Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365744
Path:

2.3
von Jen mit Obstkulturen bedeckten bis zu 114 Meter hohen
bubst- und Neisse-Bergen begrenzt, liegt das alte, wendische
„gubin“ d. i. Taubenort. Industriell äussert bedeutend durch
Tuch- und Hutfabrikation, sowie durch seine reichen Braun
kohlenwerke, ist es durch die bevorzugte landschaftliche
Lage auch unstreitig einer der schönsten Orte der Nieder-
lausitz und lockt einen nicht geringen Fremdenstrom an sich.
Findet der Naturfreund also seine Rechnung, so nicht minder
der Altertumsfreund. Letzterem muss ja angesichts der ver
witterten Türme und alten grauen Renaissancegiebel in den
fabelhaft verwinkelten und gekrümmten Strassen das Herz
aufgehen!
Doch vorerst waren wir noch in der villenbesetzten,
gartengeränderten Bahnhofsstrasse, dann standen wir an der
schmalen Egelneisse, dem zur Ableitung des Hochwassers
schon 1449 angelegten Graben und betrachteten den alten
sächsischen Postobelisken, schliesslich ging’s über die Brücke
in die Frankfurterstrasse hinein bis zur Alten Poststrasse,
wo an der grossen Neissebrttcke Hotel „Prinz Karl“ uns
freundlich aufnahm.
Hier beginnt die alte Stadt, die sich in ihrem Innern
zum grössten Teile ihren altertümlichen Charakter bewahrte.
Schützen-Insel. Guben.
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