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Metadaten : Können die in den heutigen großstädtischen Wohnverhältnissen liegenden Mängel und Schäden behoben werden? / Weiss, Albert (Public Domain)

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»ildung mit dem Boden, mit seiner Physiologie und Pathologie
)jeschäftigen.
Das ganze Gebiet des Wohnungswesens muß Lehr- und
’rüfungsfach sowohl an den Hochschulen als auch an den Bauzewerkschulen
 werden. Der Staatstechniker muß schon bei der
rsten Hauptprüfung den Nachweis erbringen, daß er sich wenig-;tens
 mit den Hauptpunkten des gesamten Gebiets vertraut genacht
 hat, und gleiche Ansprüche, wenn auch allgemeinerer
Natur, muß man bei den Absolventen der Baugewerkschulen
stellen, Man wird dadurch erreichen, daß die künftigen Bau-’eflissenen
 fernerhin, nicht mehr wie heute, auf diesem Gebiet
zeradezu als Neulinge, die von der AExistenzgrundlage
ıller Bauwerke — dem Grund und Boden — vielfach weit
veniger wissen als die Verwaltungsbeamten, in die Praxis
v'reten. Man wird wenigstens erreichen, daß diese neue Gene-°ation
 weiß, daß es eine Wohnungsfrage, die technisch und
ırchitektonisch allein nicht gelöst werden kann, überhaupt gibt —
‚etzt wissen das auscheinend viele nicht — und daß sie die
Adauptfragen mit vorurteilsfreien und sachlichen Augen be-;rachten
 kann; wodurch eine weitere Fortbildung in der Praxis
ıllein möglich gemacht wird.
Das Gebiet des Wohnungswesens mit seinen mannigfachen
Verzweigungen ist in der Hauptsache auch das eigentliche und
'ohnendste Verwaltungsgebiet, auf dem sich der Techniker be-;‚ätigen
 kann und betätigen muß, Mag er Staatstechniker oder
städtischer Techniker sein, wenn er hier die volkswirtschaftichen
 und staatsrechtlichen Bedingungen auch nur einigermaßen
arfaßt hat, dann wird er unter Zuhilfenahme seiner technischen
Beurteilungsgabe immer den wirklichen Schlüssel zu den einzelnen.
 Problemen in der Hand haben und jeder, auch der Vor-»ingenommenste,
 wird hier seine Ueberlegenheit dem Verwal-‚ungsbeamten
 gegenüber anerkennen müssen, Welches Gebiet
äiner Stadtverwaltung und auch der allgemeinen Verwaltung
hängt mit dem Problem des Bodens nicht zusammen? Leistet
ıer der Techniker wirklich nur Annehmbares, dann wird er bald
ıicht mehr um einen Platz an der Sonne zu kämpfen haben;
nan wird ihm diesen Platz selbst einräumen,
Man soll aber hier nicht wieder mit dem Einwand kommen,
laß zu all diesen Arbeiten auf den Hochschulen keine Zeit sei.
50 viel Zeit wird und muß sich finden; denn die Kenntnis der
Wirtschaftsbedingungen des vaterländischen Grund und Bodens,
ler Existenzgrundlage aller Bauwerke, ist mindestens ebenso
vichtigy — wenn nicht weit wichtiger — ale die Kenntnig dar

‚onstruktions- und Architekturelemente. Wenn es nicht anders
Öglich ist, dann soll man z. B. die kunstgeschichtlichen Vor-‚äge
 und die Uebungen der Antike einschränken und die
Veiterbildung auf diesen Gebieten dann der Praxis überlassen.
‚uf den Baugewerkschulen wird sich, bei dem anerkannten
leiß des Schülermaterials und der bekannten Anpassungsähigkeit
 der Lehrer dortselbst, die Materie an der Hand eines
’»estimmten Lehrfadens gleichfalls unschwer bewältigen lassen.
Diese so ausgebildeten Techniker werden fernerhin imstande
ein, die Fragen des Wohnungswesens mit andren Augen zu
etrachten als jetzt; sie werden auf diesem Gebiet die wirkchen
 Führer der Allgemeinheit werden und durch Aufklärung
ar weitesten Kreise, sowie durch Taten in der Praxis dahin
/irken können, daß eine weitere Versumpfung der Verhältnisse,
vie sie jetzt überall hervortritt, nicht mehr eintreten kann.
Die Regierung wird dadurgh mehr und mehr tatkräftige, zielewußte
 Mitarbeiter und ”-="rte, für eine Reform : -""
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