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Full text: An Oder und Neisse

das Gemälde erwähnt, welches das Auffinden der Leiche 
des bei der Oderüberschwemmung 1785 ertrunkenen Herzogs 
Leopold von Braunschweig darstellt. 
Die Geschichte der Oberkirche ist reich an Interesse. 
Hier wurde 1346 der Bann gegen das „kirchenräuberische 
Geschlecht“ Kaiser Ludwigs verkündet, deshalb hielten die 
Frankfurter doch in Treue zu Kaiser und Reich; hier pre 
digte D. Muskulus gegen den „zerlotterten Hosenteufel“ und 
hier führten die reichen Patrizier der Oderstadt in der Re 
formationszeit aus eigener Machtvollkommenheit den luthe 
rischen Gottesdienst ein, bis dann der Kurfürst die Änderung 
genehmigte und Herr Beter von Petersdorf „als regierender 
Herr und als Haupt der Stadt“ mit der Gemeinde das 
Abendmahl in beiderlei Gestalt empfangen konnte. 
Frankfurt ist reich an stattlichen Gebäuden älterer und 
neuerer Zeit. Von alten sind noch erwähnenswert der ehe 
malige kurfürstliche Hof, das Herrenhaus, sowie die Residenz 
des Bischofs von Lebus, der Biscliofsliof; von neuen die 
modernen gefälligen Kasernenbauten des 12. Regiments und 
der Artillerie auf den Nuhnen, sowie die im holländischen 
Stil gehaltenen des 8. Regiments in der Logeilstrasse, das 
Lutherstift und das Logenhaus in der Brückenthorstrasse. 
Die alte Oderstadt ist im letzten halben Jahrhundert
	        
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