Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365744
Path:

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Es ist ein anheimelnder Ort. diese ausgedehnte Kloster
anlage mit der imposanten, hochragenden Kirche; aber
statt der ursprünglichen finsterromantischen mittelalterlichen
Bauten nehmen uns schmucke, saubere, prächtig im Stile
der Spätrenaissance nach dem dreissigj übrigen Kriege durch
geführte Gebäude auf. Die hehre Klosterkirche ist durch
und durch verschnörkelt, "Wände und Gewölbefelder sind mit
modernen Gemälden geschmückt, das ganze Innere mit
Marmorstuck und Rokokoomamenten prächtig ausgestattet
und die Altäre mit
grotesken Ziera
ten überladen.
Und trotz all die
ses pomphaften u.
zopfigen Schmuk-
kes liegt doch ein
poetischer Hauch
über dem alten
Stifte. Rührt er
von der köst
lichen Umgebung
her, welche in
selten schöner Art
K euzelle umgiebt,
und es zu einem
der bemerkens
wertesten Punkte
märkischen Lan
des machen, oder ist es das frische, quellende Leben, welches
hier pulsiert und die Klosterräume durchzieht?
Denn, wenn auch 1817 aufgelöst, nutzbar blieb das ehr
würdige, 1268 von Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von
Meissen, begründete und mit Lehniner Mönchen besetzte
Cisterzienserstift bis in die Gegenwart. Wohl hatte Preussen
die glänzende Stiftskirche in Anbetracht der hiesigen zahl
reichen katholischen Bevölkerung dem Klerus überlassen, in
Schlaben. Laurentius-Kirche.
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