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denken bewahren“, und erquickte dadurch das Herz der trauernden
Witwe und ihrer Kinder. Die allgemeine Stimmung
war keine andere.
An seinem Sarge versammelten sich am 15. December
viele seiner Freunde, jetzige und ehemalige Collegen und
Schüler. Die Leichenrede hielt Superintendent Strauss, ein
ehemaliger, lieber Schüler Meineke’s und des Joachimsthalschen
Gymnasiums, der, selbst tief ergriffen, rührende
Worte des Nachrufs vernehmen’ liess, und die Gefühle der
Versammlung aussprach. Auf dem Gottesacker der Domgemeinde
wurde seine Hülle in die Erde eingesenkt.
Bald nachher traten seine hiesigen Schüler und Freunde
zusammen, um zu berathen, wie sie seinem Namen ein ehrendes
Andenken erhalten könnten, und vereinigten sich dahin,
ihm zu Ehren ein Meineke-Stipendium zu stiften. Sein Nachfolger
in der Direction, Provinzialschulrath Dr. Kiessling hielt
im Januar in einer Schülerversammlung eine Rede, in welcher
er die Verdienste des Hingeschiedenen um die von ihm
geleitete Anstalt darstellte und sein Wesen charakterisirte.
Diese Rede ist in der Zeitschrift für das Gymnasialwesen,
XXIV. 8. 933 ff.‘ herausgegeben von Bonitz, abgedruckt. In
der Akademie hat am 6. Juli der Sekretär derselben, Moritz
Haupt, das Andenken Meineke’s und Imm. Bekker’s gefeiert.
Die Statuen der Musen, welche Meineke von seinen Schülern
im Jahre 1857 geschenkt erhalten hatte, hat die Witwe
der Anstalt übergeben, sie werden in der Bibliothek aufge-‚stellt
werden.
So lange noch in Deutschland die,philologischen Studien
blühen, und lebendiges Interesse an dem Alterthum, seinen
Sprachen und seiner Literatur bestehen wird, ist auch Meineke’s
Andenken und Fortleben unter uns gesichert. Sein höchster
und innigster Wunsch ist eben darauf gerichtet gewesen:
er war dann sıcher, dass auch im Gymnasium, der Schule
der Vergangenheit und der Zukunft, der Unterricht in den
classischen Sprachen im Sinne Luther’s und Melanchthon’s
werde erhalten bleiben, der deutschen Jugend zum Frommen