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Königliche Friedrich-Wilhelms-Universität

Full text: Berlin in Wissenschaft und Kunst / Paszkowski, Wilhelm (Public Domain)

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I n dem noch etwas größeren, nördlichen Saal, haben die 
paläontologischen Sammlungen Unterkunft gefunden. Die 
selben sind im wesentlichen in 3 Hauptschrankreihen an 
geordnet, von denen die mittlere die fossilen Pflanzen, die 
an der Fensterseite befindliche die fossilen wirbellosen, und 
die gegen den Lichthof zu gelegene die Wirbeltiere enthält. 
An der den Saal abschließenden Nordwand finden sich eben 
falls Schränke, in denen größere Wirbeltierreste sowie auch 
Photographien rekonstruierter diluvialer und tertiärer 
Säugetiere ausgestellt sind. An der südlichen Eingangswand 
haben große Gesteinsplatten mit fossilen Fußspuren sowie 
die berühmten Platten mit den prachtvoll erhaltenen 
Skeletten versteinerter Ichthyosaurier Aufstellung ge 
funden. 
Das Institut besitzt ein feuersicheres Digestorium für 
chemische Untersuchungen und eine Bibliothek. 
Mineralogisch-Petrographisches Institut und Museum 
Invalidenstr. 43. 
Hervorgegangen aus dem 1789 begründeten „Kgl. 
Mineralien-Cabinet“, das 1810 zur Universitätssammlung 
bestimmt wurde und 1814 den Namen „Mineralog. Museum 
der Universität zu Berlin“ erhielt. Nach der Überführung 
aus der Universität in das neuerbaute „Museum für Natur 
kunde“ (1888) erhielten die Sammlungen den Namen 
„Mineralogisch-Petrographisches Institut und Museum“. 
Das Institut enthält eine Schausammlung, eine Unter 
richtssammlung und Repetiersammlung für Mineralogie und 
Petrographie, außerdem für Fachleute eine mineralogische 
und petrographische Hauptsammlung. Die Schausammlung 
ist für das Publikum zur Besichtigung an den Wochentagen 
(mit Ausnahme von Dienstag und Freitag) von 10-3 Uhr 
(im Sommer von 10 bis 4 Uhr) geöffnet, an den Sonntagen 
und zweiten Feiertagen von 12 Uhr ab. Die Unterrichts 
und Repetiersammlung sind für die Vorlesungen und für 
das Selbststudium bestimmt. Hervorzuheben ist noch die 
Sammlung zur Erläuterung der paragenetischen Verhältnisse 
in den deutschen Kalisalzlagerstätten.
	        
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