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Full text: Geschichte der königlichen Akademie der bildenden Künste und mechanischen Wissenschaften zu Berlin / Levezow, Konrad (Public Domain)

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mie angefertigte Zeichnungen zu übersenden und zugleich 
um die erledigten Dubuisonsche und Kalausche Pensionen von“ 
vierhundert Reichsthalern für die Akademie zu bitten, um 
davon theils die Gehalte der Lehrer verbessern, theils davon 
die Kosten zu Prämien, Modellen und zu dem Mahlen nach 
vem Leben bestreiten zu können. 
Der König bewilligte diese Bitte in dem Kabinetsschrei- 
ben vom 5ten Februar 1786, wollte aber den Lehrern zur 
Pflicht gemacht wissen, nur junge Leute von vorzüglichen 
Fähigkeiten und ausserordentliher Neigung zum Unterricht 
anzunehmen und übertrug dem Minister die Sorge für die 
ordentliche und zwe>mäßige Verwendung des Geldes. 
Am xzxten Februar hielt darauf der Minister von Heinis 
mit den noch vorhandenen Mitgliedern und Lehrern der Aka- 
demie eine Versammlung, in welcher er ihnen, die vom 
Kdnige bewilligte neue Zulage zum akademischen Fond und 
die ihm übertragene Oberaufsicht und das Kuratorium der 
Akademie erdffnete und zu gemeinschaftlichen Berathschlagun- 
gen über die Wiederherstellung der gesunkenen Anstalt aufsor- 
derte. Man beschloß daher in dieser Versammlung zur Wie- 
derherstellung der äußeren Form und dadurch zuerst zu be- 
gründenden innern Einrichtung der Akademie, das alte Reg- 
lement vom 20. März 1699 zum Grunde zu legen, aber 
den Zeitumständen gemäß folgende Veränderungen mit der 
Akademie zu machen: 
I. Statt des ehemaligen Protektors und dessen Substituten 
übernahm der Minister von Heinis die Oberaufsicht und 
das Kuratorium der Akademie. 
2. Die ehemalige jährliche Abwechselung des Direktorats 
unter den vier Rektoren der Akademie wurde abgeschaft; 
die Direktorstelle für perpetuirlich bis zum Tode crklärt; 
übrigens aber sollten alle Obliegenheiten. des Direktors 
verbleiben, wie sie im 6 2 des alten Reglements 'be- 
stimmt wären.
	        
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