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Königliche Friedrich-Wilhelms-Universität

Full text: Berlin in Wissenschaft und Kunst / Paszkowski, Wilhelm (Public Domain)

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MANN, LEPSIUS und BRUGSCH in den semitischen 
und ägyptologischen Studien einen Namen. Unter den 
Historikern darf die Universität auf F. v. RAUMER, 
RANKE, DROYSEN, WATTENBACH, v. TREITSCH KE 
weisen; unter den Geographen auf K. RITTER, KIEPERT 
und v. RICHTHOFEN. Am mathematischen Himmel 
leuchten LEJEUNE - DIRICHLET, WEIERSTRASS, 
KRONECKER, KUMMER, STEINER und JACOBI, unter 
den Astronomen ENCKE, unter den Physikern DOVE, 
KIRCHHOFF, unter den Chemikern MITSCHERLICH, 
RAMMELSBERG, A. W. v. HOFMANN. Die Namen der 
heutigen Größen der Berliner Universität entziehen sich 
als die noch Lebender der Erwähnung an dieser Stelle. 
Einige ortsgeographische und statistische Angaben aber 
mögen noch den Aufschwung der Universität veran 
schaulichen. Von den Instituten ist ein großer Teil, besonders 
unter der tatkräftigen Förderung des um die preußischen 
Universitäten hochverdienten Ministerialdirektors Dr. Fried 
rich ALTHOFF neu erbaut, so die großartigen Anlagen in 
Dahlem; andere haben Umbauten erfahren, so dieCharit6, die 
in dem Gebäude Dorotheenstr. 5 untergebrachten Institute, 
neuerdings die Alte Bibliothek, deren Räume neue Audi 
torien und eine neue Aula hergeben, während das neue 
imposante Bibliotheksgebäude bald nach dem Jubelfest der 
Universität fertiggestellt sein wird. — Der jährliche Etat 
der Universität beträgt heute 4 185 669 M, die Zahl der 
Studierenden 7902, mit den sonstigen Berechtigten 12 219; 
die Zahl der Dozenten über 500. Das Anwachsen der Zahl 
der Studierenden ist aus der Tabelle auf S. 18 ersichtlich. 
Das Universitätsgebäude stammt aus der Mitte des 
18. Jahrhunderts. Es ist 1748-1753 als Palais für den 
Prinzen Heinrich von Preußen, den Bruder Friedrichs II. — 
vermutlich unter Benutzung eines Entwurfs von Knobels- 
dorlf — von J. Boumann erbaut worden. Nach dem Tode 
des Prinzen Heinrich im Jahre 1802 war es Sitz ver 
schiedener Behörden: des Militärkabinetts, der Stempel 
kammer und der Anstalt für Pockenimpfung *). Bis 1810 
*) Es bestand der Plan, es in ein Postamt, ja sogar in
	        
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