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Full text: Vom Brandenburger Thor bis zu Kroll / Salingré, Hermann (Public Domain)

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gott! Jetzt fängt der au< an! Was ich mir über diesen inva- 
liden Orgeldreher schon geärgert habe -- das geht in die Pup- 
pen. So'n Mens< -- so'n Invalide spielt Einen hier Concurrent, 
und nimmt mir's Brod, und dabei hat er es jar nich nöthig am 
Ende, er hat sein Invalidengeld, monatlich einen Dhaler 
-- davon kann er doch janz bequem leben! Aber ne, er 
stellt si< hierher und concurrirt mit mir. Und was das Unan- 
genehmste ist und mir am meisten ärgert, sein Leierkasten stört 
mir in meine musikalisMe Phantasie. Es ist rein, als wenn er 
si< blos mir zum Aerger da drüben hingestellt hat. 
von Dallesburg, Laura, später der Herr mit'm Pelz 
und die corpulente Dame, dann ein Kunstkenner und an- 
dere Theaterbesucher, sämmtlic<) nac< und nac< von Kroll 
zurückehrend. 
Frit. Vater, des Theater is aus. 
Musikant. Jut, denn ans Jes<häft, wo haste denn den 
Calefornien ? 
Friß. Vergessen! 
Musikant. Vergeßt der Iunge den Calefornien ; wie soll 
ic< denn da Geige spielen; die Violine spielt so sc<on jo schlecht. 
Frit. Die Leute sagen ja immer, Du spielst schlecht, 
Vater? 
Musikant. Ih? Unsinn, dummer Iunge! Die Violine 
is es -- ih spiele janz jut. =- Aha, die Leute kommen zurü, 
die Vorposten rüken schon an (spielt.) 
von Dallesburg. Bei Gott, der Kerl spielt sc<eußlich. 
Laura. Ob er von Jugend auf Geige spielt? 
Dallesburg. Dann muß er schon in der Jugend ein 
alter Stümper oder ein falscher Spieler gewesen sein. -- 
Scheußliher Witz =- von mir. Wissen Sie, Laura, habe Jean 
Beer gehört =- Schund! Vienxtemps gehört =- Schund! 
-- Der Kerl da -- am Scundsten! (ab.) 
Musikant (innehaltend). Für Ihr gezahltes Entree 
wird mein Concert wohl noch jut jenug sind! Das is jroß- 
artig! Nichts geben und auc< noc< sc<leht machen. Frite 
-- riert Dir? 
Fritze. Ne! 
Musikant. Nich? Dir soll aber frieren, dummer Junge! 
“<-
	        
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