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Königliche Friedrich-Wilhelms-Universität

Full text: Berlin in Wissenschaft und Kunst / Paszkowski, Wilhelm (Public Domain)

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II. Klinische Institute, die mit dem Charitd-Krankenhause 
in Verbindung stehen 
I. Medizinische Klinik 
Die I. Medizinische Klinik ist aus der früher sogenannten 
„lateinischen“ Klinik hervorgegangen, an der Joh.. Lukas, 
Schönlein, Frerichs und Leyden lehrten, und befindet sich 
zur Zeit noch in den alten Räumen. Sie umfaßt im Haupt 
gebäude S Stationen mit 64 Männer- und 82 Frauenbetten, 
dazu eine Baracke für 13 leicht lungenkranke Frauen und die 
für Frauen bestimmte Hälfte der Infektionsbaracken. Seit 
1907 besitzt sie für wissenschaftliche Zwecke ein vortrefflich 
ausgerüstetes Laboratorium sowie einen Respirationsapparat 
nach Jaquet-Staehelin. Angegliedert ist eine Poliklinik 
mit einer jährlichen Frequenz von ungefähr 5000 Kranken. 
Das früher dazu gehörige Krebsinstitut ist seit 1907 eigener 
Leitung unterstellt. 
Das ärztliche Personal besteht aus dem Direktor, drei 
Stabsärzten, 4 etatsmäßigen, 2 außeretatsmäßigen Assistenten 
und dem Vorsteher des chemischen Laboratoriums. Ein 
Neubau ist bewilligt, die Pläne für ein Poliklinikgebäude, 
welches ausgedehnte Einrichtungen für physikalische 
Therapie enthalten und der I. und II. Klinik gemeinsam 
dienen wird, sind vollendet. 
II. Medizinische Klinik 
Begründet 1849 von Ludwig Traube mit drei Kranken 
zimmern für Brustkranke. 1857 wurde Traubes Abteilung 
für Brustkranke zur Propädeutischen Klinik erhoben. 
Ihre Leitung erhielt nach Traubes Tode Ernst Leyden, 
dem 1885 Karl Gerhardt folgte. Mit seinem Eintritt in 
die Charite verschwindet die „Propädeutische Klinik“, 
und an ihre Stelle tritt die II. Medizinische Klinik, gleich 
berechtigt neben der I. Medizinischen Klinik, die Leyden 
nach v. Frerichs Tode übernommen hatte. 
Als Gerhardt 1902 die Augen schloß, wurde Fr. Kraus 
an die Spitze der II. Klinik berufen. 
Unter ihm beginnt im Rahmen des von Friedrich AlthofT
	        
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