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Der Journal-Kirchhof

Full text: Aus den Papieren eines Hingerichteten / Glaßbrenner, Adolf (Public Domain)

H | 
Breslau., meldete mich bei Herrn G.-Noka nd, 4a- 
dete den Sarg. mit: seinem todten >Rübezah14 
auf.und“. . . - 
»Was2« rief.ich , >» Rübezahl ist schon:todt2 das 
ist ja gar nicht möglich 14 7» Ob.es-möglich. ist! Da 
liegt er im Sarge; kaum 4 Wochen'alt;-und.kann 
den Mund nicht mehr aufthun, was ihm Übrigens 
schon bei-Lebzeiten „schwer "gemacht wurde: ..“I<h- habe 
mir in-Breslau sagen“ lassen, daß "das Kind „recht ar- 
tig war, und von liberalen Leuten „gehätschelt und.-ge- 
tätschelt wurde, aber kaum hatte es ein paar. Zähne 
bekommen, so kamen. ein paar Schufte und rissen sie 
ihm aus... Und „daranist. es-gestorben.« 
» Aber 'dä' hast Du 'ja'noch einen Sarg? « 
»Na, das ist ja eben mein Aerger, daß ich um 
die Iris nach Leipzig mußte! Erinnern Sie sich nur, 
Herr Todtengräber;als»Sie die Hebe begraben woll- 
ten , wie fie plößlich wieder auflebte, und ein anderes 
Gespenst wurde. Konnte sich denn die Iris nicht 
gleich begraben lassen? „Was hat sie erst nöthig nach 
Leipzig zu fliegen. und da--ein-paar Wochen zu scha- 
<hern1<4 Laß es gut sein 1< besänftigte ich den Ver- 
drießlichen.  »>Wenn man den Wurm schon halb zer- 
treten hat, so rafft er noch seine lezten Kräfte zu- 
24.2
	        
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