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5. Die Blauen und die Grünen

Full text: Die Dienstmänner von Berlin / Anders, N. J. (Public Domain)

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Bremse. Freilich, wer mal zum Schafskopf bestimmt 
ist. der mag ihn immer spielen! 
Karline. Niatschkeken! I> bringe Dir hier eenn klenen 
Imbiß. Dein Leibgericht Hammelfleis<Q mit Bollen un die 
Kartoffeln. 
Nitschke. JIut, stelle es man da hin! 
Bremse (tritt auf Beide zu). Na i> wünsch' oo< wohl 
zu speisen! Wenn i> die Nieke sehe, werde i> ihr oo< her- 
schien, vielleicht bringt die ooM no< wat! 
Karline. Wat? die Rieke -- ? 
Nitschke. Numro Zweeunzwanzig -- Nante's Erbe, drücke 
Dir, sonst telegraphire i> Dir Eene, daß Du an die Electricität 
verzweifeln sollst! Oller Denunciante Du! (Springt auf.) 
Bremse. Junge, Du willst Dir an mir vergreifen ? 
(Nitsc<ke und Bremse fassen einander.) 
Karline. Nits<hke! Er sc<lagt Dir vodt! Bremse! 
Bremseken! Wenn Du mir liebst „venn keile ihn nich!“ 
(Der Wirth, die Spieler und die Dienstleute bringen die 
Kämpfenden auseinander.) 
Dienstmann Nr. 30. Wenn Ihr Euch wieder mal 
(ievfosen wollt, denn laßt mir oo<M mit verdienen! I> mach's 
illig. 
Rieke (kommt an). Nitschke! Des muß i> erleben, daß 
Sie sich hier in'n Bumms prügeln ? 
Nitsc<hke (betroffen). I> kenne Ihnen nic<, mein Kind! 
Rieke. Wat, Sie kennen mir nich? Haben Sie sich mir 
nich heute erst öhlich versprochen ? Haben sic; woll schon wieder 
'ne andre Poussade angeschafft. 
Dienstmann Nr. 70 (zu Rieke). Freilein, wenn Sie 
vacant sind sollten, i> verstehe des Fa< ebend so jründlich! 
Karline (zu Nieke). Wat kümmert Ihnen Der! Nitschke 
i8 mein anverlobter Bräutigam, un i> leide ni<, das er mit 
'ne Andere geht. 
Nieke. Nits<ke! Also Du hast mir belogen! Du liebst 
mir nich, Du hast eene Karline? Komm Bremse, alte Liebe 
rostet nich! Du hast zwar een Kind =- -=- 
Bremse. Wat, i>? 
Rieke. Na ja, hattest Du es nich heute im Arm? Du 
hielt'st es sicher, Du hielt'st es warm --
	        
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