Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365674
Path:

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Und wie die Reisigen Kaiser Karls, so zogen auch die
racheschnaubenden Krieger der Hussiten, nach wiederholten
vergeblichen Anstrengungen die Stadt zu nehmen, mit
blutigen Köpfen ab und die letzten Haufen der Kelchbrüder
wurden noch bei Müllrose von den nachstürzenden Frank
furtern eingeholt und niedergemacht.
Den Überfall des Söldnerführers Hans von Sagan zurück
zuweisen, war 1477 für die feste Stadt ein nicht zu schweres
Stück und so ging das 16. Jahrhundert fast ruhig hin, nur
einmal geriet Frankfurt in Bann und Acht, weil es einen
adeligen Schnapphahn nach kurzem Prozesse richtete. Schwere
Zeiten aber standen ihm bevor als der Frühling des Jahres
1631 anbrach. Am 2. April stürmte Gustav Adolf die von
den Kaiserlichen besetzte Stadt und drang nach verzweifeltem
Widerstande ein. Als die Kaiserlichen Alles verloren sahen,
wollten sie kapitulieren, aber die Schweden gaben nur „Neu-
brandenburgisch Quartier“ — in Neu-Brandenburg hatten
Tilly’s Regimenter furchtbar gewütet — und so wurde auch
was wehrlos und verwundet war, niedergestossen. Die Stadt
selbst wurde grauenvoll geplündert.
Frankfurt a. O. Rathaus.
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