Path:

Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

191 
duldet, und iin der kindlichen. Zuversicht zu Gott, für 
welche der blinde Glaube Euch den knechtischen Sinn 
würde angebildet haben, der durch Büßungen die Gnade 
Gottes erringen und ati sich reißen will. - 
D erfennet und fühlet es doch, daß ihr die aller- 
dringendste. Aufforderung habet, Euch besonders heute, 
und an diesem Feste der Gründung der Cvangelischen 
Kirche durch das Glaubensbekenntniß unserer Väter zu 
Augsburg , des unaussprechlich reichen Segens zu freuen, 
den Ihr P Bekenntniß verdanket, und den Ihr als 
das schönste Vermächtniß Euren Kindern. hinterlasset ; 
erfennet und fühlet es, damit Ihr ihn desto treuer be- 
wahren, desto weiser benußen, desto. heiliger halten, und 
desto muthiger vertheidigen möget gegen Alle, die ihn 
Euch entreißen, und Euch wieder in das knechtische Joch 
eines blinden und todten Glaubens. fangen wollen. Also 
schicket -Euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Gehet 
Ihr hinweg aus dem Hause. Gottes, von dem Altar 
Jesu Christi, wo auch das unverfälschte und unverstüm- 
melte Gedächtnißmahl -des Todes Jesu Christi Euch den 
Segen zeigt, der zu Augsburg errungen ward ,.mit einer 
eben so dankbaren, als hoffnungs- und. vertrauensvollen 
Freude, o so seyd ihr gewiß Gesegnete des Herrn, so 
ruhet gewiß -auf Euch in Eurem Hause, und auf allen 
Werken Eures Berufes, und auf Curen Andachtsübungen 
und Euren Trübsalen der Segen, welcher am Tage von 
Augsburg der Christenheit aufs neue geschenkt ward,. der 
Segen der Anbetung im Geist und in der Wahrheit. 
Ja, wie sie dankbar, innig dankbar ist, die Freude, 
die wir heute dem Herrn darbringen als ein ihm wohl- 
gefälliges Opfer, so sey sie: auch hoffuungsvoll. 
Und welches ist die schöne -Hoffnung, die der heutige 
Tag in uns erwecken soll, daß sie zur Nahrung werde 
für unsere Freude -in dem: Herrn? - Es ist die, daß der 
Segen; dessen die Evangelische Kirche: sich erfreut. immer 
weiter indie Christenheit eindringen, immer mehr. und
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.