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Full text: Erinnerungen an Friedrich Philipp Wilmsen / Hesekiel, Friedrich (Public Domain)

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Wo wir seiner uns erfreuten ; 
Wo des Fleißes reiche Saaten 
Seine Hand hat. ausgestreut, 
Und -es fehlt sein treues Walten. 
Seines Auges Blick geschlossen , 
Ruht er von des Lebens Mühen 
Ruhet an des Bruders Seite, 
Wo die Saat des Todes feimet 
Für den großen Tag der Ernte. 
Unsere Thränen sollen fließen, 
Lasset immer reich sie-strömen , 
Denn der Thränen ist er werth; 
Aber wenn wir trauernd weinen, 
Schweige doch die bittre Klage, 
Denn der Herr hat ihn gegeben, 
Und der Herr hat ihn genommen, 
Und sein Name sey gelobet! 
Heilig ist des Herren Wille, 
Doh fein Sterblicher -ergründet, 
Was der Ewige beschlossen. 
Großes hat an dem Beweinten, 
Dem des Dankes Thränen fließen, 
Großes hat der Herr gethan, 
Lange gnädig ihn beschirmet , 
Wunderbar ihn. ausgestattet 
Mit des Lebens reichsten Kräften , 
Mit der Erde besten Gütern , 
In der Freud". an seinen Kindern, 
In der Eintracht und im Frieden, 
In der Gattin treuer Liebe, 
In dem heitern Licht der Seele , 
In dem GlüE, von Kindesfindern 
Sich geliebt, verehrt zu sehen , 
Und umrauscht von Lust und Freude, 
Wenn der Kleinen Zubel-tönte , 
Und sie seine Knie umschlangen , 
Froh zu werden- wie die Kinderz 
Hat.durch Freundschaft ihn gesegnet , 
Und vor allem durch des Herzens 
Ungefärbte biedre Treue , 
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