Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365709
Path:

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den Wald, dann durch Felder nach Prötzel, wo wir beim
schmucken Wirtstöchterlein in der „goldenen Kartoffel“ einen
kleinen Imbiss nehmen, ehe wir dem prachtvollen Schloss
garten*) des Freiherrn von Eckardtstein, dem imposanten
Herrenhaus und dem Gehege der zahlreichen weissen Hirsche
einen Besuch abstatten.
Hach flotter Fahrt durch die Prötzeler Forst auf der
am Kloster-See vorüberführenden Strausberger Chaussee
schwenken wir beim Stein 37,6 dicht vor Strausberg noch
einmal rechts ab, um das lebhaft an Thüringen erinnernde
Wilkendorf zu besichtigen. Links bleibt das freundliche
Gielsdorf liegen, dessen Amt herüberleuchtet und rechts ab
wenden wir uns zu einem
am Rande gut fahrbaren
Landwege. Nach wenigen
Minuten schon blitzt der
glitzernde Wasserspiegel des
Ihland-See’s aus der Tiefe
herauf. Steil bewaldete Ufer
und dichtes Gesträuch
hüllen ihn ein und durch
das grüne Blättermeer
übersieht man die weite
Fläche des langgestreck
ten , wie ein leuchtender
Smaragd schimmernden Sees.
Am hohen Kiefernwald entlang erreichen wir Gemeinde
Wilkendorf und lassen unsere Fahrräder im freundlichen
Gasthaus stehen, um dann in den schönen Wilkendorfer
Schlosspark einzutreten, einen herrlichen Laubwald mit
ausgedehnten Rasenflächen und wohlgepflegten Wegen, zwischen
denen wir herumstreichen, bis unser Blick auf dem, vor
einigen Jahren nach dem grossen Brande im gotischen Stile neu
erbauten Schlosse haften bleibt. Dem alten, früher wohl
Markt, Kirche und Rathaus
in Strausberg.
*) Meldung beim Gärtner in der Dorfstrasse, gegenüber dem
Eingänge.
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