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Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

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verdientes Zutrauen, für diese herzliche Theilnahme an 
dem Schicksale. der Meinigen mein ganzes Herz erfüllt, 
und daß heute der heilige Vorsaß, mich durch redliche 
Amtstreue Eures Zutrauens würdig zu machen, in mei- 
ner Seele lebt. Ja, durch redlichen Eifer und unver- 
brüchliche Treue in meinem Amte will ich Euch danken, 
und das Andenken des Mannes ehren, als dessen Nach- 
folger ich hier stehe. Bittet Gott mit mir, daß er mir 
Kraft geben wolle, diese Gelübde zu erfüllen, und den 
so wichtigen Pflichten meines Amtes ein Genüge zu thun, 
bis an das Ende meines Lebens. 
Auch unserm gnädigsten Könige, den wir alle (Dank 
sey Gott dafür!) mit voller Zusiimmung unseres Herzens 
Vater des Vaterlandes nennen, auch ihm sey hier öffent- 
lich von mir der Dank gezollt, den ich ihm schuldig bin, 
da er mir durch die Bestätigung Eurer Wahl einen so 
großen Beweis seiner Gnade gegeben hat. Aus meinem 
Herzen kommt der Wunsch -- und gewiß stimmen die 
Herzen aller hier versammelten in diesen -Wunsch ein -- 
daß der Allgütige seine mit Weisheit und Gerechtigkeit 
angefangene Regierung segnen, und sein uns so theures 
Leben bis zum spätesten Ziel erhalten wolle. 
Mit den reinsten Empfindungen der Hochachtung 
und Liebe wende ich mich zu Ihnen, verehrungswürdige 
Männer, mit denen ich von nun an gemeinschaftlich für 
die Erhaltung und Fortpflanzung religiöser Erkenntnisse 
und Gesinnungen in dieser werthen Gemeinde sorgen 
foll. Dank sey der gütigen Vorsehung dafür, daß sie 
mich Männern an die Seite sett, deren geprüfte Er- 
fahrung und bewährte Treue meine Unerfahrenheit und 
Schwäche unterstüßen kann. Wenn ich heute. mit ge- 
trostem Muthe und “froher Hoffnung das wichtige Amt 
übernehme, welches Gottes Güte "mir übertragen hat ; 
so danke ich diesen getrosten Muth, nächst dem Ver- 
trauen .auf Gottes Beistand, der zuversichtlichen Hoff- 
nung, zu welcher mich Ihre zuvorfommende Güte und
	        
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