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I. Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs, am 8. August 1833

Full text: Die drei Perioden der Königl. Preussischen Akademie der Wissenschaften und König Friedrich II. als Geschichtsschreiber / Wilken, Friedrich (Public Domain)

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Museum mit umfässenden wissenschaftlichen-Hülfsmit- 
teln“: und reichlichen Einfünften für "den Unterhalt der 
dabeinangestellten Gelehrten gründeten, wenn die Attaler 
zu“ Pergamus,/- um'dem Ruhme' der: Prolemäer näch 
zustreben, -in “ihrer Hauptstadt eine zahlreiche Bibliothek 
sammielten;- und“ wenn» in späterer "Zeit Ludwig X1V-, 
um “sein Zeitalter auch " zu““einer durch“ Gelehrsamkeit 
und: Wissenschäft-glänzenden Zeit zu erheben; die“ Ge- 
lehrten mit: verschwenderischer -Freigebigkeit belohnte, 
große: wissenschaftliche [Unternehmungen durch reichliche 
Unterstüßung beförderte, und umfassende “gelehrte An- 
stalten mit "beträchtlichen Einkünften gründete: so lag 
solchen Begünstigungen Eitelfeit-und-Ruhmisucht, nicht 
die Anerkennung des innern Werthes-der Wissenschaf- 
ten zum Grunde; und die Gelehrten jener Zeiten -wa- 
ven darauf vangewiesen ,“ ihre Dankbarkeit fürdie em- 
pfangenen: Wohlthaten durch Schmeicheleien,:: welche 
nicht selten über alles Maaß und Ziel Hinausgingen, 
auszusprechen, und dadurch sich Ansprüche auf die 
Fortdauer solcher Wohlthaten zu erwerben. Eine sol- 
<e Art der Dankbarkeit würde unter uns ihre Stätte 
nicht finden. Wir wissen, daß dem edeln Sinne un- 
sers Königs das erkünstelte Lob der Schmeichelei miß- 
fällt, und die ihm wohlgefälligste Dankbarkeit diejenige 
ist, welche dadurch sich kund giebt, daß jeder von den 
Begünstigungen, welche ihm zu Theil werden, den nüß- 
lichsten Gebrauch mache, in seinem Berufe die öffentliche 
Wohlfahrt mit redlichem Eifer. befördere, und in sei- 
nem Wirkungsfreise nach dem Höchsten strebe, welches 
er zu erreichen vermag. 
In diesem Sinne wird auch die Akademie be- 
müht sein, ihre Dankbarkeit an den Tag zu legen, für
	        
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