktuellen Kinder- und Jugendbüchern. Zwei Klassenräumen sind zumeist über einen kleineren und einen größeren Raum verbunden; diese werden am Vormittag für die Unterrichtsarbeit, am Nachmittag vom im Rahmen der ergänzenden Förderung und Betreuung genutzt. Am Ende des Flures befinden sich im ersten Stock und auf allen weiteren Etagen Garderobenräume für die Kinder. Ein Konferenzraum im ersten Stock beherbergt unter anderem Lernmittel und Sammlungen für diverse Unterrichtsprojekte, ein dem benachbarten Lehrerzimmer angrenzender kleiner Raum verfügt über einen Kopierer, einen Risographen, einen Rechner mit Drucker sowie eine kleine Kochnische. Neben dem Sonderpädagogik-Raum sind in der ersten Etage auch der Raum der stellvertretenden Schulleiterin, das Sekretariat mit einem angrenzenden Ruheraum sowie der Raum des Schulleiters. Im Sekretariat ist auch die Steuerungsanlage für die Schultechnik untergebracht. Die Klassenräume der Lerngruppen der dritten bis sechsten Jahrgangsstufe liegen in der zweiten und dritten Etage. Im zweiten Stock findet man noch einen gut ausgestatteten Naturwissenschaftsraum mit einem angrenzenden Vorbereitungsraum, in dem auch die entsprechenden 9 Lese-Rechtschreib-Störung, auch Lese-Rechtschreib-Schwäche, abgekürzt LRS genannt, ist die massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache. Seite 8/9 Kurzbericht zur Inspektion der Grundschule an der Marie (03G04) Regionalkonferenzen stattfinden, und ein PC-Raum mit insgesamt 25 Rechnern. Darüber hinaus verfügt die Schule noch über drei Smartboards. Zentraler Raum im dritten Stockwerk ist die Aula mit einer kleinen Bühne. Neben den Klassenräumen beherbergt die oberste Etage zudem einen Religions- und Lebenskunderaum, einen Raum für die Konfliktlotsen, die Schulstation „Tandem“ und einen Teamraum für die Erzieher/innen des freien Trägers „Netzwerk Spielkultur“. Dessen Angebote finden vor allem im an den Schulhof angrenzenden Gartenhaus statt, in dem auch der „Schülerklub“ dieses freien Trägers zu finden ist. Auch an den Schulhof angrenzend und ebenfalls schon außerhalb des Schulgeländes befinden sich die große, moderne Turnhalle, deren Bodenmarkierungen erst kürzlich erneuert wurden, sowie eine Lauf- und Springbahn und ein kleiner Bolzplatz, die im Rahmen des Sportunterrichts genutzt werden. Da vor allem der letztere Bereich rund um die Uhr öffentlich zugänglich ist, kommt es hier oft zu Verunreinigungen durch zerschlagene Flaschen und ähnliches, so dass Hausmeister und Lehrkräfte vor Beginn des Unterrichts hier entsprechend tätig werden müssen, um möglichen Verletzungen der Schülerinnen und Schüler vorzubeugen. Der Schulhof schließlich ist ansprechend gestaltet, fällt aber im Hinblick auf die Schülerzahl der Grundschule an der Marie etwas klein aus. Es gibt hier einen kleinen Schulgarten und diverse Spielgeräte. Nicht zuletzt durch die engagierte Unterstützung der Eltern wurden in jüngster Zeit neue Sitzgruppen angeschafft und die Mitte des Schulhofes konnte gepflastert werden. Seite 9/9
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