Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365744
Path:

die Lausitz verwüstet liatten, worunter Ivottlms und Guben
ausserordentlich zu leiden gehabt, stellte sich 1443 der Edle
Reinhard von Kottbus der unaufhörlichen Fehden halber
unter den Schutz des Brandenburger Markgrafen. Zwei
Jahre darauf verkaufte der .Letzte seines Stammes Stadt
und Land, soweit es ihm gehörte, für 5500 Schock böhmischer
Groschen — etwa 55000 Thaler — an Markgraf Friedrich II.
So wurde Kottbus Besitz der Hohenzollern.
Nur ein Denk
mal kündet noch
an das grosse, so
früh schon er
loschene Haus der
Kastellane von
Kottbus, es ist
die ehemalige Be
gräbnisstätte, die
Wendische
Kirche. Waren
aber auch die alten
Herren zur Ruhe
gegangen, Markgraf Friedrich der Eiserne hatte noch manchen
Strauss mit den Sachsen und Böhmen zu bestehen, ehe der Be
sitz der neuen Landesteile gewährleistet wurde. So Hess 1462
der Podiebrad der Böhmenkönig durch Zdenko von Sternberg,
den Burggrafen von Prag die Niederlausitz mit Krieg über
ziehen. Bis auf Kottbus ergab sich alles, doch die Stadt verschloss
ihre Thore und leistete Widerstand, bis Friedrich II. herbei
eilte und die Stadt entsetzte. Mit berechtigtem Stolze
wurde die kühne Tliat besungen:
Wie schlugen an die Mauern
Die feurigen Kugeln an!
Wie schnoben Ross und Reiter,
Die trotzige Stadt zu fahn!
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