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I. Abschnitt. Darstellung des Lebens

Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

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Mit. besonderer Freude gedachte er immer einer Taufe 
von 9 Geschwistern, „die ihm vor allen. rührend und er- 
hebend gewesen. war. 
Aber „auch-zu. einer sehr großen Menge von andern" 
Amtsreden. ward „er“ durch das unbegrenzte. Vertrauen 
nicht nur aller Zweige seiner Familie , „sondern „auch einer 
großen Anzahl befreundeter Personen, selbst außer der 
Gemeinde, veranlaßt. Taufreden, Traureden, Grabreden 
häuften. sich. in. „manchen Wochen auf eine drückende 
Weise, und. wenn er nicht recht eigentlich die Zeit aus- 
zukaufen, und durch die zweckmäßigste Eintheilung zu 
verlängern verstanden hätte, wenn er nicht im Stande 
gewesen wäre, auch. .ohne längere, Vorbereitung ange- 
messen und. ergreifend zu sprechen, so hätte es ihm un- 
möglich „gelingen. können ,. so.. viel zu leisten und so viel 
des Geleisteten in. einen.Tag zusammen zu drängen...;.Es 
muß dabei. in. Anschlag gebracht werden, wie viele Zeit 
ihm die große Anzahl von Krankenbesuchen raubte, zu 
welchen „ihn. Amt. und Bekanntschaft .nöthigten , Besuche, 
die er bei einzelnen Kranken jahrelang, wöchentlich :fort- 
seßte; und die durch die dabei empfangenen Eindrücke 
oft: so erschütternd. „auf sein Gemüth wirkten, daß ihm 
die nökhige Ruhe der Nacht geraubt wurde. 
Eine „der ersten Früchte. des .nach..den Kriegsjahren 
neu. erwachten kirchlichen Lebens. war die wenigstens für 
Berlin schon 1817. bewirkte Union der beiden evangeli- 
schen Konfessionen, ein Werk besonders des unermüdeten 
und für diese. Angelegenheit mit edler Begeisterung thä- 
tigen Hanstein... Auch die Parochialfirche, früher der 
streng reformirten Lehre zugethau , pflanzte das einfache 
Symbol der Erlösung. des Menschengeschlechts auf den
	        
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