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I. Abschnitt. Darstellung des Lebens

Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

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des göttlichen Wortes zu stehen , -wo ich das Jugendge- 
lübde- der Frömmigkeit abgelegt hatte, mir vergönnte, 
unter den Meinigen und im Vaterhause zu leben , un- 
mündigen Geschwistern: Vater zu seyn, der trauernden 
Mutter-hülfreich zur Seite. zu stehen , im Alter ihr Stab 
und ihr Führer zu werden. =- Arm trat ich in das hei- 
lige Amt, welches das Vertrauen dieser Gemeinde-.mir 
übertrug, arm an Einsicht, an Uebung und an Erfah- 
rung, arm selbst an körperlicher Kraft, von Krankheit 
gedrückt, Jahre lang gleichsam dem Tode geweiht, und 
immer mit dem Gedanken beschäftigt, abzuscheiden und 
bei Christo zu seyn, und wie reich hat mich Gott ge- 
macht in den 25 Jahren, die nun hinter mir liegen, und 
auf die ich mit dankbarer Rührung zurückblicke =-+ wie 
reich an Erfahrung, an Vertrauen und Liebe dieser Ge- 
meinde, wie reich an dem Segen vor Allem, den der 
Unterricht einiger tausend Kinder mir erworben hat, = 
wie reich eben dadurch, daß es als Verfündiger des 
göfflichen Worts und seiner tröstenden Verheißungen 
mir vergönnt war, Viele reich zu machen, reich aus 
der Fülle des Evangeliums, reich an Glauben , Liebe, 
Hoffnung rund Weisheit. Als Einer, der nichts inne 
hatte, kam ich zu Euch, und indem mir das heilige Amt 
eines Seelsorgers unter Euch zu Theil wurde durch Got- 
tes Fügung, hatte ich alles, was nur mein Herz wün- 
schen mochte, ward mir Einsicht, Kraft und Muth zu 
Theil, gelang es mir, Gutes zu säften, Mangelhaftes 
zu verbessern, Gesunkenes aufzurichten, der Armen Trost 
zu seyn, und die Bildung jugendlicher Seelen zu för- 
dern und fester zu begründen! -O wie- preiset mein Herz 
Gott dafür! u, s. w.“ 
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