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A. Gamengrund und Blumenthal

Full text: Gamengrund und Rüdersdorf

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der Semnonen — an seiner Stelle geblieben; nur wenige 
Jahre noch, und von der Stadtstelle wird nichts mehr übrig 
sein als die Sage, die auch diesen Ort mit ihrem Zauber um 
woben hat und durch den märkischen Dichter Brunold in einem 
Gedichtchon verherrlicht ist, das hier teilweis folgen möge: 
„Wie Vinetas Glocken klingen 
Tief herauf vom Meeresgrund, 
Solch ein zauberhauftes Singen 
Macht sich hier im Walde kund. 
Blühdorn mit der Hagerose 
Flüstert leis’ in würz’ger Luft, 
Auf der Birke, auf dem Moose, 
Liegt ein märchenhafter Duft. 
Doch trotz Sonnenschein und Blühen 
Ist's, als gingen Geister um; 
Mensch und Wind vorüberziehen, 
Wie der Vogel, scheu und stumm. 
Aber nachts, bei Mondesschimmern, 
Wird’s lebendig hier im Wald, 
Man vernimmt ein leises Wimmern, 
Geisterhaft es wogt und schallt. 
Wie aus längst vernarbten Schmerzen 
Noch ein Strahl der Liebe bricht, 
Wie Erinnerung im Herzen 
Glänzt herauf, gleich Mondeslicht, 
So auch ist dies Glockenklingen, 
Blütenduft aus Angst und Qual, 
Ist ein leises Oster-Singen 
Von der Sag’ — des Blumenthal.“ 
Ein schmaler Pfad, der sich links der Strasse durch das 
dichte Gesträuch des glattstämmigen Buchenwaldes hinzieht, 
führt zu den freundlich leuchtenden Gebäuden des am Blumen 
thal-See gelegenen, gleichnamigen Forsthauses. Wir aber 
folgen der sehr guten Chaussee noch zwei Kilometer durch
	        
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