Path:
I. Fonds-Börse

Full text: Berliner Börsen / Wolff, Albert (Public Domain)

1. Fonds-Börfe. 
(Es ist 12 Uhr Mittags. Die Börse füllt sich allmälig. Die Ban- 
quiers, Kaufleute und Makier bewegen sich geschäftig um sich selbst 
und durch einander.) 
Simpelmeier. Sehen Sie lieber Herr Knobelmeier, 
Sie haben mich gebeten, ich soll Ihnen zeigen unsere Börse -- 
das 1st sie. 
Knobelmeier. Bei uns in Scermeisel ist sie kleiner, 
Man kann sagen: Berlin hat seine große Börse und Je- 
füllt. = Guter Witz, nicht wahr? -- Ist von mir! 
Simpelmeitier. Ziehen Sie den Witz auf Spiritus, und 
verkaufen ihn ohne Faß an die Kornbörse. 
Cohnfeld (tritt heran). Wollen Sie kanfen preußische 
See-Assecurranzen ? 
Simpelmeier. Wie heißt: kuranzen? =- Id will ver- 
kaufen kurhessische Loose. 
Cohnfeld. Faul! (drückt sich). | | 
Knobelmeier. Die Börse ist heute anwumirt. Seit der 
Congreß-Anzeige haben sich sämmtliche Course gehoben. 
Simpelmeier. Darum ist auch die öffentliche Mei- 
nung gegen den Krieg. -- Wer ist die öffentliche Meinung?-- 
Was ist die öffentliche Meinung? Die Börse ist's -- das 
Geld -- das ist die sec<ste Großmacht. | 
Sclemiel (tritt zornig heran). Was haben Sie gesagt 
von Großmaul? Wer ist Ihr Großmaul? Wie köunen 
Sie zu mir sagen Großmaul? 
Simpelmeier. Wie können Sie sagen, daß ich hab' ge- 
sagt zu Ihnen Großmaul? -- Sie Dalfen! 
Sc<lemiel. Was, Dalfen ? (will auf ihn los).
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.