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III. Abschnitt. Predigten, kleinere geistliche und Konfirmations-Reden Rede, gehalten am Stiftungsfeste der Luisenstiftung. Den 19. Juli 1817

Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

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halten werden fonnten, unter welche 24 Zöglinge so 
vertheilt sind, daß immer -zwei ältere und zwei jüngere 
Zöglinge einer jeden zugetheilt werden... Und außer den 
Zöglingen fanden noch sechs Wärterinuen in der Stif- 
tung eine höchst wohlthätige Aufnahme, nahmen an meh- 
reren Unterricht8gegenständen. regelmäßig Theil, und wur- 
den in allen den Fertigkeiten geübt , -welche-ihr künftiger 
Beruf erfordert. 
Wir wir mit Zufriedenheit und Freude auf das hin- 
blifen, was - besonders in dem letzten Jahre geleistet 
worden ist, so mit innigem Dank gegen die Vorsehung 
und gegen alle die Guten und Treuen, welche die Vor- 
sehung zu Wohlthätern dieser Stiftung -ausersehen hat. 
Freudig und mit großer Zuversicht dürfen wir uns der 
Hoffnung überlassen, daß diese Bildungsanstalt, je. län- 
ger sie besteht, desto mehr ihre Wohlthätigkeit bewähren, 
und ihre Ansprüche auf. die Theilnahme der Edelsten und 
Besten geltend machen werde. Kann sie auch bei weitem 
nicht alle Forderungen und Erwartungen erfüllen, da sie 
ihren. :ZweE> nur dann vollständig erreichen kann, wenn 
sie «ihrem Wirkungsfreise keine zu große Ausdehnung 
giebt, so wird sie doch viel Dankenswerthes leisten, wenn 
künftig, wie wir hoffen und wünschen, in der Regel, 
oder auch ausschließend nur solche Zöglinge aufgenom- 
men werden, welche dem Berufe der Erzieherinnen sich 
widmen, und" uur für: diesen gebildet werden, aber 
eben darum auch mit -guten Kenntnissen eben so sehr, 
als mit glücklichen Anlagen ausgestattet, in den Kreis 
der Zöglinge eintreten; und wenn es gelingt, Lehrer und 
und Lehrerinnen zu finden, welche der Stiftung allein 
und für ihre. ganze Lebenszeit angehören. 
So vereinigen sich denn mit den wehmüthigen Ge- 
fühlen, welche die Feier dieses Tages erzeugt die frohe- 
sten „und. angenehmsten, und. mit: „den heitersten Hoff- 
uungeu blicken wir in die Zufuuft einer Anstalt, „welche 
unter dem erhabensten Schutze steht, und einen Namen
	        
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