Path:
Erstes Kapitel. Lustfahrt von Berlin über Schöneberg, Stegelitz und Zehlendorf nach Potsdam; von Potsdam in westlicher Richtung nach Brandenburg; dann von eben dort in südwestlicher Richtung nach Brück und Belzig. Geschichte der Hauptörter und Beschreibung der Umgegend

Full text: Die Umgegend Berlin's (Public Domain)

6 öffentliche Pläße, darunter der Wilheimsplaß und die Plantage 
am Bassin ; 1 Gymnasium, 1 Landschullehrer-Seminar, gegen 1600 
steinerne Wohnhäuser und gegen 30,000 Einwohner, in welche 
Zahl das 8188 Mann starfe Militair mit eingeschlossen ist. Die 
Betriebsamkeit der Bewohner, es befinden sich hier nämlich 35 
Fabrikgebäude , erstreckt sich auf verschiedene gewerbliche Zweige, 
besonders aber werden seidene, wollene, baumwollene und leinene 
Zeuge, Strumpfwaaren und Tapeten verfertigt, zugleich beschäf- 
tigt man sich mit der Bereitung von Leder, Tabak und Farben. 
Außer dem schon erwähnten Gymnasium und Landschullch- 
rer Seminar sorgen noch eine Menge Privatschulen für den Un- 
terricht der Jugend, zu welchen noch 1 Garnison- 1 Lehr- und 
Industrieschule kommen. Als Hauptbildungsanftalt für das Mi- 
litair muß das Kadettenhaus, und zur Besörderung des Acet- 
baues und der Gärtnerei die märkische Gesellschaft für Oekono- 
mie, mit einer Bibliothek und Sammlung von Modellen, und 
die Gärtner-Lehranstalt erwähnt werden, welche lekte mit der, 
bereits oben genannten Anstalt zu Neu-Schöneberg in enger Ver- 
bindung steht. Potsdam ist der Siß der Regierung für den, 
nach der Stadt benannten Bezirf der Provinz Brandenburg, der 
Oberrechnungsfammer und einiger anderen Behörden, und erfreut 
sich außer diesen mehrerer wohltrhätigen Anstalten , unter denen 
die Friedensgesellschaft, zur Unterstäßung talentvoller Jünglinge 
für die Städte Berlin, Potsdam und den potsdamer Regierungs- 
Bezirk überhaupt, das Luisendenkmal, zur Ausstattung tugendhaf- 
ter Mädchen , und das Civil- Waisenhaus, für Berlin und den 
potsdamer Regierungs-Bezirk, obenan stehen. Gemeinnükig und 
heilsam zugleich sind die Salinen-Eisenquelle und am Wasserthore 
das schön und bequem eingerichtete Badehaus. Als Vergnügungs- 
Örter, an denen Potsdam in seiner Umgegend vorzüglich reich ist, 
erwähnen wir außer dem neuen, nach dem Entwurfe Schinkels 
ausgeführten Kasino noch des, von Friedrich Wilhelm 11. erbau- 
ten Schauspielhauses , mit der einfachen Inschrift: ,„„Dem Ver- 
1?
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.