Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365744
Path:

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zeugen und Hilfsmitteln
vorgenommen wurden,
sie werden jetzt von
blitzenden, stampfenden
Maschinen durchDampf-
kraft und Elektrizität
ausgeführt.
Und wie das Alte im
Gewerbebetriebe
schwand, so gingen auch
die ehemaligen Bau
werke. Nur Trümmer
früherer Bedeutsamkeit
sind nördlich desMarktes
in deraltenBefestigungs-
mauer und südlich im
kolossalen Turm der Citadelle erhalten. Völlig erloschen sind
jedoch die Erinnerungen, die Reminiszenzen an die Komman
danten, die hier einst geboten und die Staatsgefangenen, die —
wie der Minister Dankeimann Friedrichs I. — jahrelang
bewahrt wurden. Man hat mit dem Vergangenen gründlich
geräumt, die Maschinen sausen, die Schlote dampfen und
die Eisenhämmer pochen und rufen uns eindringlichst die
Wahrheit zu: „Kur der Lebende hat Recht!“
Nach kurzer Rast im „Deutschen Hause“ am Markt
sassen wir wieder im Sattel und durch die Drehnower Vor
stadt glitten wir über die Malxe und den Hammerfluss an
blitzenden Wasserbecken und breiten Wiesengürteln eilfertig
dahin, denn schliesslich wurden auch wir von der allgemeinen
Geschäftigkeit angesteckt; links bei den ehemaligen Karpfen
teichen Johanns von Küstrin ragten die dampfenden Schlote
des Königlichen Hüttenwerks auf, in dem seit alter Zeit
das hier gewonnene Raseneisenerz verarbeitet wird, ja in denen
während der Regierung des Grossen Kurfürsten sogar Ge
schütze gegossen wurden. Und dann waren wir aus dem ruhe
losen Gelände heraus, Maust spiegelte sich links am unteren
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