Friedrich Wilhelm IV. und die Königin Elisabeth inne. Diese
Räume blieben von der gegenwärtigen Umgestaltung unberührt,
nur einige Gemächer wurden zu Adjutantenzimmer genommen.
Die Wohnung des Kaisers beginnt von dem Sternensaale über
Portal J und endigt im Pfeilersaale über Portal II am Schloß—
platze. Dieser Saal bildet die Verbindung zwischen den Ge—
mächern des Kaisers und der Kaiserin. Letztere setzen sich vom
Pfeilersaale bis nach der Ecke zur Schloßfreiheit fort und gehen
theils nach dem Schloßplatz, theils nach dem Schloßhof. Der
Aufgang zum Kaiser und der Kaiserin geschieht über die große
Marmortreppe im Portal II rechts, dagegen ist für Vorträge,
Meldungen, Deputationen u. s. w. der Aufgang zum Kaiser
unter Portal J an der Schloßbrücke.
Zwei große je aus einer einzigen Glasscheibe bestehende
Thüren, nach dem Schloßplatz zu wie nach dem inneren Schloß—
hof, gewähren einen vollen Einblick in die Treppenhalle. Mit
weißem und grauem Stuckmarmor sind die Wände und Nischen
bekleidet. Die künstlerische Vornehmheit dieses Vorraums offenbart
sich namentlich des Abends, wenn elektrische Beleuchtung sich über
die Halle ergießt, über die Balustrade aus weißem Marmor,
welche die gebrochene Doppeltreppe einfaßt, über den rothen
Teppich, mit welchem die weißen Marmorstufen der Treppe be—
legt sind. In die Wangen derselben ist grünlicher Marmor ein—
gelassen, zu beiden Seiten des ersten Treppenabsatzes sind kolossale
Spiegel in Goldrahmen angebracht. Die Treppe führt zum so—
genannten Sternensaal, der seinen Namen von der weißen, mit
Sternen besäeten Decke hat. Früher war es der Vorsaal zu den
inneren Gemächern des Großen Königs. Weiße Täfelung mit
goldenen Rococo-Ornamenten bekleidet die Wände und zwischen
die Piaster waren jene herrlichen Gobelins eingelassen, welche
einst Ludwig XV. Friedrich dem Großen als ein Geschenk des