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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08)

Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) 1. Voraussetzungen und Bedingungen Die 1. Gemeinschaftsschule in Neukölln ist eine musikbetonte Schule. Sie ist aus der Fusion der Franz-Schubert-Grundschule mit der Rütli-Schule (Hauptschule) und der Heinrich-Heine-Schule (Realschule) entstanden. Diese sind zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 gemeinsam in die Pilotphase Gemeinschaftsschule1 eingetreten. In diesem Prozess wurde und wird die Schule durch die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts, das zuständige Qualifizierungsteam der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und durch zahlreiche Fortbildungsangebote unterstützt. Mit der Fusion im August 2009 bekamen die drei ehemals getrennten Schulen eine gemeinsame Schulleitung. Die Schule liegt im sogenannten Reuterkiez in Nord-Neukölln. Viele Bewohner sind von staatlichen Transferleistungen abhängig und/oder haben einen Migrationshintergrund. Allerdings ist in letzter Zeit ein leichter Wandel in der Bevölkerungsstruktur durch den Zuzug bildungsnäherer Familien zu verzeichnen. Die Sozialstruktur des Wohngebiets spiegelt sich in der Zusammensetzung der Schülerschaft wider. Fast 90 % der Schülerinnen und Schüler sind nichtdeutscher Herkunftssprache, viele von ihnen haben einen türkischen oder arabischen familiären Hintergrund. In letzter Zeit besuchen zunehmend auch Kinder und Jugendliche aus RomaFamilien die Schule. 1.1 Die 1. Gemeinschaftsschule als Teil des „Campus Rütli — CR²“ Im Jahr 2006 erregte die damalige Rütli-Schule — auch über Berlin hinaus — große Aufmerksamkeit durch einen sogenannten „Brandbrief“, mit dem das Kollegium auf die schwierigen sozialen Verhältnisse und ungelösten schulinternen Probleme hinwies (z. B. personelle Unterausstattung, hoher Krankenstand sowie zahlreiche Gewaltvorfälle). Die Verantwortlichen im Bezirk und in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung wurden darin um Unterstützung gebeten. Auch noch fast sechs Jahre nach dem „Brandbrief“ ist das öffentliche und mediale Interesse an der Entwicklung der Schule sowie des sie umgebenden Sozialraums groß. Schon 2005 begann das Quartiersmanagement Reuterplatz mit Vorarbeiten zu einem lokalen Bildungsverbund, in die die drei nunmehr zur 1. Gemeinschaftsschule fusionierten Schulen einbezogen wurden. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde das Konzept der interkulturellen Moderation entwickelt, das auf muttersprachliche Unterstützung im Dialog der verschiedenen Ethnien setzt. Seit 2007 arbeitet das Modellprojekt „Campus Rütli — CR²“ unter Beteiligung der Stiftung Zukunft Berlin, des Bezirksamts Neukölln sowie der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und für Bildung, Wissenschaft und Forschung daran, ein nachhaltiges Bildungskonzept und einen gemeinsamen Sozialraum zu schaffen. Im „Campus Rütli — CR²“ sind sowohl die 1. Gemeinschaftsschule als auch Kindertagesstätten, Freizeiteinrichtungen, die Volkshochschule, die Musikschule, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und sozialpädagogische Angebote miteinander vernetzt. Die Schule bildet den geografischen und konzeptionellen Mittelpunkt. Inhaltlich wird der Campus im Rahmen des Programms „Ein Quadratkilometer Bildung“2 unterstützt. Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit werden grundsätzlich als Chance begriffen. 1 2 In der Gemeinschaftsschule lernen Kinder und Jugendliche möglichst lange gemeinsam. Diese Schulart umfasst in der Regel die Jahrgangsstufen 1 bis 10, manchmal auch 1 bis 13. Es können alle Schulabschlüsse erreicht werden, von der Berufsbildungsreife bis zum mittleren Schulabschluss bzw. bis zur Allgemeinen Hochschulreife. „Ein Quadratkilometer Bildung“ — initiiert von der Freudenberg-Stiftung, der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung und der RAA Berlin (Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e. V.) in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung — ist eine Plattform von Personen und Institutionen, die in einem Stadtteil Verantwortung für den Bildungserfolg aller Kinder und Jugendlichen übernehmen. Seite 1/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) Für die Projektplanung und -leitung von „Campus Rütli — CR²“ ist die halbjährlich tagende Steuerungsrunde verantwortlich, in der alle Projektbeteiligten vertreten sind, unter anderem eine Projektleitung Pädagogik und eine weitere, die für die Vernetzung im Stadtteil und die Baumaßnahmen zuständig ist. 1.2 Organisationsstruktur und Ausstattung In den Jahrgängen 1 bis 3 der Grundstufe wird der Unterricht jahrgangsübergreifend erteilt. Darüber hinaus werden drei Lerngruppen der Jahrgänge 4 und 5 probeweise jahrgangsübergreifend unterrichtet. Gegenwärtig wechselt ca. ein Viertel der Kinder aus der Grundstufe in die schuleigene Sekundarstufe I. Die Sekundarstufe II wurde erstmals zum Schuljahr 2011/2012 mit zwei 11. Klassen (Einführungsphase) eingerichtet. Die Grundstufe ist als verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) mit offenem Ganztagsbetrieb organisiert, die Sekundarstufe I mit gebundenem Ganztagsbetrieb von 8:00 bis 15:20 Uhr und einem anschließenden freiwilligen Angebot bis 16:00 Uhr. Ab dem Schuljahr 2012/2013 soll entsprechend einem Beschluss der Schulkonferenz für die Grundstufe der „gebundene Ganztag“ bei der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung beantragt werden. Das Personal der ergänzenden Betreuung setzt sich zusammen aus Beschäftigten des Bezirksamts Neukölln und Erzieherinnen und Erziehern des freien Trägers „Jugendwohnen im Kiez — Jugendhilfe gGmbH“, der auch die Sozialpädagoginnen und -pädagogen für die beiden Schulstationen stellt. An der Schule sind zwei interkulturelle Moderatorinnen tätig, die ebenfalls bei diesem Träger beschäftigt sind. Ihre Verträge sind befristet, die Finanzierung ist lediglich bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres sichergestellt. Die Funktionsstellen der 1. Gemeinschaftsschule sind noch nicht vollständig besetzt. Dies betrifft die Stellen für die Grundstufen-, Mittelstufen- und Oberstufenkoordination. Die Aufgaben werden zurzeit von der kommissarisch eingesetzten Mittelstufenkoordinatorin bzw. von Lehrkräften übernommen, die bisher nicht kommissarisch beauftragt wurden. Die Ausstattung der Schule mit Lehrkräften liegt seit einigen Jahren in Folge unter 100 %. Von den drei Vorgängerschulen ist lediglich die Heinrich-Heine-Schule im Jahr 2006 inspiziert worden. Die jetzige Schulleiterin war seinerzeit kommissarische Leiterin dieser Realschule. 2. Stärken und Entwicklungsbedarf Stärken der Schule • • • • • • • • strukturierte und engagierte Steuerung komplexer Innovationsprozesse durch die Schulleiterin motiviertes, Neuerungen gegenüber aufgeschlossenes Kollegium Teamentwicklung durch die Lehrkräfte und das pädagogische Personal positives Schulklima aufgrund eines vielfältigen Schullebens und adressatengerechter Angebote zum sozialen Lernen Ausgestaltung der Musikbetonung kreativitätsfördernde Aktivitäten Verankerung der Schule im Wohngebiet viele Kooperationen mit unterschiedlichen externen Partnern Seite 2/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) Entwicklungsbedarf der Schule • • • • • Unterrichtentwicklung in den Bereichen selbstständiges, problemorientiertes und kooperatives Lernen innere Differenzierung in der Sekundarstufe I Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler individuelle Förderung im Rahmen der Schülerarbeitsstunden in der Sekundarstufe I Zusammenwachsen von Grund- und Sekundarschulteil zur Gemeinschaftsschule 3. Erläuterungen Dass die 1. Gemeinschaftsschule auf dem „Campus Rütli — CR²“ sich zu dem entwickeln konnte, was sie heute ist, ist auf die hohe Einsatzbereitschaft vieler Akteure und Kooperationspartner zurückzuführen. Einen wichtigen Beitrag leistet die Schulleiterin. Eine ihrer wesentlichen Aufgaben ist es, Kontakte zu den an diesem Netzwerk Beteiligten herzustellen bzw. zu pflegen und die Schulentwicklung mit der Entwicklung des Campus in Einklang zu bringen. Diese Aufgabe nimmt sie sehr engagiert wahr. – Den schwierigen Fusionsprozess der drei Schulen sowie die konzeptionelle Entwicklung der Gemeinschaftsschule hat die Schulleiterin strukturiert und mit großem Einsatz gesteuert. Dabei war es notwendig, möglichst viele Beteiligte einzubeziehen. Dies gelang bzw. gelingt unter anderem durch eine gemeinsame Steuergruppe, die — auch in unterschiedlichen Arbeitsgruppen — differenzierte Problemstellungen behandelt und nach Lösungen sucht. Gesamtschulische Prozesse werden in der regelmäßig tagenden erweiterten Schulleitung erörtert. Die unterschiedlichen Schulprofile konnten teilweise erhalten werden. So wird das Musikprofil der ehemaligen Franz-Schubert-Grundschule weitergeführt und nunmehr auch in den Sekundarstufen umgesetzt. Das Kollegium ist gegenüber Neuerungen aufgeschlossen und stellt sich den Herausforderungen motiviert. Dies gilt sowohl für strukturelle als auch für didaktisch-methodische Veränderungen. So haben die Lehrkräfte zur Vorbereitung auf die Gemeinschaftsschule an umfangreichen Wochenendworkshops und diversen Fortbildungen teilgenommen. Dabei ging es vor allem um eine veränderte, auf den Umgang mit Heterogenität ausgerichtete Unterrichtskultur. Das Zusammenwachsen der drei Kollegien verläuft in unterschiedlichem Tempo. Am Standort Rütlistraße haben sich die früher strikt getrennten Kollegien der ehemaligen Haupt- und Realschule zu Jahrgangs- und Klassenteams gemischt. Dies wird auch durch eine räumliche Zuordnung zu den entsprechenden Jahrgangslehrerzimmern deutlich. Die Lehrkräfte beschreiben die Zusammenarbeit insgesamt als bereichernd. Das Grundstufenkollegium ist noch nicht vollständig in die neu entstehende Schulgemeinschaft integriert. Dies liegt unter anderem an der räumlichen Distanz von ca. 500 Metern. Stundenpläne werden dort z. B. in eigener Zuständigkeit erstellt. Über Änderungen ist die Schulleitung daher häufiger nicht informiert. Der Prozess des Zusammenwachsens wird auch dadurch erschwert, dass die Funktionsstelle für die Grundstufenkoordination noch nicht besetzt ist. Einige Verknüpfungen mit dem Standort Rütlistraße sind aber bereits erkennbar. So wird der Übergang vom 6. in den 7. Jahrgang durch gegenseitige Besuche der Lerngruppen gezielt vorbereitet und gestaltet. Darüber hinaus gibt es gemeinsame Fachbereichssitzungen. Die Schulleiterin strebt eine stärkere Verzahnung der beiden Standorte an und möchte nach eigener Aussage den konzeptionellen Überlegungen des Grundstufenkollegiums mehr Raum geben. Auf dessen Wunsch hin, das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) probeweise auf die Jahrgangsstufen 4 und 5 auszudehnen, hat sie beispielsweise einen Planungsworkshop durchgeführt. Seite 3/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) In den JüL-Gruppen ist die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Erzieherinnen bzw. Erziehern durch funktionierende Klassen- und Jahrgangsteams gewährleistet. Die Erzieherinnen und Erzieher sind jeweils ca. 10 Stunden wöchentlich gemeinsam mit der unterrichtenden Lehrkraft in ihrer Lerngruppe eingesetzt. Sie fühlen sich gut in die schulischen Abläufe integriert. Die koordinierende Erzieherin nimmt als Bindeglied zwischen den verschiedenen schulischen Bereichen regelmäßig an den Sitzungen der Steuergruppe teil. Die Schule hat den Anspruch, die betreute Freizeit als Bildungszeit zu nutzen. Nach Aussage der Schulleiterin werden die Freizeitaktivitäten im Rahmen der verlässlichen Halbtagsgrundschule diesem Bildungsauftrag noch nicht gerecht. Während der darüber hinausgehenden Betreuung im Rahmen des offenen Ganztagsbetriebes hingegen erhalten die Kinder Angebote, die ihre Kreativität und die Entwicklung ihrer Anlagen fördern. Hierzu trägt auch die Raumkonzeption bei. So stehen beispielsweise eine Kinderküche, ein Atelier und ein Medienraum mit einer kleinen Bibliothek und drei Computerarbeitsplätzen zur Verfügung. Hier lernen die Kinder den Umgang mit dem PC. Danach können sie den sogenannten „Computerführerschein“ erwerben. Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten bietet der große, mit attraktiven Spielgeräten ausgestattete Garten. Mit dem Musikprofil hatte sich bereits die Grundschule einen guten Ruf erworben. Die Musikschule Neukölln unterstützt die musikpädagogische Arbeit als unverzichtbarer Kooperationspartner. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine umfassende musikalische Grundbildung, in einigen Jahrgängen in Teilungsgruppen. Darüber hinaus wird in den Jahrgängen 1 bis 3 Instrumentalunterricht angeboten. Es gibt z. B. ein Blasorchester, ein Streicher-Ensemble und verschiedene weitere Musikgruppen. In der Sekundarstufe werden die musikbetonten Angebote in einer Bläserklasse, einer Steeldrum-Band, einer Saz- und einer Trommelgruppe fortgeführt. Regelmäßig werden in unterschiedlichem Rahmen Konzerte gegeben. Im Frühjahr trat beispielsweise während einer öffentlichen Veranstaltung im Instrumentenmuseum eine Streicherklasse auf. Das Konzert der musikbetonten Grundschulen in der Philharmonie stellt jedes Jahr einen schulischen Höhepunkt dar. Die Kinder und Jugendlichen lernen und arbeiten unter förderlichen Unterrichtsbedingungen. Hierzu trägt vor allem in der Grundstufe auch die ansprechende Gestaltung der Klassenräume bei. In allen Jahrgangsstufen wird die Unterrichtszeit im Allgemeinen effizient genutzt. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt häufig frontal. In vielen Stunden geschieht dies im Wechsel mit Unterrichtsphasen, in denen die Schülerinnen und Schüler allein arbeiten. Hin und wieder erhalten sie auch Gelegenheit zu Partner- oder Gruppenarbeit. Für alle Jahrgangsstufen gilt aber, dass auch diese Phasen selten auf kooperatives Arbeiten und die Ausbildung von Teamkompetenzen hin angelegt sind. Ebenso werden kaum Unterrichtssituationen geschaffen, die selbstständiges Lernen ermöglichen und die Entwicklung unterschiedlicher Lösungsstrategien anregen. Hier zeigen sich in einigen Aspekten des Unterrichtsprofils deutliche Unterschiede zwischen der Grundstufe und der Sekundarstufe: In der Grundstufe erhalten die Kinder, vor allem in den jahrgangsgemischten Gruppen, häufiger Aufgaben, die sie selbstständig und ihrem individuellen Leistungsstand entsprechend bewältigen können oder die ihnen durch unterschiedliche Materialien oder Hilfestellungen einen individuellen Lernzugang eröffnen. Darüber hinaus trainieren diese jüngeren Kinder ihre Eigenständigkeit und ihre Fähigkeit zur Selbsteinschätzung dadurch, dass sie ihre Lernwege und -ergebnisse dokumentieren. Hierzu nutzen sie von der Schule selbst gestaltete und hergestellte Portfolios. Dagegen sind in der Sekundarstufe etwas häufiger Ansätze zu kooperativem und problemlösendem Arbeiten zu beobachten, z. B. wenn die Jugendlichen sich gegenseitig unterstützen. Insgesamt sind differenzierte Lernangebote bisher jedoch kaum auf die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Dies wäre insbesondere eine Aufgabe der Lehrkräfte der Sekundarstufe I hinsichtlich der Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf die gymSeite 4/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) nasiale Oberstufe. Dieser Entwicklungsbedarf wurde bereits im Rahmen der ersten Inspektion der Heinrich-Heine-Schule festgestellt. In der Sekundarstufe I ist der Unterrichtstag durch den Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen rhythmisiert. Einige Unterrichtsstunden sind als individuelle Lernzeit ausgewiesen, d. h. es steht eine Lehrkraft zur Verfügung, die die Jugendlichen beispielweise bei der Erledigung von Aufgaben, der Vorbereitung von Referaten oder der Übung bzw. Vertiefung des Lernstoffs unterstützt. Während dieser sogenannten Schülerarbeitsstunden zur Mittagszeit gelingt es bisher nicht durchgängig, eine lernförderliche Atmosphäre zu schaffen und die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Arbeiten anzuhalten. Diese Möglichkeit zur intensiven und differenzierten Förderung wird so nur ansatzweise genutzt. Ähnliches gilt für die der Schule zur Verfügung stehenden Stunden zur Sprachförderung; sie werden hauptsächlich zur Teilung von Lerngruppen oder zum Einsatz von zwei Lehrkräften in einer Klasse verwendet, ohne dass hierfür eine konzeptionelle Grundlage besteht. Das Schulklima an der 1. Gemeinschaftsschule ist insgesamt positiv. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Schülerinnen und Schüler sich ernst genommen fühlen, in das Schulleben einbezogen werden und interessante Freizeitangebote erhalten, z. B. im Rahmen des Mittagsbandes für die Sekundarstufen. Dazu gehören Angebote zum Klettern, Trommeln und zur Teilnahme an der AG Schulradio. Zu einem positiven sozialen Klima trägt auch bei, dass die Kinder und Jugendlichen an der Festlegung von Regeln beteiligt sind und Regelverstöße konsequent geahndet werden. Eine Klassenfahrt für die Siebtklässler und eine Kennenlernwoche zu Beginn des Schuljahres dienen dazu, das Gemeinschaftsgefühl in einer angenehmen Atmosphäre zu stärken und gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien zu erlernen. In der wöchentlichen Klassenratsstunde entwickeln die Jugendlichen diese Werte und Fähigkeiten weiter und üben demokratische Verhaltensmuster ein. Darüber hinaus bieten die gemeinsamen Feste und das vielseitige Schulleben Mitwirkungsmöglichkeiten sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Eltern. Die intensiven Bemühungen um ein positives Schulklima werden unter anderem von dem sozialpädagogischen Personal unterstützt. Es vermittelt in Konfliktsituationen und fördert die gewaltfreie Kommunikation durch konsequentes Handeln bei Gewalt- oder Mobbingvorfällen sowie durch die Ausbildung von Streitschlichtern, die durch ihre Vorbildfunktion positiv auf das Schulklima wirken können. Die Maßnahmen zum sozialen Lernen hat die Schule im schulinternen Curriculum festgeschrieben. Die interkulturellen Moderatorinnen bauen Brücken zwischen Schule, Elternhaus und „Kiez“. Sie stehen den Eltern als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Verankerung der Schule im Wohngebiet, indem sie Aktivitäten für die Eltern und Jugendlichen initiieren und so für ein niedrigschwelliges Angebot sorgen, das vor allem von Müttern wahrgenommen wird. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das 14-tägig stattfindende Elterncafé, bei dem Erziehungsfragen und interkulturelle Konflikte thematisiert werden. Die so entstehenden informellen Beziehungen zu den Eltern führen auch dazu, deren Hemmungen im Umgang mit der Schulleitung abzubauen. Die interkulturellen Moderatorinnen bieten darüber hinaus im Rahmen der Volkshochschule einen Deutschkurs für Mütter sowie einen Arabisch- und einen Türkischkurs für Schülerinnen und Schüler an. Letztere können mit einem Zertifikat nach den Vorgaben des Europäischen Referenzrahmens abgeschlossen werden. Über die bereits genannten Kooperationen hinaus gibt es zahlreiche weitere im musischkünstlerischen Bereich. Das Maxim-Gorki-Theater hat eine Patenschaft für die Schule übernommen. Kürzlich wurde gemeinsam das Stück „Die Hofmeister“ erarbeitet — in Anlehnung an die Tragikomödie „Der Hofmeister“ von Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 — 1792). Der erste Akt fand als Straßentheater in der Nachbarschaft der Schule statt, der zweite wurde im Theater aufgeführt. Weiterhin nimmt die Schule regelmäßig am Projekt „TanzZeit“ teil. Im Rahmen der Berufsorientierung besteht unter anderem eine Kooperation mit der Deutschen Bahn AG, die Seite 5/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) Praktikumsplätze bereitstellt, und mit der Firma Geyer, Dessau, wohin kürzlich ein Tagesausflug zur Berufserkundung stattfand. Im Bereich der Grundstufe werden zudem etliche Kooperationen mit den umliegenden Kindertagesstätten gepflegt. Von den drei an der Fusion beteiligten Schulen liegen getrennte interne Evaluationsberichte aus den Jahren 2007 bzw. 2009 vor. Es wurden — jeweils in schularttypischer Ausprägung — wesentliche Qualitätsaspekte wie Förderung der Kommunikations- und Sprachkompetenz und Berufsorientierung durch Schülerbefragungen evaluiert. Zum Teil wurden aus den Ergebnissen Maßnahmen für die Weiterarbeit abgeleitet. In die Fortschreibung des Schulprogramms fließen die Resultate dieser Selbstevaluation sowie anderer Erhebungen ein. Hierzu gehören neben dem „Audit Förderqualität“3 des „Quadratkilometers Bildung“ auch der Bericht der wissenschaftlichen Begleitung. Zudem waren einige Ergebnisse der ersten Schulinspektion der ehemaligen Heinrich-HeineSchule Grundlage der Schulentwicklungsarbeit der Gemeinschaftsschule. In einigen als Entwicklungsbedarf identifizierten Qualitätsbereichen sind erkennbare Fortschritte erzielt worden, z. B. hinsichtlich der Teamentwicklung im Kollegium und der Beteiligung von Schülerinnen und Schülern am Schulleben. 3 Ein Audit ist ein Untersuchungsverfahren im Rahmen des Qualitätsmanagements, das das Erreichen von Standards überprüft. Seite 6/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) 4. Qualitätsprofil 4 Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule 1.1 B C D Schulleistungsdaten und Schullaufbahn Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse 2.1 Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern 3.4 Kooperationen Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement 5.1 Personalentwicklung und Personaleinsatz 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben 6.2 Fortschreibung des Schulprogramms E.3 Duales Lernen E.5 Schulprofil D B C D B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung Ergänzende Qualitätsmerkmale Ganztagsangebot C Unterrichtsprofil A 4.1 E.2 B Bewertung Qualitätsbereich 4: Schulmanagement Förderung der Sprachkompetenz A A 3.1 E.1 Bewertung Bewertung Qualitätsbereich 3: Schulkultur 4 Bewertung A A B C Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion Seite 7/11 D Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) 5. Unterrichtsprofil Bewertung Unterrichtsbedingungen A B C D vergleichend 2.2.1 Lehr- und Lernzeit b 2.2.2 Lern- und Arbeitsbedingungen b 2.2.3 Strukturierung und transparente Zielausrichtung c 2.2.4 Kooperation des pädagogischen Personals b 2.2.5 Verhalten im Unterricht b 2.2.6 Pädagogisches Klima im Unterricht b 2.2.7 Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft b Unterrichtsprozess A B C D vergleichend 2.2.8 Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung b 2.2.9 Fachimmanentes, fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen c 2.2.10 Methoden- und Medienwahl b 2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung b Individualisierung von Lernprozessen 2.2.12 Innere Differenzierung b 2.2.13 Selbstständiges Lernen c 2.2.14 Kooperatives Lernen c 2.2.15 Problemorientiertes Lernen d 5 Normative Bewertung Vergleichende Bewertung A (stark ausgeprägt) Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv (bei mind. 40 % „++“). a (vergleichsweise stark) Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze B (eher stark ausgeprägt) Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. C (eher schwach ausgeprägt) Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. D (schwach ausgeprägt) Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. 5 b (vergleichsweise eher stark) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der Obergrenze. c (vergleichsweise eher schwach) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der durch die Standardabweichung vorgegebenen Untergrenze. d (vergleichsweise schwach) Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze. Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt. Seite 8/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) 6. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der normativen Bewertung) 100% A/B 80% B 60% C 40% D 20% D 0% 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 ++ + - 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 2.2.14 -- 7. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin) 4,00 3,50 3,00 2,50 2,00 1,50 1,00 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 Qualitätskriterien des Unterrichts Berlin MW Berlin untere Grenze Seite 9/11 Berlin obere Grenze 08K08 MW 2.2.14 2.2.15 2.2.15 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) 8. Standortbeschreibung Die 1. Gemeinschaftsschule befindet sich an drei Standorten im Neuköllner Reuterquartier. Die Sekundarstufen I und II nutzen das in der Rütlistraße gelegene Hauptgebäude, während die Grundstufe ca. fünf Minuten davon entfernt in der Weserstraße untergebracht ist. Von dort aus gelangt man in ebenfalls ca. fünf Minuten zur ergänzenden Betreuung in der Nansenstraße. Diese Einrichtungen gehören zum „Campus Rütli — CR²“, der durch umfangreiche Baumaßnahmen auf einem Gelände von ca. 50.000 Quadratmetern nach einem städtebaulichen Konzept des Bezirksamts Neukölln realisiert wird. Unter anderem ist ein Neubau für die Grundstufe in unmittelbarer Nähe des Hauptgebäudes geplant. Das in der Weserstraße gelegene Schulgebäude der Grundstufe besteht aus zwei im Erdgeschoss und in der dritten Etage miteinander verbundenen Trakten. Die Klassenräume sind ansprechend gestaltet und mit anregenden Materialien und Ablagemöglichkeiten ausgestattet. Die Schule verfügt über einen Computerraum mit 17 Arbeitsplätzen sowie einen Raum für den naturwissenschaftlichen Unterricht mit einem interaktiven Whiteboard. Im Erdgeschoss wurde eine Lernwerkstatt eingerichtet, die für Projektunterricht und fächerübergreifenden Unterricht genutzt wird. Weiterhin stehen ein Medienraum, eine Aula, ein Musikraum und ein Instrumentalraum zur Lagerung des äußerst umfangreichen Instrumenten-Fundus zur Verfügung. Das Lehrerzimmer in der ersten Etage mit angrenzenden Kopier- und Arbeitsraum ist funktional eingerichtet. Nebenan befinden sich eine Bibliothek mit fünf Lehrerarbeitsplätzen, das Sekretariat und das Rektorat. Das Schülercafé im Erdgeschoss bietet für die Kinder (und Lehrkräfte) eine gesunde Pausenverpflegung an. Die nebenan gelegene Schulstation wird auch von einer der interkulturellen Moderatorinnen genutzt. Durch den Hinterausgang des Gebäudes gelangt man auf einen großen Schulhof mit altem Baumbestand. Er wurde im Schuljahr 2004/2005 mit Unterstützung des Programms „Grün macht Schule“ durch verschiedene attraktive Gestaltungselemente wie Freiflächen, Spielhäuschen, Klettergeräte und Schaukeln so umgestaltet, dass er viele Möglichkeiten zum Spielen und Verweilen sowie zur Bewegung bietet. Im hinteren Teil des Hofes liegt eine Remise, die eine Schülerbibliothek beherbergt und für den Musik- und Sprachförderunterricht sowie für Volkshochschulkurse genutzt wird. Da die Kapazitäten der Sporthalle in der Rütlistraße nicht für alle Schulstufen ausreichen, findet einmal pro Woche eine der drei Sportstunden der Grundstufe als Spielstunde auf diesem Schulhof statt. Am Eingang zum Gelände des Hauptgebäudes in der Rütlistraße sorgt ein im Umgang mit Jugendlichen geschultes Team eines privaten Wachschutzes für Sicherheit. Dieses u-förmige Gebäude, das die ehemalige Haupt- und Realschule vor der Fusion gemeinsam genutzt haben, wurde 1909 erbaut. Die kaum individuell gestalteten Klassenräume im Hauptgebäude sind, ebenso wie die in der Weserstraße, nicht für Klassenstärken von 25 Schülerinnen und Schülern ausgelegt. Die Raumsituation ist jedoch insgesamt zufriedenstellend. Ein Computerraum mit 17 Arbeitsplätzen, die Räume für den Kunstunterricht und die drei Musikräume der ehemaligen Oberschulen werden weiter genutzt, einer der Musikräume durch die Musikschule Neukölln. Durch einen Dachausbau, der zum Schuljahr 2011/2012 fertiggestellt wurde, verfügt dieses Gebäude über zwei weitere Musikräume und einen Lagerraum für die Instrumente. Der gut ausgestattete Theaterraum bringt den Stellenwert des musischen Schulprofils zum Ausdruck. Für den praktischen Unterricht stehen die alten Werkstätten für die Holz- und Metallbearbeitung, eine Textilwerkstatt und eine Lehrküche zur Verfügung. In der dritten Etage wurden fünf neue Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht und ein Vorbereitungsraum eingerichtet. Alle Fachräume sind mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Die Versorgungsleitungen sind so installiert, dass die Räume flexibel gestaltet werden können. Die in den 1960er Jahren errichtete zweigeschossige Sporthalle befindet sich in einem funktionsfähigen Zustand. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Hochparterre sind jetzt eine kleine SchülerbiblioSeite 10/11 Kurzbericht zur Inspektion der 1. Gemeinschaftsschule (08K08) thek und das Elternzentrum eingerichtet, in dem beispielsweise das Elterncafé stattfindet. Auf gleicher Ebene befinden sich das Sekretariat und die Amtszimmer der Schulleitung. In der ersten Etage haben die vier Jahrgangsteams, die Sozialpädagogen und -pädagoginnen und die Konfliktlotsen ihre jeweiligen Räume. Obwohl es in den letzten Jahren nicht renoviert wurde, macht das Gebäude, auch durch das Engagement des Hausmeisters, einen gepflegten Eindruck. In den Fluren sind mit ausführlichen Fotodokumentationen die Ergebnisse interessanter Projekte dargestellt. Außerdem sind die Flure durch Wandmalereien und Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ansprechend gestaltet. In Kooperation mit dem Jugendclub „Manege“ haben Schülerinnen und Schüler einen Teil der Toiletten nach eigenen Entwürfen neu hergerichtet. Im Zusammenhang mit der Umstellung auf den Ganztagsbetrieb wurde die ehemalige Gymnastikhalle im Erdgeschoss des Hauptgebäudes in eine Mensa umgebaut. Sie wird auch als Aula genutzt und bietet Platz für maximal 180 Personen. Dort sind auch Kletterwände installiert. Einen kleinen Pausenimbiss können die Schülerinnen und Schüler in der Cafeteria erwerben. Das Lehrerzimmer der ehemaligen Hauptschule wurde zum Freizeitbereich umgestaltet. Hinter dem Schulgebäude liegt ein sehr weitläufiger, aber wenig ansprechend gestalteter Pausenhof, auf dem ein provisorischer Neubau mit acht Klassenzimmern steht, der im Zuge der geplanten Neubaumaßnahmen abgerissen werden soll. Ein Teil des Hofes ist mit Verbundsteinen, Tartanbelag und Basketballkörben versehen, der andere Teil besteht aus Rasenflächen mit Ruhezonen und Bänken. Die Räume und der Außenbereich der ergänzenden Betreuung in der Nansenstraße machen einen gepflegten Eindruck. Sie sind liebevoll und anregend gestaltet und bieten den Kindern vielfältige Spiel-, Entspannungs- und Bewegungsmöglichkeiten. Seite 11/11
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