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Full text: Historische Nachricht und kurze Beschreibung des Königl. botanischen Gartens zu Schöneberg bei Berlin / Otto, Friedrich (Public Domain)

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utid; erotische: Gewächse: pflanzte, und- dem "Gärtner Michelmann aus dem Hol- 
steinschen: gebürtig, die Aufsicht über den Garten gab. Fast alle „Gesandten 
aus den verschiedenen Gegenden Europa's, verschafften dem'Garten Sämereien, 
Utid-:waren bemüht, :denselben mit Blumen“ zu schmücken. 
115 Friedrich 'der- Erste, König "von Preußen, welcher besonders :in seiner 'Iu- 
gend.mit seinen Geschwistern gar manche“ Stunde im“ Garten zugebracht hatte, 
ließ. auf eigne Kesten den "Sohn des "Gärtners 'Michelmann "durch Holland, 
England und Frankreich reisen, und machte ihn nach dem Tode seines Va» 
teis „zum “Gärtner, ließ »Gewächss und -Treibhäuser erbauen und den bishe- 
rigen Küchengarten in einen Garten für den Hof. umwandeln, in“ dessen Ge» 
„wächshäusern“ die exotischen Bäume der andern Königl. Gärten, 'wie Lorbeeren, 
Orangen iu:5s.-w..den Winter hindurch :aufbewahrt wurden. Schon um diese 
Zeit befanden sich im “Garten seltene exotische "Gewächse, : von denen ich unter 
andern mur Dracaena Draco, Laurus Camphora, Chamaerops humilis, 
Royena Jucida,«Pistacia Terebinthus, Lentiscus u. s. w. nahmhaft :ma- 
<Hen will, von denen. noch jeßt Chamaerops bumilis. mit einem 20. Fuß. ho- 
hen Stamm, Royena und die genannte Pistacia, :welche im Garten zu einer 
ausnehmenden Höhe gelangt sind; vorhanden sind.“ Dracaena Draco wurde 
30. Fuß boch, starb. aber :im Jahre 1800 :ab, so wie 4798 der Camphorbaum 
von gleicher Höhe. 
Der Geheime Rath Gundelsheimer, Leibarzt Friedrichs des Ersten, der 
den großen Tournefort auf seinen: Reisen begleitet und die Aufsicht über den 
Garten: übernommen Hatte, ließ, wo die "Einkünfte des Gartens zur Anschaffung 
von Pflanzen nicht hinreichten, auf eigene Kosten “aus verschiedenen Gegenden 
Europa's 'Sämereien kommen, wie er 'denn auch von Tournefort mehrere seltene 
Pflanzen erhielt, welche den Garten bereicherten; aber zur Betrübniß starb die- 
ser thätige Geschäftsmänn für “die Wissenschaften viel zu früh, und der vorher 
gut verwaltete Garten wurde aller Hülfe bedürftig. 
Friedrich 'Wilhelm der Erste machte den Gärten der Königl. Societät 
zum. Geschenk, welche jedoch nicht im Stande war, die nothwendigen Kosten zur 
Erhaltung und Erweiterung: desselben zu bestreiten, 'und: deshalb befahl, daß nur 
allein- officinelle' Pflanzen zum «Gebrauch für die Hofapotheke gebauet werden
	        
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